E-Bike vs. Pedelec: Wo ist der Unterschied?

Robert Kägler 2

Immer mehr Menschen nutzen ein „E-Bike“ oder „Pedelec“, um im Stadtverkehr von A nach B zu kommen. Beim Kauf dieses Fahrrad-Typs stellen sich Interessierte vor allem die Frage, worin genau der Unterschied zwischen einem E-Bike und Pedelec besteht. Wir erklären euch, in welchen Punkten sich Pedelecs und E-Bikes unterscheiden, was Pedelec bedeutet und was ihr sonst noch wissen solltet.

E-Bike vs. Pedelec: Wo ist der Unterschied?
Bildquelle: Kalkhoff.

Obwohl man im Internet immer wieder vom „E-Bike“ liest und viele die Begriffe synonym verwenden, gibt es klare Unterschiede, die beim Kauf eines neuen Fahrrads dieses Typs eine entscheidende Rolle spielen. Bevor man sich auf die Suche macht, sollte man Folgendes wissen.

E-Bike oder Pedelec: Unterschiede zwischen den Fahrrad-Typen

Zunächst etwas vorweg: In der Bevölkerung und auch bei Händlern im Internet hat sich allgemein der Begriff E-Bike durchgesetzt, um in den meisten Fällen ein Pedelec zu beschreiben. Damit ihr genau wisst, worin der Unterschied zwischen E-Bike und Pedelec besteht, stellen wir euch beide Fahrrad-Typen einzeln vor. Kurzgefasst unterscheiden sich die beiden Räder in dem Grad der elektronischen Unterstützung beim Fahren, der Geschwindigkeit und der notwendigen Zulassungsauflagen.

Das Pedelec: Hilfsmotor statt Selbstläufer

Was bedeutet „Pedelec“: Das Wort „Pedelec“ steht für die englischen Wörter „Pedal Electric Cycle“. Der Motor unterstützt euch elektrisch beim Treten.

Wenn man von einem Pedelec spricht, ist ein Fahrrad gemeint, dass euch beim Fahren durch einen Elektromotor nur unterstützt. Seid ihr mit einem solchen Rad unterwegs, müsst ihr selbst in die Pedale treten, damit ihr euch vorwärts bewegen könnt.

Das typische Pedelec ist mit einem Elektromotor ausgestattet, der euch bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h hilft. Danach schaltet sich die Pedalunterstützung automatisch ab. Zudem ist die Motorleistung eines „Pedelec 25“ auf maximal 250 Watt begrenzt. Während der Fahrt lässt sich anpassen, wie stark ihr durch den Elektromotor unterstützt werden wollt. Völlig ohne euer Zutun könnt ihr aber nicht starten. Deswegen gilt das Pedelec nach dem Verkehrsrecht als normales Fahrrad (§ 1 Absatz 3 des StVG).

Wichtiges in der Übersicht:

  • Pedelecs gelten als Fahrräder.
  • Man benötigt keine Fahrerlaubnis oder einen Führerschein.
  • Pedelecs besitzen nur einen unterstützenden Motor, der euch bei gleichzeitigem Treten hilft.
  • Die Motorleistung ist auf maximal 250 Watt und 25 km/h begrenzt.
  • Es gibt keine Alterseinschränkung.
  • Der Radweg kann genutzt werden.
  • Es gilt keine Helmpflicht.

E-Bike: Kraftvoller Motor völlig ohne Strampeln

Der wichtigste Unterschied zwischen einem E-Bike und Pedelec ist vor allem rechtlicher Natur: Für ein E-Bike benötigt ihr eine Erlaubnis, Führerschein und ein kleines Versicherungskennzeichen, da es nach Verkehrsrecht als ein „Kleinkraftrad“ oder „Mofa“ gilt.

Der Grund: Seid ihr mit einem E-Bike unterwegs, müsst ihr nur einen Knopf drücken, um euch ohne Hilfe fortzubewegen. In die Pedale treten ist dann nicht mehr notwendig, ihr könnt die Geschwindigkeit unabhängig von den Pedalen am Lenker steuern. Allgemein dürfen E-Bikes maximal eine Motorleistung von 500 Watt haben und die Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h im motorisierten Betrieb nicht überschreiten.

Wichtiges in der Übersicht:

  • E-Bikes gelten als Kleinkrafträder / Mofas.
  • Ein entsprechender Führerschein (mindestens Mofa-Führerschein), ein kleines Versicherungskennzeichen und eine Betriebserlaubnis sind notwendig.
  • Die Motorleistung ist auf maximal 500 Watt und 20 km/h begrenzt.
  • Die Benutzung ist erst ab einem Mindestalter von 15 Jahren erlaubt.
  • Der Radweg kann nicht genutzt werden.
  • Es gilt keine Helmpflicht.
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Spezialfall: S-Pedelec

Das S-Pedelec (Schnelles-Pedelec oder Schweizer-Pedelec) stellt die Ausnahme dar, wenn man über den Unterschied zwischen E-Bikes und Pedelecs redet. Sie zählen ebenfalls zu den Kleinkrafträdern und haben die gleichen Anforderungen wie E-Bikes, obwohl sie nicht ohne gleichzeitige Pedalbewegung funktionieren. Das liegt daran, dass sich bei einem S-Pedelec der Hilfsmotor erst ab einer Geschwindigkeit von 45 km/h abschaltet und die Leistung des Motors bis zu 500 Watt beträgt.

Quelle: Focus Online, Süddeutsche Zeitung

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