Da kommt einiges auf Facebook zu: Fast 40 Staatsanwaltschaften in den USA bereiten gemeinsam Klage gegen das Social-Media-Unternehmen vor. Nach Übernahmen von WhatsApp und Instagram könnte Facebook seine wachsende Macht am Markt missbrauchen – auch zum Nachteil der Nutzer.

 

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Facebook soll das Kartellrecht verletzt haben

Das sind bittere Nachrichten für das soziale Netzwerk: In den USA stehen mehrere Staatsanwaltschaften bereit, um gemeinsam gegen Facebook vorzugehen. Sie werfen dem Unternehmen aus Kalifornien vor, durch die Übernahmen von WhatsApp und Instagram eine solche Macht gewonnen zu haben, dass Facebook nun den Markt im eigenen Sinn beeinflussen könne. Das wäre nach Ansicht der Juristen ein Verstoß gegen das Kartellrecht und könnte sich damit, wie die Washington Post schreibt, zur „härtesten regulatorischen Herausforderung“ der Unternehmensgeschichte auswachsen.

Für Nutzer von Facebook, Instagram und WhatsApp gibts bereits Unterschiede: So soll etwa ein gemeinsames Messaging-Programm der drei Dienste die Kommunikation erleichtern. Die Gegner von Facebook hingegen fürchten um den Datenschutz, wenn das Unternehmen Nachrichten und Kontakte der verschiedenen Angebote zusammenführt. Anonymen Quellen der Washington Post zufolge gehe man davon aus, dass Kunden schlechteren Service sowie geringeren Schutz persönlicher Daten nach der Übernahme hinnehmen müssten.

Übernahme von WhatsApp und Instagram löst Sorge um Datenschutz aus

Außerdem erwarten die Staatsanwaltschaften unter Führung der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James, Facebook könne seine Marktmacht ausnutzen. Gegen die geballte Power des Tech-Konzerns hätten gerade alternative, neue Anbieter es schwer, sich zu behaupten. Der Social-Media-Gigant könne unliebsame Konkurrenz aus dem Markt drängen.

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Facebook sicherer machen

Kommt es dazu, erwarten die Advokaten, dass Innovationen auf der Strecke bleiben. Auch hier könnten mehr Fische im Teich Entwicklungen im Datenschutz voranbringen. Facebook hingegen verhindere mit seiner Strategie konsequent, dass neue Angebote bei den Kunden Fuß fassen können.

Facebooks Probleme mit dem Datenschutz

Es ist nicht das erste Mal, dass beim Thema Datenschutz auch der Name Facebook fällt: Schon bei der Übernahme von WhatsApp 2014 kamen Bedenken auf. Facebook hatte damals eigentlich zugesichert, die Nutzerdaten nicht zu vereinigen. Und erst kürzlich hat das Unternehmen erwogen, der EU den Rücken zu kehren – wegen der strengen Datenschutzbestimmungen.