Es ist bereits bekannt, dass Ubisoft bei Far Cry 6 einiges anders machen wird als in den Spielen zuvor. Nun wurde verraten, dass der Entwickler mit einer weiteren Tradition bricht – das könnte vielen von euch jedoch gefallen.

 

Far Cry 6

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Far Cry 6: Die Sicht verändert sich

Bis der neueste Teil der Far-Cry-Reihe erscheint, müsst ihr euch noch etwas gedulden – doch zumindest sickern immer mal wieder neue Informationen über das Spiel durch. In einem Interview verriet Narrative Director Navid Khavari zum Beispiel kürzlich, dass ihr das Spiel nicht ausschließlich aus der First-Person-Perspektive sehen werdet.

Far Cry 6 wird Momente enthalten, in denen das Spiel in die Third-Person-Perspektive wechselt. Diese Momente werden nicht nur auf Zwischensequenzen beschränkt sein, sondern auch in Kämpfen vorkommen und wenn der / die Protagonist/in Dani Royas Guerilla-Lager betritt. Ubisoft wolle Dani damit „als Charakter besser hervorheben, wobei es auch Auswirkungen auf das Gameplay gibt“, so Khavari zu Gamespot.

Vor allem der Wechsel zur Third-Person-Perspektive im Lager bedeutet dem Entwickler viel, denn der beabsichtigte Effekt ist laut Khavari die Interaktionen von Dani hervorzuheben, damit er / sie sich wie ein echter Charakter anfühlt – wie „ein Mitglied des Lagers“.

Es scheint so, als werde in Far Cry 6 viel passieren, was für die Reihe untypisch ist – im positiven Sinne.

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Originalbeitrag vom 4. Juni 2021:

Far Cry 6 ist sich selbst untreu und das gleich doppelt

Ubisoft gesteht für Far Cry 6 endlich ein, was bei den meisten ihrer Spiele schon immer zutraf. Außerdem bricht Teil 6 mit einer Tradition der Reihe und streicht ein beliebtes Gameplay-Feature.

Als Spieler verschlägt es euch in Far Cry 6 auf die Insel Yara, die recht offensichtlich in Kuba ihr reales Vorbild findet. Ein Spiel als „nicht politisch“ zu bezeichnen ist bei vielen Publishern, so auch bei Ubisoft, zu einem Reflex geworden. Doch nun schlägt Narrative Director Navid Khavari ganz neue Töne an und bricht mit der „Wir sind nicht politisch“-Tradition. Mit dem Arcade-Modus wirft Ubisoft eine weitere inhaltliche Tradition über Bord.

Far Cry 6: Gameplay Deep Dive Trailer - Die Regeln der Guerilla | Ubisoft [DE]

Kein Arcade-Modus für Far Cry 6

In einem Reddit-AMA beantworteten einige Entwickler kürzlich die Fragen der Community. Die Frage nach der Rückkehr des Arcade-Modus musste Game Director Alexandre Letendre verneinen und erklärte:

„Den Modus zu streichen, war eine schwere Entscheidung, doch sie erlaubte uns, unsere Anstrengungen auf die Hauptkampagne zu konzentrieren, um Spieler in das Herz einer modernen Guerilla-Revolution zu transportieren.“ 

Der Arcade-Modus ist ein Karten-Editor und Missions-Designer, den es schon seit dem zweiten Teil der Reihe gibt. Selbst auf der Konsole konnten Spieler hier ihrer Kreativität freien Lauf lassen und ihre Schöpfungen mit anderen teilen. In Far Cry 6 wird das nicht möglich sein.

Ein politisches Thema, aber kein Statement

Im Zuge der Enthüllung von Far Cry 6 kam selbstverständlich auch das Thema des politischen Hintergrundes wie bei vielen Ubisoft-Spielen auf. Ob nun Far Cry, The Division, Watch Dogs oder Ghost Recon, Ubisoft wehrte sich in der Regel vehement gegen die Behauptung, ihre Spiele seien politisch. Auch im Fall von Far Cry 6 erklärte Narrative Director Navid Khavari vergangene Woche in einem Interview mit The Gamer noch: „Far Cry 6 ist kein politisches Statement zu Kuba.“

Viele sahen in dieser Aussage nur wieder den Versuch, sich von jedem politischen Thema in Verbindung mit Far Cry 6 zu distanzieren. Doch Navid Khavari überraschte mit einem Blogpost und der Aussage: „Unsere Geschichte ist politisch.“ Khavari besteht zwar weiterhin darauf, kein „vereinfachtes binäres Statement zur politischen Situation in Kuba“ zu machen, räumt aber das Far Cry 6 ein Spiel mit politischen Themen ist.

Die Geschichte würde versuchen, „die politische Komplexität einer modernen Revolution in einem fiktionalen Kontext“ darzustellen. Zwar kratzen diese Aussagen nur an der Oberfläche des eigentlichen Themas - es ist jedoch im Fall von Ubisoft ein großer Schritt, den eigenen Spielen diese politische Seite überhaupt zuzugestehen.