Wieso schafft es das wertvollste Unternehmen der Welt, das immerhin Produkte wie das iPhone entwickelt und damit die Smartphone-Revolution eingeläutet hat, nicht, ein so einfaches Produkt zu bauen, das ein Konkurrent schon verkauft? Es ist nicht der erste Fehlschlag dieser Art.

 

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Apple muss AirTag wohl auf 2021 verschieben

Wie schwer kann es sein, einen Schlüsselfinder zu entwickeln? Für Apple scheinbar sehr schwer, denn das Technologie-Unternehmen, das sich gerne als so innovativ und überlegen darstellt, schafft es aktuell nicht, den AirTag auf den Markt zu bringen. Die Präsentation, die schon seit längerer Zeit erwartet wird, findet einfach nicht statt, obwohl die Gerüchteküche ordentlich brodelt. Wird es morgen so weit sein, wenn Apple das iPhone 12 enthüllt? Laut Jon Prosser, dem aktuell wohl heißesten Apple-Insider, wurde die Vorstellung erneut auf 2021 verschoben. Erst im März nächsten Jahres soll Apple damit um die Ecke kommen – falls es wirklich dazu kommt. Wir erinnern uns, auf AirPower warten wir schon einige Jahre. Vielleicht ist AirTag auch so ein Produkt, das nicht über die Gerüchteküche hinaus kommt.

Doch wo liegen die Probleme bei Apple? Immerhin hat das Unternehmen diese Idee eines Schlüsselfinders nicht erfunden. Tatsächlich gibt es mit Tile schon lange Zeit genau das gleiche Produkt und das funktioniert einwandfrei und kann ohne Probleme für wenige Euro gekauft werden. Es könnte an der Umsetzung liegen, wie Apple den Schlüsselfinder bauen möchte. Die Anforderungen könnten einfach zu hoch sein. Es soll nämlich der U1-Chip als Basis dienen. Diesen hat Apple in der Watch Series 6 verbaut – noch ohne Funktion. Zukünftig wäre damit aber vieles möglich. Es ist also denkbar, dass die Technologie noch nicht reif genug ist für den alltäglichen Einsatz. Apple muss also weiter dran arbeiten.

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Apple wollte bei AirPower zu viel

Wie bei AirPower könnte der Anspruch von Apple an AirTag aktuell noch zu hoch sein. Es soll einfach funktionieren, egal wie es der Nutzer einsetzt. Wenn diese Mindestanforderung nicht erfüllt ist, bringt Apple es auch nicht auf den Markt. Es bleibt also spannend.

Peter Hryciuk
Peter Hryciuk, GIGA-Experte für Smartphones, Tablets, Android, Windows und Deals.

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