Was muss man bei Installieren von OS X 10.8 Mountain Lion beachten? Wir geben euch praxisnah Tipps zum Start des Berglöwen und sagen euch wie lang die Installation dauert und was bei auftretenden Problemen zu tun ist.

OS X 10.8 Mountain Lion: 10 Tipps zum Start des Berglöwen

Apples neues Betriebssystem OS X 10.8 Mountain Lion steckt voller neuer Funktionen. Einige sind öffensichtlich, manche jedoch befinden sich eher im Verborgenen. Wir geben Tipps im Umgang mit der Raubkatze und zeigen beispielsweise, wie man seinen Mac zum Diktat bittet.

10 Tipps zum Start des neuen Betriebssystems

Tipp 1: Disk-Image sichern

Der erste Tipp ist vielmehr ein Hinweis. Und den sollte man bereits beachten, bevor man OS X Mountain Lion installiert. Denn wer den Installer aus dem Mac App Store lädt, hat die (fast) einmalige Chance, sich das Disk-Image zu sichern. Daraus lässt sich dann beispielsweise ein bootfähiger USB-Stick erstellen. Damit kann man das System auf anderen Macs installieren, ohne es erneut herunterladen zu müssen.

Wie das geht, zeigen wir in unserem Artikel OS X 10.8 Mountain Lion: Bootfähigen USB-Stick erstellen.

Tipp 2: kostenlos SMS schreiben

Zugegeben, die meisten Anwender dürften es längst herausgefunden haben. Für alle, die es noch nicht wissen: Mithilfe der Nachrichten-App lassen sich nun iMessages vom Mac aus kostenfrei an iPhone-Anwender senden. iMessage sind das Bindeglied zwischen iOS und OS X und räumen auf mit dem bisherigen Chaos an Chat- und Videotelefonie-Clients.

Tipp 3: Mitteilungszentrale jederzeit aufrufen

Apples Mitteilungszentrale lässt sich standardmäßig über ein Symbol ganz rechts in der Menüleiste aufrufen. Allerdings gibt es einen noch komfortableren Weg – und der funktioniert auch, wenn man sich in einer Vollbild-App befindet. Wischt man auf dem Trackpad eines Notebooks oder dem Magic Trackpad nach links, fährt die Zentrale am rechten Bildschirmrand zugriffsbereit heraus.

Die Mitteilungszentrale haben wir uns im Vorfeld bereits einmal genauer angesehen.

Tipp 4: Webseiten offline lesen

Safari bringt in OS X 10.8 Mountain Lion einige Neuerungen mit sich. Wir haben dem Browser bereits eine Screencast-Episode gewidmet. Eine sehr nützliche neue Funktion steckt in der Leseliste. Sie speichert neuerdings auch ganze Webseiten (und nicht nur Links). Wer mit seinem MacBook reist und nur selten einen Internetzugang hat, kann Internetseiten speichern und in Zeiten ohne Internet darauf zurückgreifen.

Weitere Neuerungen in Safari zeigt unser Screencast.

Tipp 5: Safari mit Tabs à la iOS

Viele moderne Browser bieten dem Anwender eine Vorschau der geöffneten Tabs. Auf dem iPhone gab es die Tab-Ansicht seit der ersten Stunde. Safari 5.2 übernimmt diese Funktion: Anwender können sich die geöffneten Tabs nebeneinander aufgelistet ansehen. Die Tab-Ansicht öffnet man mit einer Zoom-Geste. Um zwischen Tabs zu wechseln, wischt man nach links oder rechts. (Bild: Apple.com)

Die Tipps 6 bis 10 gibt es auf der nächsten Seite.

Tipp 6: AirPlay ersetzt Airport Express

Mit Apples AirPlay-Technologie lässt sich der Bildschirminhalt des Macs am heimischen HDTV ausgeben. Allerdings gibt es ein weiteres Einsatzgebiet von Airplay: Audiostreams. Wer also den Kauf eines Audio-Systems in Betracht zieht, kann sich nach Airplay-fähigen Systemen umsehen. Ohne zusätzliche Hardware lassen sich Musik, Podcasts und andere Medieninhalte drahtlos an die Lautsprecher senden.

