Wie schon bei anderen Konsolen tritt auch beim DualSense der PlayStation 5 das Drift-Problem auf. Dies entsteht durch die kurze Lebensdauer eines Bauteiles, erklärt ein YouTube-Kanal. Obwohl es eine Lösung gibt, ist diese nicht gerade nutzerfreundlich.

 
PlayStation 5
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Wie schon bei den Joy Cons der Nintendo Switch bleiben PlayStation-5-Besitzer auch beim DualSense-Controller nicht vom nervigen „Stick-Drift-Problem“ verschont. In den USA sieht sich Sony mittlerweile einer Sammelklage gegenüber.

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Der YouTube-Kanal iFixit erklärt in einem Video, wie das Drift-Problem überhaupt zustande kommt und kritisiert die Hersteller für die komplizierte Reparatur eines Bauteiles, von dem sie genau wissen, dass es ein Verschleißteil ist.

An einem Controller werden nun mal naturgemäß die Sticks und Tasten am meisten benutzt. Funktionieren diese nicht richtig, wird das Spielerlebnis entscheidend beeinträchtigt. Der Drift ist eine dieser Beeinträchtigungen und kann durch mehrere Dinge verursacht werden.

Da wären zum einen die Abnutzung des Potenziometers. Dieses Bauteil misst im Grunde die Bewegung der Sticks und gibt diese dann an den Controller weiter. Vereinfacht gesagt misst ein Potenziometer die Spannung, die sich durch das Bewegen des Sticks verändert. Die Bewegung führt zur Reibung zwischen dem Stick und dem Potenziometer, was zur Abnutzung der Fläche führt, mit der die Spannung gemessen wird.

Das Ergebnis sind „falsche Messungen“ und der Controller misst Bewegungen, die der Spieler gar nicht ausgeführt hat. Laut iFixit haben die Potenziometer mit Berufung auf die offiziellen Angaben des Herstellers eine Lebensdauer von etwas mehr als 400 Stunden.

Andere Gründe sind der Verschleiß oder die Verschmutzung der Feder, die den Stick in der neutralen Position halten. Ein Defekt an der Feder kann ebenfalls zum Drift führen.

Komplexe Reparatur

Zwar kann eine Verschmutzung häufig noch selbst behoben werden, alles andere bedarf aber den Austausch der defekten Teile. Dazu muss der Controller jedoch geöffnet werden. (Vorsicht: Dadurch erlischt der Garantie). iFixit kommt zu dem Schluss:

„Es ist bizarr für uns, dass Konsolenhersteller die Joysticks als Verschleißteile betrachten und sie so designen, dass sie einfach auszutauschen seien. Kein Gerät, das für eine begrenzte Nutzung, vor allem wenn es so viel Verschmutzung und Nutzung ausgesetzt ist, kann für immer perfekt funktionieren.“ 

Laut iFixit sollte die Reparatur also deutlich einfacher gehen und ist nicht gerade nutzerfreundlich.

Die genannte Lebensdauer der Potenziometer und auch die Geschwindigkeit des Verschleißes aller Teile variieren natürlich je nach nach Nutzungsintensität und der gesamten Nutzungsdauer. 400 Stunden Spielzeit sind jedoch nicht allzu viel. Wer beispielsweise gerne die 100 Prozent in einem Assassin's Creed Valhalla knacken möchte, ist damit gut 120 Stunden beschäftigt.