Eher friert die Höhe zu, als dass Apple Preise mal senkt. Diese Meinung dürften nicht wenige Kundinnen und Kunden haben. Warum also sollte Apple die Preise fürs kommende iPhone 15 ausgerechnet günstiger gestalten? Tatsächlich sehe ich erste Anzeichen für eine geänderte Preisstrategie des iPhone-Herstellers. Mehr dazu in der aktuellen Ausgabe der Wochenendkolumne.

In den letzten Monaten stand Apple meist wegen höherer Preise im Spotlight der Marktbeobachtung. Nie zuvor kosteten die iPhones hierzulande mehr und auch die neuen MacBook Pros und sogar der zwei Jahre alte iMac wurden zuletzt wieder spürbar teurer. Wie also komme ich zu der streitbaren Ansicht, Apple würde ausgerechnet das kommende iPhone 15 günstiger anbieten?

Vorbote fürs iPhone 15: Anzeichen für Apples geänderte Preisstrategie

Meiner Überlegung geht die Annahme einer geänderten Preisstrategie Apples voraus. Wenn ihr nämlich mal ganz genau hinschaut, wurden Apples Produkte zuletzt nicht durch die Reihe teurer. Hier und da wurde es sogar preiswerter. Beispielsweise müsst ihr für einen neuen Apple TV weniger zahlen und auch der Mac mini kostet ab sofort 100 Euro weniger. Dabei handelt es sich um „echte“ Preissenkungen Apples, da auch die Dollar-Preise im US-Heimatmarkt fielen und nicht nur hierzulande auf Währungsschwankungen zurückzuführen sind.

Günstigerer Mac mini, teueres MacBook Pro – mögliche Anzeichen für Apples neue Preisstrategie:

MacBook Pro und Mac mini 2023: Apples neue Rechner vorgestellt

Apple macht besagte Produkte also bewusst und konsequent günstiger. Alles Geräte für den normalen Endverbraucher (Consumer), nicht für den professionellen Anwender. Apples Pro-Geräte bleiben nämlich dagegen preisstabil beziehungsweise wurden aufgrund von Währungsanpassungen in Deutschland sogar teurer. Ich erkenne darin ein gewisses Schema und eine neue Strategie Apples – Consumer-Produkte werden tendenziell eher wieder günstiger, Profi-Equipment wird teurer beziehungsweise hält sich auf hohem Preisniveau.

Apple muss auf Kaufzurückhaltung reagieren

Die Gründe dafür sind offensichtlich. Vor allem die „normalen“ Kundinnen und Kunden Apples wurden zuletzt durch die hohe Inflation gebeutelt und üben sich verstärkt in Kaufzurückhaltung. Dies merkt Apple unter anderem bei den beiden Standardmodellen des iPhone 14 und auch der Mac mini war wohl zuletzt noch alles andere als beliebt. Beim Mini-Mac reagiert Apple darauf jetzt mit reduzierten Preisen. Etwas, was uns beim iPhone 15 meiner Meinung nach noch bevorsteht.

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Auch hier könnte Apple der Kaufzurückhaltung mit günstigeren Preisen entgegentreten. Eine Preisreduktion um 50 oder gar 100 US-Dollar respektive Euro könnte die Nachfrage ankurbeln. Gleichzeitig dürfte Apple aber die stark nachgefragten Pro-Modelle teurer machen. Der preisliche Abstand zwischen den Standard- und den Profi-Modellen wird so wieder größer und deutlicher. Aktuell ist der nämlich viel zu gering und die Kunden greifen lieber gleich zum nur leicht teueren iPhone 14 Pro beziehungsweise iPhone 14 Pro Max.

Möchte Apple wieder mehr von den eigentlichen Volumenmodellen absetzen, muss der Preisabstand wachsen. Apple könnte diesbezüglich an beiden Enden etwas bewirken – Preissenkung beim iPhone 15 und iPhone 15 Plus, höhere Preise beim iPhone 15 Pro und iPhone 15 Pro Max (respektive Ultra, wenn es zur Namensänderung kommt).

Hält der Trend an, wird das iPhone 15 zumindest in Europa wieder günstiger, denn der Euro legte zuletzt gegenüber dem Dollar wieder zu. Im Bild hervorgehoben das Datum der Vorstellung des iPhone 14. (Bildquelle: Google Finanzen)

Aber auch wenn ich mich irren sollte, stehen die Chancen für eine Preissenkung des iPhone 15 aktuell ganz gut, wenn auch nur in Europa. Zuletzt konnte nämlich der Euro gegenüber dem US-Dollar wieder an Wert zulegen. Bei einer Neukalkulation der iPhone-Preise zum jetzigen Zeitpunkt würde Apple entsprechend weniger verlangen. Mit etwas Glück hält dieser Trend an und wir alle zahlen in Europa wieder weniger fürs iPhone 15 als noch fürs iPhone 14.

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