Tipp 7:  Schreiben ist silber, Reden ist gold

Apples Sprachassistent Siri hat es auf den Mac geschafft, in Teilen zumindest. Anwender können nun Texte diktieren. Die Trefferquote wird laut Apple besser, wenn man die Funktion oft verwendet. Diktieren kann man in jedem Eingabefeld. Der Anwender startet das Diktat standardmäßig, indem er beide Befehlstasten (cmd) drückt.

Tipp 8: Gatekeeper – ein sicherer(er) Mac mit einem Klick:

Macs sind sicher, heißt es landläufig. Dem ist im Allgemeinen wenig zu entgegnen. Wer beispielsweise einem unbedarften Anwender, den Eltern oder sich selbst einen Mac einrichten möchte, kann jedoch in puncto Sicherheit dank Gatekeeper noch einen Schritt weitergehen: Im Bereich Sicherheit der Systemeinstellungen lässt sich unter Allgemein festlegen, woher die Software kommt, die man installieren will: zum Beispiel nur aus dem Mac App Store. Einschränken lässt sich die Auswahl auch auf den Mac App Store und Entwickler, die bei Apple gemeldet sind. Die Installation dubioser Software unbekannten Ursprungs ist damit ausgeschlossen. (Bild: Apple.com)

In Bild und Ton gibt es Gatekeeper im folgenden Video.

Tipp 9: Schönheitsschlaf für MacBooks:

MacBooks halten ab sofort Schönheitsschlaf. Soll heißen: Wenn das Apple-Notebook in den Ruhezustand versetzt wird, ist mit Arbeiten lange nicht Schluss. Schließlich will der Anwender ein aktuelles, frisches System, wenn das Gerät aufwacht. Power Nap, also Kraftnickerchen, nennt Apple die neue Funktion. MacBooks aktualisieren im Ruhezustand das Mail-Konto, iCloud-Dienste wie Kontakte, Kalender, Erinnerungen, Notizen, den Photo Stream und Dokumente in der Cloud. Time Machine und die Softwareaktualisierung werden aktiv, wenn der Mac mit dem Stromnetz verbunden ist.

Tipp 10: iCloud überall nutzen

Mountain Lion arbeitet noch enger mit Apples iCloud zusammen. Wer beim Einrichten des Systems die für die iCloud verwendete Apple-ID angibt, muss  kaum noch etwas konfigurieren. Automatisch werden geöffnete Tabs mit iPhone und Co. abgeglichen. Außerdem klingt sich die Wolke nun auch beim Sichern von Dokumenten ein. Der Sichern-Dialog bietet zusätzlich zur lokalen Festplatte eine Übersicht über Dateien und Ordner in iCloud.

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Mountain Lion: So lange dauert die Installation

Während viele Mac-Nutzer den heutigen Tag dazu nutzen, um ihre Maschinen auf OS X Mountain Lion zu aktualisieren, sind sicherlich noch viele Anwender skeptisch oder haben schlichtweg nicht die Zeit für die Installation. Wie lange diese im Schnitt dauert und wie viel Zeit man sich mindestens nehmen muss, zeigt ein kleiner Vergleich.

Wie die Grafik von Tekserve (via 9to5Mac) zeigt, sind – wenig überraschend – die mit einer SSD ausgestatteten Macs deutlich schneller als die mit einer herkömmlichen Festplatte ausgestatteten Modelle. Dauert das Update eines aktuellen MacBook Air mit einer SSD höchstens 17 Minuten – beim Retina MacBook Pro sind es nur 13 Minuten – müssen bei anderen Modellen mindestens 40 Minuten eingerechnet werden.

Wie Macminicolo via Twitter berichtet, dauert das Update eines Mac mini im Schnitt 40-55 Minuten:

Wer bislang also immer noch nicht davon überzeugt war, wie viel schneller eine SSD ist: Hier ist ein weiterer Beweis. Wer sich also einen Gefallen tun will und dem möglicherweise älteren Mac Beine machen will, sollte über die Installation einer SSD nachdenken.

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OS X 10.8 Mountain Lion: Bootfähigen USB-Stick erstellen – Anleitung

Apples neues Betriebssystem OS X 10.8 Mountain Lion können Anwender nun über den Mac App Store beziehen. Wir zeigen, wie man einen bootfähigen USB-Stick erstellt. Damit lässt sich das System ohne erneutes Herunterladen auf anderen Macs installieren, sogar in Form eines Clean-Installs.

