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H-Kennzeichen: Steuer, Vorteile und Voraussetzungen

H-Kennzeichen gefällig? Das solltet ihr wissen, bevor ihr einen Oldtimer zulasst. (© Getty / Stadtratte)
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Das H-Kennzeichen wurde 1997 in Deutschland eingeführt und schmückt historische Autos, Motorräder und andere Kraftfahrzeuge. Hier erfahrt ihr alles über die Vorteile und Nachteile, fällige Steuern sowie Voraussetzungen für die besonderen Nummernschilder. 

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Ab wann kann ein H-Kennzeichen beantragt werden?

Ein H-Kennzeichen (das „H“ steht für historisch) ist für Oldtimer vorgesehen, die vor mindestens 30 Jahren zum ersten Mal zugelassen wurden.

Besitzt ihr also ein Auto, dessen Baujahr 1994 oder älter ist (Stand: Juli 2024), könnte es theoretisch ein H-Kennzeichen bekommen. Das Gleiche gilt übrigens auch für alte Motorräder oder Lastkraftwagen.

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Voraussetzungen für ein H-Kennzeichen

Welche Voraussetzungen muss euer Auto erfüllen, um offiziell als Oldtimer zu gelten und mit einem H-Kennzeichen geschmückt zu werden? Im Grunde sind das folgende drei Bedingungen:

  • eine gültige Kfz-Haftpflichtversicherung
  • eine gültige Hauptuntersuchung (HU)
  • ein Oldtimer-Gutachten nach § 23 StVZO
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Beim Oldtimer-Gutachten wird von einem anerkannten Sachverständiger geprüft, ob das Fahrzeug als kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut gilt, wie es die Richtlinie für die Begutachtung nennt.

Vor allem der Originalzustand sowie die Pflege und Erhaltung des Kfz sind ausschlaggebend, ob euer Auto oder Motorrad als Oldtimer bezeichnet werden kann.

Vorteile eines H-Kennzeichens

Für gewöhnlich werden Oldtimer besonders schonend behandelt, weshalb sie weniger häufig auf der Straße fahren und damit seltener in Unfällen verwickelt oder schlechten Witterungsverhältnissen ausgesetzt sind.

Vorteile eines H-Kennzeichens sind damit zum Beispiel günstigere Steuer- und Versicherungsbeiträge. Ein PKW kostet euch als Oldtimer nur etwa 192 Euro im Jahr, die Kfz-Steuer für ein Oldtimer-Motorrad oder ein landwirtschaftlicher Traktor liegt sogar nur bei 46 Euro.

Hinweis: Für Kleinwagen mit einem Hubraum von bis zu 700 ccm könnte ein normales Kennzeichen mit regulärer Kfz-Steuer günstiger sein als die Kosten für einen Oldtimer.

Außerdem sind Fahrzeuge mit einem H-Kennzeichen von Umweltauflagen befreit. Ihr könnt also auch ohne Umweltplakette durch Umweltzonen in deutschen Städten fahren. Auch ein Katalysator muss nicht nachgerüstet werden.

Gibt es Nachteile eines historischen Nummernschildes?

Ein Oldtimer mit H-Kennzeichen bietet nicht nur Vorteile. Allerdings halten sich die folgenden Nachteile in Grenzen und dürften nur in Ausnahmefällen wirklich ausschlaggebend sein.

  • Der Prozess der Zulassung eines Oldtimers ist im Vergleich zur üblichen Zulassung sehr umfangreich und zeitaufwendig.
  • Einige Versicherungen schreiben eine maximale Fahrleistung von 10.000 Kilometern pro Jahr vor.
  • Nach der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV), muss sich euer Oldtimer größtenteils im Originalzustand befinden. Nur begrenzte Umbauten sind erlaubt – zum Beispiel die Restaurierung von Originalteilen.
  • Die Kosten des Bewertungsgutachtens (§ 23 StVZO) sind vom Fahrzeughalter selber zu tragen
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Wollt ihr Veränderungen an der Abgasanlage oder der Lackierung sowie eine Art von Tuning wie neue Felgen vornehmen, wird euer Auto später durch das Gutachten fallen und kein H-Kennzeichen erhalten.

Geschätzte Kosten einer Zulassung mit H-Kennzeichen

Der Preis einer H-Zulassung ist natürlich abhängig von verschiedenen Anbietern und der Region, in der ihr wohnt. Generell solltet ihr aber mindestens 250 bis 400 Euro einkalkulieren, wenn ihr ein Auto oder Motorrad als Oldtimer anmelden wollt.

Am teuersten dürfte das Oldtimer-Gutachten sein, für das ihr gerne 100 bis 200 Euro zahlen müsst. Hinzu kommen etwa 40 Euro für die Zulassung, 120 Euro für die Hauptuntersuchung und 40 für das Kennzeichen selber.

Wie angemerkt, können die Preise natürlich variieren. Wollt ihr ein Motorrad mit H-Kennzeichen zulassen, wird der genannte Preis ebenfalls etwas niedriger ausfallen.

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