Bereits zum offiziellen Markstart war die Nintendo Switch der PS4 und der Xbox One unterlegen – zumindest in Sachen Hardware. Doch die fehlende Leistungsfähigkeit der Konsole wird nun von ersten Entwicklern geschickt umgangen – dank einer Technologie, die bereits bei der Konkurrenz zum Einsatz kommt. 

 

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Hardware-Limit aufgehoben: Nintendo Switch setzt jetzt auf Streaming

Egal ob DOOM, Rocket League oder Crysis Remastered – erscheint ein Spiel nicht exklusiv für die Nintendo Switch, sieht es meist deutlich schlechter aus als auf der PS4 oder der Xbox One. Kein Wunder, schließlich kommt in der beliebten Handheld-Konsole auch schwächere Hardware zum Einsatz, um den Akkuverbrauch und die Temperaturen möglichst gering zu halten.

Einige Spiele finden mitunter gar nicht erst ihren Weg auf die Nintendo Switch, da die Entwickler sie auf der mobilen Spielekonsole kaum zum Laufen kriegen würden. Doch mit diesem Problem ist nun Schluss! Denn selbst der grafisch aufwendige Third-Person-Shooter Control hat es nun auf die Nintendo Switch geschafft – dank Game-Streaming!

Control Ultimate Edition – Cloud-Version für die Nintendo Switch (offizieller Trailer)

Anstatt die Spiele nativ auf der Konsole laufen zu lassen, wird die Nintendo Switch lediglich als Anzeige- und Eingabe-Geräte verwendet. Die Steuersignale werden über das Internet an einen Server übertragen, auf dem das eigentliche Spiel läuft, die Videodaten des Spiels dann wiederum zurück an die Konsole geschickt und auf dem Display der Switch angezeigt.

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Streaming statt selber berechnen: Die Vor- und Nachteile der neuen Switch-Technologie

Sollten weitere Entwickler auf die Streaming-Technologie setzen, könnten selbst Spiele wie das neue Watch Dogs: Legion, Assassin's Creed: Valhalla oder Call of Duty: Black Ops Cold War ihren Weg auf die Nintendo Switch finden. Der Vorteil: Wenn die entsprechenden Cloud-Server über genug Hardware-Power verfügen, dürfte die Switch-Version selbst den Varianten für Xbox Series X und PS5 visuell in nichts nachstehen. Zudem dürfte sich auch die Akkulaufzeit der Switch verlängern, da das Spiel nicht nativ auf der Konsole berechnet werden muss.

Doch es gibt auch Nachteile, die berücksichtigt werden müssen. So können die Spiele etwa nur mit einer stabilen und schnellen Internetverbindung gespielt werden. Unterwegs zocken dürfte sich in Deutschland also abseits der Großstädte als Problem entpuppen – zumal Verträge mit einer Menge Datenvolumen oftmals teuer sind.

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Was man ebenfalls nicht unterschätzen sollte, ist die dadurch entstehende Verzögerung zwischen Eingabe und Ausgabe. Da eure Steuerungsbefehle erst an einen Server übertragen, dort ausgeführt und das entsprechende Ergebnis an eure Konsole geschickt werden muss, kann es sein, dass sich die Steuerung der Spiele mitunter langsam und träge anfühlt. In ruhigeren Spielen mag das kein Problem darstellen, in schnellen Shootern könnte euch das im Multiplayer oft das Leben kosten.

Fakt ist: Dank Game-Streaming öffnet sich für die Nintendo Switch eine neue Möglichkeit, um noch mehr Spiele unterwegs spielen zu können. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass genug Entwickler davon Gebrauch machen.