Für wen ist ein bootfähiger USB-Stick interessant?

1. Clean-Install nur mit Mountain Lion-Stick möglich

Mit OS X 10.7 Lion endete eine Ära endgültig, nämlich die des Clean-Installs. Voraussetzung für Lion war Snow Leopard. Mit dem Erwerb des neuen Systems durch den Mac App Store wurde der Mac lediglich auf Lion umgestellt. Das System komplett neu aufzusetzen, war ohne Weiteres nicht möglich.

Diesbezüglich hat sich mit Mountain Lion nichts geändert. Den Berglöwen will Apple nur über den Mac App Store anbieten, hieß es im Vorfeld. Ein Clean-Install, also ein Neuaufsetzen des Systems, fällt damit flach. Umgehen lässt sich die Problematik jedoch mithilfe eines bootfhähigen USB-Mediums, egal ob Stick oder Festplatte. Mit ihm kann man Macs komplett neu aufsetzen, wie man es beispielsweise noch von Mac OS X 10.5 Leopard kennt.

2. Regionen mit langsamem Internet im Nachteil

OS S 10.8 Mountain Lion ist stattliche 4,34 Gigabyte groß. Je nach Internetverbindung kann es gerne einmal mehrere Stunden dauern, den Installer herunterzuladen. Hinzukommt bei einem Produktstart wie dem von Mountain Lion, dass Server an ihre Grenzen stoßen und die Downloadzeiten so in die Höhe treiben. Was bei einem Mac bereits Nerven und Geduld strapaziert, wird bei mehreren Geräten zur Tortur. Im Zeitalter schneller DSL-Anbindungen sieht Apple das Internet als Hauptvertriebsweg für seine Software-Produkte. Zwar kommt der Hersteller den Anwendern in puncto Komfort entgegen, vergisst aber offenbar, dass es auch Anwender ohne angemessen schnelle Internetzugang gibt.

Achtung: Stick vor der Installation erstellen!

Voraussetzung für das Erstellen eines bootfähigen USB-Sticks ist das Installer-Programm. Wer Mountain Lion im Mac App Store kauft, lädt diesen Installer. Es ist hierbei von zentraler Bedeutung, diesen Installer nicht direkt auszuführen. Dann nämlich besteht kein Zugriff mehr auf die Disk-Image-Datei, die für das Erstellen des USB-Sticks benötigt wird. Nach der Installation nämlich verschwindet der Installer.

USB-Stick: 8 Gigabyte sollten es sein
Knapp vier Gigabyte groß dürfte das Installationspaket von OS X 10.8 Mountain Lion sein. Dennoch sollte man einen 8 Gigabyte-großen USB-Stick verwenden. Wer keinen hat, muss dafür nicht mehr als zehn Euro ausgeben. Wer keinen USB-Stick zur Hand hat, eine externe Festplatte nicht anderweitig benötigt, kann auch sie nutzen.

Es folgt die Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Erstellen eines bootfähigen USB-Mediums für OS X 10.8 Mountain Lion.

Schritt eins: Mountain Lion laden und Disk-Image-Datei sichern

Mountain Lion vertreibt Apple exklusiv über den Mac App Store. Der Anwender kauft und lädt die Software. Nach abgeschlossenem Download befindet sich eine Installer-App im Programme-Ordner des Benutzers. Ein Rechtsklick und Paketinhalt anzeigen offenbart den wahren Inhalt des Installers. Der Pfad Contents/SharedSupport führt zum Ziel, nämlich zur Datei InstallESD.dmg.

Die Datei kopiert man beispielsweise auf den Schreibtisch.

Mountain Lion bereits geladen und installiert?

Besteht kein Zugriff mehr auf die Installer-App, gibt es einen Trick, diese erneut zu laden. Dieser funktioniert offenbar jedoch nicht bei jedem Anwender. Im Mac App Store öffnet man den Bereich Einkäufe. Mit gedrückter Alt-Taste wählt man Mountain Lion aus. Nun sollte auf der Produktseite erneut ein “Laden”-Button erscheinen.

Schritt zwei: USB-Stick löschen und mit Image wiederherstellen

Zunächst öffnet man das Festplattendienstprogramm unter Programme/Dienstprogramme. Der verbundene USB-Stick taucht hier in der Seitenleiste auf (1.). Nun wählt man den Reiter Löschen (2.), stellt als Format Mac OS Extended (Journaled) ein, gibt dem neuen Laufwerk einen Namen und klickt Löschen…(3.). Der Stick wird nun gelöscht und neu formatiert.

