Als Apple-Nutzer muss man sich entscheiden: Nimmt man einen Desktop-Rechner oder ein Notebook. Ein Bastler wollte sich mit der Beschränkung beim Mac aber nicht begnügen und baut sich kurzerhand einen mobilen Mac mini selbst zusammen. Aber warum eigentlich?

 
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YouTuber und Bastler Scott Yu-Jan mag keine Laptops, ja er hasst sie sogar – ein MacBook ist für ihn deshalb keine Option. Dafür liebt er seinen Mac mini und sein neues iPad mini 6. Bei näherer Betrachtung fällt ihm auf: Die längste Kante des Tablets entspricht der Breite des Mini-Rechners. Um exakt zu sein sind es 195,4 mm vs. 197 mm, also nur eine minimale Abweichung.

Neue Apple-Gleichung: iPad mini 6 + Mac mini = WTF!

Für ihn Anstoß eines verrückten, aber zugleich genialen Bastelprojekts. Er möchte nämlich beide Apple-Geräte zusammenbringen und sich so einen mobilen oder zumindest portablen Apple-Rechner zusammenbauen. Unter Zuhilfenahme eines 3D-Druckers entsteht so eine Art Halterahmen, ein Käfig für den Mac mini, wenn man will. Der nimmt den Rechner auf und bietet gleichzeitig noch einen beweglichen „Deckel“ für das iPad mini, angeschlossen per Duet Display. Das Tablet wird als Display und dank Touch auch als Mausersatz herhalten müssen, Apple Pencil inklusive. Tastatureingaben erfolgen kabellos mit einem Magic Keyboard (Quelle: Scott Yu-Jan).

Ist er zu Hause, können beide Geräte jederzeit wieder getrennt werden. Der Halterahmen dient somit als temporäres Zubehör auf Reisen. So kann er den Mac mini überall mit hinnehmen, ein weiteres Display wird aufgrund des iPad mini nicht benötigt. Nur eines Stromanschlusses bedarf es am Ende doch. Aber mal ehrlich: Die meisten MacBooks hängen doch eh auch am Netz. Für ihn letztlich kein Nachteil. Am Ende spart er sich die zusätzliche Anschaffung eines MacBooks.

Im YouTube-Video erklärt Scott Yu-Jan sein Projekt im Detail:

Hässlich aber cool

Unsere Einschätzung: Clever gelöst und absolut praxistauglich, wenn sicherlich auch nur für wenige Nutzerinnen und Nutzer tatsächlich geeignet. Die meisten Menschen nehmen dann doch wohl oder übel ein MacBook. Nur einen Schönheitswettbewerb gewinnt er mit seinem portablen Mac mini sicherlich nicht. Will er aber auch gar nicht. In jedem Fall dürfte er mit einem solchen „Gefährt“ die Blicke auf sich ziehen. Wer hingegen locker und lässig nur mit einem MacBook Air im Starbucks abhängt, der gilt dann im Vergleich bereits als langweiliger Spießer – jede Wette.