Zurück aus Los Angeles – Meine Nachrede zur Stadt der Engel

Kamal Nicholas 16

Kaum zu glauben, dass mein dreimonatiger Aufenthalt im warmen Los Angeles schon wieder vorbei ist. Nun sitze ich also wieder im kalten Berlin (endlich aber wieder unter Kollegen) und muss mich erst einmal mit dem Winter abfinden. Zeit für mich also, ein kleines Resümee zu ziehen.

Zurück aus Los Angeles – Meine Nachrede zur Stadt der Engel

Los Angeles ist anders, oh ja. Es war für mich nun nicht das erste Mal, dass ich mich gleich für drei Monate in der sonnigen Metropole Kaliforniens niedergelassen habe. L.A. ist für mich kaum mit einer anderen Stadt der Welt zu vergleichen, zumindest nicht mit Städten, die ich bisher selbst bereisen konnte. Nachdem ich in meiner ersten Bestandsaufnahme bereits über einiges der Stadt berichtet habe, folgt hier nun also meine Nachrede.

Los Angeles: So schreibt man Vielfalt

Natürlich ist Berlin auch eine recht internationale Stadt, was vor allem an den vielen Touristen liegt, die aus der ganzen Welt hierher kommen. Doch Los Angeles ist anders. Während viele andere Städte zwar Heimat für eine Vielzahl an Nationalitäten darstellt, die mehr oder weniger zusammen in diesen leben, ist das Stadtbild von L.A. von den unterschiedlichsten Communities geprägt. Von der Westküste mit Santa Monica, Malibu und Venice mit seinen Räucherstäbchen-schwingenden Neo-Hippies, veganen Yoga-Fans, und neureichen „Schönheits“-Operierten über Culver City und Westwood nach Korea Town, Little Armenia, Downtown bis raus nach Pasadena und Glendora gibt es so unglaublich viel zu entdecken, dass es einem schier den Atem verschlägt.

Natürlich bezieht sich das auch auf das Essen. Wer auf der Suche nach authentischem Essen aus der ganzen Welt ist, ist hier genau richtig. Man, was hab ich gut gegessen. Und ich habe dieses Mal nicht einmal zugenommen. Mittlerweile kann man sich in Los Angels auch problemlos äußerst gesund ernähren und auch Veganer und Vegetarier werden hier ein unglaublich großes Angebot der unterschiedlichsten Nahrungsmittel finden.

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Das Herausfordernde und zugleich Beeindruckende an der Stadt ist, dass sich der Wechsel von einem Gesicht der Metropole zu einem anderen nicht etwa gemächlich vollzieht, sondern dass das ganz plötzlich geschieht. Manchmal ist es nur eine Straße, die eine Seite der Stadt von einer komplett anderen trennt: Während man gerade noch in einem hauptsächlich koreanischen Viertel unterwegs war, wo auch sämtliche Schilder, Läden und Restaurants koreanischer Natur sind, sind es wenige Straßen weiter auf einmal nur noch Mexikaner, die einem auf der Straße begegnen. Und kurze Zeit später kann man Hipstern dabei zuschauen, wie sie ihre Vollbärte und Dutts in angesagte Cafés schleppen, um dort über ihren Ultra- und MacBooks an neuen Startup-Ideen zu arbeiten.

Was die Stadteile in Los Angeles sind, ist die Natur des Umlandes. Ob Joshua Tree National Park, der Pacific Coast Highway oder die zahlreichen Canyons in der Nähe, auch hier gibt es so wahnsinnig viel zu sehen.

Los Angeles: Freundlich und warm

Immer wieder sagen vor allem Deutsche, wie oberflächlich die Amis doch seien. Und ich muss mich dabei immer fragen: In welcher Großstadt in Deutschland sind die Leute bitte nicht oberflächlich, solange man sie nicht kennt? Und meistens kommt in Deutschland dann noch eine gewisse Unfreundlichkeit oder sogar Arroganz dazu. Nicht so in Los Angeles. Ja, die Leute sind oft oberflächlich und materialistisch, doch sie sind auch vor allem eins: Extrem freundlich und zuvorkommend. Und das tut gut. So kann es passieren, dass man an einem etwas einsamen Strand herumläuft und man dann von einem Pärchen in ihren 40igern gegrüßt wird und der Mann einem mitteilt, dass er eure lila Shorts mag, weil ihm die Farbe Lila gefällt (ja, das ist mir passiert). Gelächelt und gegrüßt wird ständig, was letzten Endes dazu führt, dass man sich vor allem als eines fühlt: Beachtet.

Los Angeles ist die Stadt des hervorragenden Services, dabei ist es ganz egal, ob man in einem etwas teureren Restaurant gastiert oder ob man bei einem günstigen Imbiss einkehrt. Die Kellner sind so gut wie immer freundlich, haben ein Lächeln auf den Lippen und sorgen so dafür, dass man sich als Gast gut fühlt und auch gerne etwas mehr Trinkgeld gibt. Ja, in Deutschland gibt es das auch, vor allem in Berlin vermisse ich so etwas aber sehr oft.

Und zum Wetter muss ich eigentlich nicht viel mehr sagen als: Sonne. Und zwar viel davon. Meine letzte Woche war von Temperaturen um die 25 Grad gekennzeichnet, ich kann es kaum glauben, dass ich erst vor ein paar Tagen noch in den (allerdings sehr kalten) Pazifik gesprungen bin. Doch nicht nur die Sonne als solches, sondern auch das Licht selbst spielt eine unglaublich wichtige Rolle. Fast täglich gibt es unglaublich beeindruckende Sonnenuntergänge zu sehen, an die ich mich wehmütig erinnere…

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Auf Seite 2 geht es noch ein bisschen  weiter mit meinen Ausführungen

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