Im zweiten Schritt wird der USB-Stick wiederhergestellt, die vorhandene Partition wird sozusagen durch die Disk-Image-Datei ersetzt. Erneut wählt man in der Seitenleiste den USB-Stick (1.), diesmal aber den Reiter Wiederherstellen (2.). Der Anwender klickt nun auf Image… (3.) und wählt die zuvor gesicherte Datei InstallESD.dmg aus. Sie lässt sich alternativ auch direkt in das Feld ziehen. Als Zielmedium wählt man den USB-Stick, genauer gesagt die neu erstellte Partition. Man bewegt sie entweder vom Schreibtisch oder aus der Seitenleiste (unter dem blau markierten Eintrag im Bild) in das dafür vorgesehene Feld. Fehlt nur noch der Klick auf Wiederherstellen. In etwa 20 Minuten ist der bootfähige Stick fertig.

Schließt man ihn an einen Mac an, verhält er sich wie einst die Mac OS-Installations-DVDs. Der Anwender kann dann die Installation starten.

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OS X Mountain Lion: Probleme bei Installation in einigen Apple Stores

Heute erscheint OS X Mountain Lion. Wer das neue Betriebssystem zunächst in einem Apple Store ausprobieren möchte, könnte aber vor einer Enttäuschung stehen: Offenbar hatte Mitarbeiter einiger Stores Probleme, Mountain Lion auf den ausgestellten Rechnern zu installieren.

Die Website 9 to 5 Mac berichtet von Installationsproblemen in diversen Apple Stores – ohne im Einzelnen zu erklären, um welche Stores es sich handelt und was für ein Problem genau aufgetreten ist.

Nachdem die Seite den Artikel zu diesem Problem veröffentlichte, berichtete ein Leser, dass er die Probleme “live” miterlebt habe: Er habe sich vor einen Apple Store gestellt, um die Mitarbeiter bei der nächtlichen Installation zu beobachten. Zwischendurch ging einer der “Genius Bar”-Mitarbeiter aus dem Store heraus, um zu telefonieren – und sprach von einem “Clusterfuck“, was sich frei als “Super-GAU” übersetzen lässt. Der Mitarbeiter habe dann seinem Gegenüber noch erklärt, dass er nicht wisse, wie er und seine Kollegen das Problem noch zeitnah genug beheben können.

In den Stores, in denen die Installation funktioniert hat, werde Apple derweil neben jedem MacBook Air ein iPhone 4S platzieren, damit die Besucher die tiefere Integration von Mountain Lion mit iCloud ausprobieren können.

OS X Mountain Lion wird im Laufe des tages für 15,99 Euro im Mac App Store erhältlich sein. Das Betriebssystem bringt einige Neuerungen, die iOS-Funktionen auf den Mac bringen – beispielsweise die Mitteilungszentrale oder die Apps Kontakte, Notizen und Kalender.

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Mountain Lion: Hinweis für Auto-Install-Funktion im Mac App Store

Wer eine App-Store-App auf einem iPhone kauft, findet diese kurz später auch auf seinem iPad wieder – wenn die entsprechende Auto-Installations-Option aktiviert ist. Der jüngste Vorab-Build von OS X Mountain Lion enthält Hinweise, dass das Mac-OS-Update eine ähnliche Funktion für den Mac App Store bringen wird.

Die Website 9 to 5 Mac berichtet unter Berufung auf einen Twitter-Benutzer, dass der Mac App Store im jüngsten Beta-Build von OS X Mountain Lion eine entsprechende Option anbietet: Wer eine App auf einem Mac kauft, kann diese automatisch auf einem anderen mit dem iTunes-Store-Account verbundenen Rechner installieren lassen.

Allerdings funktioniere diese Funktion noch nicht wirklich: Die App-Store-Anwendung zeige die Option zwar an und nehme auf anderen Macs gekaufte Apps in die “Installiert”-Liste auf. Allerdings nehme der Mac die Auto-Installation selbst noch nicht vor. Ob die Funktion also letztendlich Teil der fertigen Version von OS X Mountain Lion wird oder ob Apple nur mit dem Gedanken spielt, wird sich noch zeigen.

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