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iPad gestrichen: Apple geizt und hat kein Herz

© Pixabay
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Wer als Student ein iPad kauft, der erhält von Apple noch bis nächste Woche kostenlos die AirPods dazu. Eigentlich, denn still und leise streicht Apple einen Passus und lässt die Kunden im Regen stehen. Ziemlich herzlos und damit Grund genug, Thema der heutigen Ausgabe meiner Wochenend-Kolumne zu sein.

Regelmäßig beschenkt Apple Studierende, deren Eltern und Mitarbeiter von Hochschulen vor dem Semesterstart mit einer kleinen Aufmerksamkeit. Auch 2020 gibt’s wieder ein Präsent. Vorausgesetzt, man erwirbt einen qualifizierten Mac oder auch ein qualifiziertes iPad. Apple spendiert dann kurzerhand die AirPods 2, wer die Pro-Variante oder die mit kabellosem Ladecase haben möchte, zahlt auch nur den Differenzbetrag – wir berichteten. Nette Geste, die aktuell aber extrem vergiftet wird.

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iPad Air ohne Beigabe der AirPods: Apple streicht Tablet von der Liste

Denn seit dem Aktionsstart im Juli, galt die Aktion eigentlich auch beim Erwerb eines iPad Air. Eigentlich, denn wie von Zauberhand verschwand jetzt kommentarlos der Hinweis aufs iPad Air auf Apples Webseite. Wer also das aktuelle iPad Air 4 kauft (nur dieses gibt es noch im Edu-Store), der geht leer aus und bekommt keine AirPods mehr geschenkt. Die Vermutung: Apple plante von Anfang an, nur den Verkauf der Vorgängergeneration zu subventionieren. Dumm für die Studenten, die dieser Tage mit dem Kauf des neuen Modells liebäugelten, abwarteten und jetzt von Apple so überraschend herzlos vor dem Kopf gestoßen werden. Ehrlich Apple, muss so etwas sein? Warum so kleinlich und voller Geiz?

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Keine Geschenke für Studenten, die sich ein neues iPad Air 4 kaufen – dabei ist es ja ein tolles Produkt:

Das neue iPad Air 4 (2020) im Video

Dem Krösus der IT-Branche würde sicherlich kein Zacken aus der Krone brechen, hätte man auch das neue Modell in der Aktion belassen. Ich meine, das gute Stück kann erst seit letzter Woche bestellt werden und die Back-to-School-Aktion von Apple läuft auch nur noch bis zum 29. Oktober. Aber nein, bei Apple kommt es auf jeden Cent an. Frei nach dem Motto: „Neue Produkte reißen uns die Deppen eh aus der Hand, müssen wir nicht noch querfinanzieren“.

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Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Meine Meinung: Hey Apple, echt peinlich!

Ein Standpunkt, der für einen Betriebswirtschaftler zwar verständlich, für die wertvollste Firma der Welt aber zutiefst peinlich ist. Persönlich verwundern tut mich diese Attitüde seitens Apple übrigens nicht, kenne ich so nämlich auch noch aus dem Handel. Bei neuen Produkten gilt da: Sei froh, dass du überhaupt was bekommst, und bleib ruhig. Handzahmer wird Apple erst dann, wenn die ehemals neuen Produkte die Mitte oder das Ende des Lebenszyklus erreicht haben. Dann hat Apple ein berechtigtes Interesse am Absatz und schlägt auch schon mal von sich aus entsprechende Aktionen vor. Nicht anders agiert Apple im aktuellen Fall – frische Brötchen werden dem Bäcker aus den Händen gerissen, das alte Brot hingegen muss mit Abschlag raus.

Ob so etwas von Apple dann im nächsten Jahr kommt? Wäre interessant:

Aber wollte Apple nicht immer anders sein? Hier hätte man mal Gelegenheit dazu gehabt. Bedauerlich, dass der Geiz am Ende doch wieder obsiegt. Bildung muss sich wieder lohnen? Kann sein, doch dieser Satz gilt in erster Linie wohl noch immer für Apple selbst. Schönen Sonntag noch und viel Freude morgen an der Uni.

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Meinungen stellen ausschließlich die Ansichten des Autors dar und sind nicht notwendigerweise Standpunkt der gesamten GIGA-Redaktion.

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