Apple Pencil: Funktionen, Verbinden, Laden

Sebastian Trepesch

Mit dem Apple Pencil kann man auf kompatiblen iPads schreiben, zeichnen, Bilder bearbeiten und mehr. Wir stellen den Tablet-Stift und seine Funktionen vor und klären, was ihn von anderen Produkten unterscheidet.

Die Funktionen lassen sich am besten im Video nachvollziehen. Folgend ein Beispiel, vor einiger Zeit mit dem iPad Pro 12.9 aufgezeichnet.

Apple Pencil: Funktionen des Stifts.

Funktionen des Apple Pencil

Der Apple Pencil ist mit einer drucksensitiven Spitze ausgestattet, erkennt also, wie fest man aufdrückt. Außerdem ist ein Lagesensor integriert. Neigt man den Stylus, kann man – in kompatiblen iPad-Apps – zum Beispiel schraffieren. Auch hier wird die Druckintensität erkannt:

Erkennt das iPad Pro die Verwendung des Apple Pencils, wird der Touchscreen 240 Mal statt 120 Mal pro Sekunde gescannt. Somit wird die Latenz minimiert. Ein leichtes „Nachziehen“ des Striches hinter dem Stift ist zwar noch erkennbar, die Eingabe aber sehr exakt. In der Hand liegt das Schreibgerät sowieso gut, wenngleich es etwas rutschig ist.

Die Genauigkeit und Verzögerung (Latenz) ist aber vom iPad abhängig. Die Vorgängergeneration des iPad Pro ist minimal ungenauer, das iPad 9.7 von 2018 arbeitet nicht ganz so akkurat wie die Pro-Modelle. Für das Schreiben ist das kein Problem, aber Zeichner greifen besser zu den teureren Modellen.

Viele gute Zeichen- und Schreib-Apps unterstützen den Apple-Pencil mit Sonderfunktionen. Außerdem lässt er sich für Bildbearbeitung, 3D-Konstruktionen sowie die Bedienung von iOS und der Apps nutzen. Wischgesten vom Rand (zum Beispiel das Öffnen des Kontrollzentrums) werden aber nicht unterstützt.

Die systemweite Integration hat der Apple Pencil Konkurrenzprodukten mit Bluetooth voraus.

Apps für den Apple Pencil

iOS 11 unterstützt den Apple Pencil zum Beispiel in der Notiz-App. Für Zeichnungen kann somit ohne viel Zutun von der Navigation in den Zeichenmodus umgeschaltet werden. Ein Tipp auf das Display mit dem Stift öffnet die Malwerkzeuge. Pages, Keynote und Numbers bieten die intelligenten Anmerkungen, hier im Screencast gezeigt:

Intelligente Anmerkungen in iOS.

Weitere Beispiele für verfügbare Anwendungen, die die Funktionen des Apple Pencils unterstützen: Paper ist ein Zeichenblock, Notability eine Notiz-App und uMake dient der Erstellung von 3D-Modellen.

Paper von FiftyThree
Entwickler:
Preis: Kostenlos
Notability
Entwickler:
Preis: 10,99 €
uMake – 3D- & AR-Design
Entwickler:
Preis: Kostenlos

Koppeln und Laden des Apple Pencil

Der Apple Pencil ist über Bluetooth mit dem iPad verbunden. Das Koppeln erfolgt durch Einstecken des Lightning-Steckers (unter der Kappe am Stiftende) in die Lightning-Buchse des iPads, also genauso simpel wie bei Mac mit Magic Trackpad & Co. Nach ein paar Sekunden erscheint auf dem iPad ein Fenster, mit dem man die Verbindung bestätigt.

Geladen wird der Apple Pencil ebenfalls über den Lightning-Stecker. Im Lieferumfang des Pencil ist aber auch ein Adapter enthalten, mit dem der Stylus mit einem Lightning-Kabel aufgeladen werden kann. Laut Hersteller reichen 15 Sekunden Ladezeit für eine halbe Stunde Nutzung. Eine volle Akkuladung ermöglicht 12 Stunden Betrieb.

Apple Pencil kaufen

Im März 2018 hat Apple die unverbindliche Preisempfehlung des Apple Pencil von 109 Euro auf 99 Euro heruntergesetzt. Ein größerer Preisverfall ist leider nicht festzustellen.

„Dumme“ Tablet-Stifte gibt es bereits . Sie ermöglichen aber nicht die Sonderfunktionen haben dicke Spitzen – damit sie vom Touchscreen erkannt werden. Konkurrenzprodukte mit Bluetooth funktionieren meist nur mit ein, zwei Hand voll Apps und sind auch nicht viel günstiger als der Apple Pencil.

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