Xiaomi hat sich in den letzten Jahren zu einem der größten Smartphone-Hersteller der Welt hochgearbeitet. Mit Android nutzt das chinesische Unternehmen ein Betriebssystem, das sehr viele Freiheiten bietet. Das passt nicht jedem Entwickler. Zum Glück hat Google früh reagiert und die Schwächen des Vorschlags von Xiaomi aufgezeigt.

 
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Xiaomi-Handys sollen keine APKs mehr entpacken können

Google und Xiaomi arbeitet mittlerweile seit vielen Jahren eng zusammen und so auch am Android Open Source Project, wo Entwickler Ideen, Anregungen und Änderungswünsche vortragen können. Das hat Xiaomi gemacht und vorgeschlagen, dass normale Endnutzer doch bitte keine APK-Dateien mehr auf ihren Android-Smartphones entpacken dürfen (Quelle: 9to5google).

Als Begründung für diesen Schritt wird aufgeführt, dass Xiaomi die Privatsphäre schützen möchte. Für Endnutzer wie euch würde das aber bedeuten, dass ihr keine APK-Dateien mehr entpacken könnt. Wollt ihr euch als eine App oder ein Spiel installieren, das nicht im Google Play Store verfügbar ist oder dort Probleme macht, dann hättet ihr dazu keine Möglichkeit mehr. Genau so ist es beispielsweise auf einem iPhone. Ihr hättet nur noch Zugriff auf Apps und Spiele über den Play Store.

Ein Google-Mitarbeiter hat Xiaomi dann die Schwachstelle der Idee erklärt. Versierte Nutzerinnen und Nutzer würden sich dann nämlich einfach eine freiere Android-Version installieren und könnten so weiterhin APKs entpacken und aufspielen. Damit hätte Xiaomi im Endeffekt genau das Gegenteil von dem erreicht, was man erreichen wollte. Dann ist nämlich das gesamte Smartphone in Gefahr und nicht nur die eine App, die man sich aus einer fremden Quelle zieht.

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Xiaomi geht wichtige Kooperation ein

Während die Idee von Xiaomi zumindest vorerst vor Tisch ist, hat das chinesische Unternehmen eine wichtige Kooperation verkündet. Beim nächsten Top-Smartphone wird man mit Leica zusammenarbeiten. Das Xiaomi 12 Ultra könnte also ein neuer Kamera-König werden.