Neben AMD und Nvidia ist auch Intel seit einigen Monaten auf dem Grafikkartenmarkt vertreten – doch der Start der ersten Modelle verlief recht holprig. Ein neuer Treiber glättet nun jedoch die Wogen, indem er dafür sorgt, dass sich die Performance in alten Spielen deutlich erhöht.

Nvidia & AMD in Bedrängnis? Neuer Arc-Treiber erhöht Grafikperformance

Nvidia und AMD haben seit einigen Monaten einen neuen Konkurrenten: Intel. Vor geraumer Zeit startete die Halbleiterschmiede seine Produktion von Gaming-Grafikkarten und buhlt seitdem ebenfalls um die Gunst der PC-Kundschaft.

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Echte Highend-Karten gibt es von Intel bislang zwar nicht – die aktuellen Modelle liegen eher im Einsteiger- oder Mittelklasse-Bereich – doch Konkurrenz belebt immerhin das Geschäft. Oder zumindest würde es das, wenn die Intel-Hardware nicht ein großes Problem hätte: Die mangelnde Performance in alten Spielen. Denn während Games mit aktuellen Grafikschnittstellen wie etwa Vulkan, DirectX 12 oder DX 11 solide Ergebnisse erzielen, ist die Leistung bei Spielen mit älteren Grafik-APIs erschreckend gering – oder zumindest war sie das bis jetzt.

Denn vor Kurzem erschien ein neues Treiber-Update für die Arc-Grafikkarten, welches sich genau diesem Problem annimmt. Mit der Treiber-Version 3953 dürfen sich Besitzer einer A770, A750 und A380 über einen FPS-Boost in Spielen mit DirectX 9 freuen – das gilt auch für Laptop-GPUs. Intel selbst spricht von Steigerungen von bis zu 80 Prozent, welche sich vor allem in Esports-Spielen wie CS:GO bemerkbar machen.

Neuer Treiber für Intel-Grafikkarten

In Starcraft 2 konnte eine Verbesserung in Full-HD von etwa 48 Prozent festgestellt werden, in League of Legends waren es 36 Prozent und in Payday 2 waren es immerhin noch 14 Prozent.

Intel Arc A770 Graphics
Intel Arc A770 Graphics
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 08.02.2023 06:12 Uhr

Mehr Leistung dank Treiber: Wie hat Intel das geschafft?

Zum Marktstart unterstützten Intels Arc-Grafikkarten die alte Schnittstelle DirectX 9 nicht nativ. Nur dank diverser Übersetzungsalgorithmen, die DirectX 9 auf modernen Schnittstellen lauffähig machen, konnten diese alten Spiele überhaupt gespielt werden. Das ändert sich mit dem neuen Treiber. Ab sofort unterstützen Arc-Karten DirectX 9 nativ. 

Während der Vorstellung wurde jedoch bereits gesagt, dass nicht jedes alte Spiel mit DirectX 9 auf die neue native Unterstützung zurückgreift. Es kann auch Fälle geben, in denen weiterhin mit den Übersetzungsalgorithmen gearbeitet wird. Intel selbst spricht von einem Hybrid-System.

Damit wird eine der größten Schwachstellen der Intel Arc-Grafikkarten also endlich beseitigt – oder zumindest abgeschwächt. Wir hoffen, dass Intel diesen Trend aufrecht halten kann und die Performance mit weiteren Treiber-Updates verbessert.