Microsoft hat zwar keine Zeitmaschine erfunden, kann aber trotzdem in die Zukunft schauen: Nutzer der Textverarbeitung Word sollen bald von einer neuen Funktion profitieren, bei der das Office-Programm schon vorher weiß, was geschrieben werden soll.

 

Microsoft Word 2019

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Microsoft Word: Wortvorhersage erleichtert die Arbeit

Microsoft arbeitet derzeit an einem Update für die Textverarbeitung Word. Dieses soll im März 2021 veröffentlicht werden und die Arbeit vieler Nutzer dabei deutlich beschleunigen. Im Mittelpunkt steht dabei eine neue Wortvorhersage, die mit einer Aktualisierung allen Nutzern von Microsoft Office zur Verfügung gestellt wird.

Dem Konzern zufolge handelt es sich dabei nicht um eine einfache Vorschlagsfunktion. Stattdessen wird auf maschinelles Lernen gesetzt. Im Klartext bedeutet das: Je mehr ein Nutzer bei Word schreibt, desto präziser werden die Vorschläge. Darüber hinaus soll die Textverarbeitung den Zusammenhang von Wörtern verstehen und bessere Vorschläge machen.

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Ganz automatisiert möchte Word dann aber doch nicht in den Textfluss eingreifen. Wortvorschläge sollen während der Eingabe als grau hinterlegte Worte zu sehen sein. Nutzer können dann selbst entscheiden, ob sie den Vorschlag annehmen wollen oder nicht. Passt die Vorhersage von Word gut, dann reicht ein Druck auf die Tab-Taste. Alternativ können die Vorschläge der Textverarbeitung natürlich auch ignoriert werden.

Vom Prinzip her ähnelt Microsofts Vorgehen dem von Googles Gmail. Auch hier werden Wortvorschläge grau hinterlegt. Dazu passt die Ankündigung von Microsoft, die Wortvorschläge auch bei Outlook zum Einsatz kommen zu lassen. Außerdem neu in Word ist ein umfassender Dark Mode.

Tipps rund um Microsoft Word gibt es im Video:

Fünf Tipps für Microsoft Word: Sonderzeichen, Inhaltsverzeichnisse und Rechtschreibprüfung

Word lernt Nutzer kennen: Analyse ohne Speicherung

Da Microsoft Word mit der jetzt angekündigten Funktion seine Nutzer in gewissem Sinn auch kennenlernt, werden dabei auch Aspekte des Datenschutzes relevant.

Microsoft zufolge wird das maschinelle Lernen nur zur Analyse, nicht aber zur Speicherung genutzt. Dem Konzern nach werden Menschen die analysierten Daten nicht zu Gesicht bekommen. Nutzer können sich allerdings optional auch dazu entscheiden, die Datensammlung zu Forschungszwecken abzugeben.