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Tesla-Trick bei VW: E-Auto kriegt neue Chance

Nur etwas aufpolieren reicht beim ID.3 nicht mehr. (© IMAGO / Passion2Press)

E-Autos sind zu teuer. Darüber sind sich viele Hersteller und wohl so ziemlich alle Autokäufer einig. Trotzdem bleiben die Preise meist hoch, in einigen Fällen wie bei VW sogar mit Ansage. Während die Wolfsburger in Deutschland die Preise absichtlich hoch halten, gibt es anderswo aber satte Rabatte – und das läuft gut.

 
Volkswagen
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VW nimmt sich Tesla zum Vorbild: Rabatt sorgt bei E-Auto für Durchbruch

Glücklich, wer in China einen ID.3 kauft (und fährt). Am chinesischen Markt kostet der Einstiegsstromer von VW in etwa die Hälfte dessen, was Kunden in Deutschland bezahlen müssen. Zwar sind viele Produkte in China günstiger als hierzulande. Doch den aktuellen Tiefpreis hat Volkswagen erst mit dem jüngsten Preisrutsch erreicht – und hat damit Erfolg.

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In China sind die Verkaufszahlen nämlich seit Beginn des jüngsten Rabatts im Juni in die Höhe geschnellt. Gut 10.000 ID.3 soll VWs China-Sparte in Kooperation mit dem chinesischen Autobauer SAIC innerhalb von rund einem Monat verkauft haben (Quelle: Insideevs). Im Vergleich zum Vormonat vervierfacht sich der Absatz damit. Das vermeintliche Minus, das man durch den Rabatt pro Fahrzeug macht, dürfte so mehr als wieder wettgemacht worden sein.

Nicht nur VW bekommt mit der chinesischen Konkurrenz Probleme:

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Derzeit kostet der ID.3 für chinesische Kunden ab 125.900 Yuan, umgerechnet knapp 16.000 Euro. In Deutschland hingegen startet das Modell erst ab 39.995 Euro. Aus Sicht von Volkswagen allein betrachtet ist das ein starkes Plus. Gegen die einheimische Konkurrenz kommen die Wolfsburger damit aber noch lange nicht an.

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Der ID.3-Klon Dolphin von Chinas erfolgreichstem E-Auto-Bauer BYD verkaufte sich mit 29.081 Einheiten im Mai deutlich besser. VW schaffte in dem Monat gerade einmal 2.556 Einheiten des Originals.

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Das offensichtlichste Problem von VW: Der BYD Dolphin ist damit selbst nach der aktuellen – und zeitlich begrenzten – Rabattaktion noch knapp 1.000 Euro günstiger. Gleichzeitig bringt das chinesische E-Auto bei Software und Ausstattung ein viel höheres Niveau mit und setzt weit mehr auf Funktionen und Features, die chinesische Kunden gerne sehen.

VW zieht aus Rabatt-Erfolg noch nicht die richtigen Schlüsse

Felix Gräber
Felix Gräber, GIGA-Redakteur, Experte für E‑Autos, Mobilität und Verbraucher-Themen

Kein Wunder also, dass VW mit einem deutlich günstigeren Preis für den ID.3 in China Erfolge feiert. Das bessere Produkt hat man nicht mehr zwangsläufig, also muss das bessere oder zumindest ein gleichwertiges Angebot her. Ob das auch hierzulande Schule macht, wo VW Reduzierungen für seine E-Autos bisher ausschließt? Ich fürchte, dazu muss die Situation noch viel ernster werden. Wenn die Chinesen mit ihren günstigen Modellen erstmal richtig in Europa angekommen sind, müssen VW und Co. aber sehen, wo sie bleiben.

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