iOS 13.2.2 veröffentlicht: Apple beseitigt schwerwiegenden Fehler auf iPhone und iPad

Thomas Konrad 5

Apple hat in diesem Herbst ein Software-Update nach dem anderen veröffentlicht. Doch auch bei der neuesten Version, iOS 13.2, gibt es offenbar viel Nachbesserungsbedarf. Im Netz häufen sich die Beschwerden.

Update vom 7. November 2019: Überraschend hat Apple heute Abend iOS 13.2.2 für iPhone und iPadOS 13.2.2 zum Download bereitgestellt – zu erreichen über die Einstellungen -> Allgemein -> Sofwareupdate. Der Hersteller adressiert damit erfolgreich das mit iOS 13.2 eingeführte Problem der Hintergrundaktualisierung von Apps. Ergo: Multitasking funktioniert wieder so, wie es soll.

Nutzer müssen also nicht mehr auf iOS 13.3 warten, um eine Problemlösung zu erhalten. Davon ab bietet das künftige Service-Update noch so einige Features:

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iOS 13.3 von Apple veröffentlicht: Update für iPhone und iPad jetzt verfügbar

Ursprünglicher Artikel vom 1. November 2019:

iOS 13.2: Multitasking ist nicht zu gebrauchen

Die Kamerafunktion Deep Fusion, neue Emojis und Unterstützung für die AirPods Pro sprechen für ein Update auf iOS 13.2. Doch im Netz häufen sich Berichte über ein gravierendes Software-Problem: Sowohl auf dem iPhone als auch auf dem iPad – dort unter iPadOS 13.2 – „vergisst“ iOS den Zustand von Apps im Hintergrund. Und das so schnell, dass Multitasking kaum mehr möglich ist. Das sagt zum Beispiel Podcaster und Overcast-Entwickler Marco Arment.

Macrumors hat ähnliche Beschwerden aus dem eigenen Forum veröffentlicht. Ein Anwender beschreibt dass er die YouTube-App nur eine Minute lang verlassen habe, um eine Nachricht in iMessage zu schreiben. Als er YouTube erneut öffnete, war das zuvor ausgewählte Video verschwunden – iOS hat die App aus dem Arbeitsspeicher gekickt – auf einem iPhone 11 Pro. Auch Safari-Tabs sind laut Anwenderberichten oft betroffen.

Für die AirPods Pro ist iOS 13.2 zwingend erforderlich – hier zeigen wir den neuen Apple-Kopfhörer :

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Software-Probleme bei iOS 13: Die Ursachen liegen bei Apple

Marco Arment führt für die Software-Probleme eine simple Erklärung an: Apples Entwickler hätten nicht genug Zeit, um Fehler zu verbessern. Das höre er von seinen Kontakten im Unternehmen immer wieder. Ältere Bugs würden außerdem kaum berücksichtigt. Und: Apple habe unter Tim Cook viele neue Management-Ebenen eingeführt, zwischen denen nicht ausreichend kommuniziert werde. Kurzum: Apple hat womöglich ein strukturelles Problem, das sich derzeit in mangelnder Qualität der Software äußert. Darunter leidet die eigentlich nahezu tadellose Hardware: Auch wir haben bei unserem Test zum iPhone 11 nicht die volle Punktzahl für die Software vergeben.

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