Deutlich mehr Leistung bei einem gleichzeitig geringeren Stromverbrauch: Was Intel mit seinen neuen Prozessoren für Notebooks vorhat, dürfte die Konkurrenz von AMD erblassen lassen. Bei einem Prinzip hat man sich sogar von Smartphones inspirieren lassen. Erste Leistungsdaten lesen sich äußerst vielversprechend.

Intel: Neue Notebook-Prozessoren haben es in sich

Wenn es um die Leistung von Notebooks geht, dann waren echte Neuerungen in den letzten Jahren eher Mangelware. Die Revolution ist hier bislang ausgeblieben. Jetzt gibt es mit Intel aber einen Kandidaten, der für deutlich leistungsfähigere mobile Begleiter sorgen möchte. Nachdem Prozessoren der Reihe Alder Lake-S bereits im Desktop-Bereich für Furore sorgten, ist nun eine mobile Variante aufgetaucht. Diese läuft bei Intel unter der Bezeichnung Alder Lake-P.

Eines der Highlights des neuen Prozessors für Notebooks liegt bei der Anzahl der Kerne. Hier hat sich der Hersteller für 14 Einheiten entschieden. Sechs der CPU-Kerne sind dabei auf Hochleistung getrimmt, während sich die acht schwächeren um alltägliche Aufgaben kümmern sollen. Dieses „Big-Little“ genannte Hybrid-Prinzip kennen wir bereits seit Jahren von Smartphones nach ARM-Architektur. Auch hier werden leistungsfähigere Kerne hinzugeschaltet, wenn sie für anspruchsvolle Aufgaben benötigt werden. Ein solches Hybrid-Design wird auch den Stromverbrauch deutlich senken können.

Weitere Daten zum Prozessor Alder Lake-P sind laut heise online bereits in einem Benchmark aufgetaucht. Demnach soll die mittlere Taktfrequenz bei 4,3 GHz liegen, während die CPU auf einen Spitzenwert von 4,7 GHz kommt. 24 MB stehen als Level-3-Cache zur Verfügung.

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Neuer Notebook-Prozessor: Größer und schneller

Im Vergleich mit herkömmlichen Prozessoren dürfte der neue Alder Lake-P physisch größer ausfallen. Am Fertigungsverfahren hat sich hier nämlich nichts geändert, es wird entsprechend weiter auf 10 Nanometer bei den Strukturbreiten gesetzt.

Wann genau Intel seinen neuen und leistungsstärkeren Prozessor in Notebooks verbauen wird, steht noch nicht fest. Bislang handelt es sich nur um Benchmark-Ergebnisse, die sich natürlich im Alltag bewähren müssen. Konkreter sind hingegen Intels Pläne im Bereich Grafikkarten.