Ubisofts NFT-Vorstoß stößt bei Gamern nicht auf besonders große Begeisterung. Ein kürzlich veröffentlichter Trailer wurde von der Community auf YouTube mit Dislikes überhäuft.

 
Ghost Recon: Breakpoint
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Ghost Recon: Breakpoint

Richtigstellung vom 11. Dezember:

Ubisoft hat in einer Nachricht an unsere Redaktion klargestellt, dass das Quartz-Video nicht reaktiv wegen der großen Menge an Dislikes von YouTube gelöscht wurde, Das Video wurde auf der Quartz-Website eingebettet und von vornerein mit nicht „öffentlichem Status“ veröffentlicht, um die Zuschauerzahlen vor allem auf die Quartz-Website zu lenken.

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Originalmeldung vom 10. Dezember 2021:

Ubisoft hat den Trailer für die NFT-Mikrotransaktionen im Taktik-Shooter Tom Clancy's Ghost Recon Breakpoint vom nordamerikanischen YouTube-Kanal entfernt. Das Video lässt sich nun nicht mehr ohne Weiteres auf der Seite aufrufen. Ausschlaggebend für den Schritt waren vermutlich die insgesamt ausgeprochen negativen Reaktionen auf das umstrittene Krypto-Feature. Mit über 22.000 Dislikes und nur knapp über 1.000 Likes wurde der Trailer auf YouTube von der Community in der Luft zerrissen. (Quelle: VGC)

Darüber hinaus gibt es jedoch aktuell keine Anzeichen dafür, dass Ubisoft die NFT-Offensive in seinen Spielen überdenken wird.

Originalmeldung vom 9. Dezember 2021:

Nach Lootboxen halten nun offiziell neue Mikrotransaktionen Einzug in Mainstream-Videospiele. Ubisoft macht den unrühmlichen Anfang und integriert NFTs (Non-Fungible Tokens) in den Taktik-Shooter Tom Clancys Ghost Recon Breakpoint. Spieler können sich nun im Spiel nummerierte kosmetische Inhalte mit Krypto-Währung kaufen und nach Belieben weiterverkaufen.

Ubisoft Quartz: Publisher zwängt NFTs in Taktik-Shooter

NFTs sind sogenannte Non-Fungible Tokens und bezeichnen im Wesentlichen Besitzzertifikate von digitalen Inhalten, die mit Krypto-Währung gekauft werden. Diesen Zertifikaten wird gewöhnlich ein künstlicher und intransparenter Wert zugeschrieben, ohne dass sich der Besitz der digitalen Inhalte darüber hinaus auf eine fassbare Art und Weise erkennbar macht. Zudem stehen NFTs wegen der hohen Umweltbelastung durch die Krypto-Blockchains in der Kritik.

Ubisoft hat sich davon jedoch nicht beeinflussen lassen und Ubisoft Quartz eine Initiative gestartet, bei der Spieler NFTs (Ubisoft nennt sie Digits) mit Kryptowährung kaufen können. Im Fall von Tom Clancy's Ghost Recon Breakpoint nehmen diese Digits die Form von nummerierten kosmetischen Gegenständen an – ab dem 9. Dezember 2021 sind ein Helm, ein Sturmgewehr und ein Paar Hosen verfügbar. (Quelle: Ubisoft)

Ghost Recon Breakpoint bekommt neue Mikrotransaktionen

Mit den Digits schlägt Ubisoft ein neues Kapitel in der Monetarisierung von Mainstream-Videospielen auf. Während andere Publisher wie EA bisher nur laut über die Implementierung von NFTs nachgedacht haben, macht Ubisoft in Ghost Recon Breakpoint bereits den ersten Schritt. Der Publisher behauptet auf der Website, Spielern mit der Quartz-Initiative mehr Kontrolle zu ermöglichen. Tatsächlich sind NFTs in dem Videospiel zunächst einmal allerdings nichts weiter als limitierte kosmetische Inhalte, die vom Publisher kostenpflichtig zur Verfügung gestellt werden. Worüber Spieler durch die NFTs mehr Kontrolle bekommen sollen, ist zu diesem Zeitpunkt deswegen unklar – in jedem Fall scheint damit nicht das eigene Bankkonto gemeint zu sein.

In unserem Video zeigen wir euch die fünf kuriosesten Kryptowährungen:

5 kuriose Kryptowährungen Abonniere uns
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Ubisoft integriert als erster Triple-A-Publisher NFTs in eines seiner Spiele. Im Shooter Tom Clancy's Ghost Recon Breakpoint können Spieler ab dem 9. Dezember limitierte kosmetische Inhalte gegen Kryptowährung kaufen und weiterverkaufen.