2019 vollzog Amazon den Schritt zum Online-Modehändler: Ihr konntet als Prime-Kunden „Prime Wardrobe“ nutzen. Das bedeutete: Bestellen, anprobieren, eventuell zurückschicken und erst nach 7 Tagen bezahlen. Jetzt ändert sich der Name, aber der Service bleibt gleich. GIGA erklärt euch, wie „Prime: Erst probieren, dann zahlen“ funktioniert.

 
Amazon Prime
Facts 

Bei Amazons neuer Art des Mode-Einkaufs dürften endlich mal die strengen Regeln außer Kraft gesetzt werden, die man dort für Retouren anlegt. In der Vergangenheit hat Amazon Konten gelöscht, weil zuviel zurückgeschickt wurde. In einigen Fällen gab es vorher auch eine Warnung von Amazon. Das geht natürlich nicht, wenn man sich Sachen liefern lässt, bei denen zwangsläufig etwas zurückgeschickt werden soll.

Wie der Name „Prime Wardrobe“ schon sagt, ist die virtuelle Umkleidekabine Amazon-Prime-Mitgliedern vorbehalten. Ein bisschen erinnert das Ganze an Zalando und Co: Mehrere Varianten eines Artikels bestellen, kostenlos zurücksenden und nur bezahlen, was man behält. Leider geht das nicht immer.

Das Einführungsvideo erklärt euch, wie Prime Wardrobe funktioniert und wer es nutzen darf:

So funktioniert Amazon Prime Wardrobe

Wie nutzt man Amazons „Prime: Erst probieren, dann zahlen“?

Zuerst einmal ist wichtig, dass Prime: Erst probieren, dann zahlen nicht für das gesamte Bekleidungsangebot zur Verfügung steht. Nur ausgesuchte Artikel haben über der Größenauswahl den Schalter „prime erst probieren, dann zahlen“. Wenn ihr ihn aktiviert, ändert sich der Bestellvorgang und der Bestellbutton heißt nun „Gratis anprobieren“. Mittlerweile könnt ihr auch nur einen Artikel zur Ansicht bestellen. Das war Anfangs anders. Für Prime Wardrobe gibt es einige Regeln, die wir unten aufzählen.

So läuft die Bestellung mit Amazon Prime Wardrobe ab

  1. Zuerst müsst ihr Artikel in Prime Wardrobe finden. Es gibt sie für Damen, Herren sowie für Kinder und Babys. Ihr könnt auch gezielt nach einem Artikel suchen und im Suchfeld die Kategorie „Prime: Erst probieren, dann zahlen“ anwählen.
  2. Sobald ihr den ersten Artikel gefunden habt, den ihr bestellen wollt, markiert die Option „prime erst probieren, dann zahlen“, wählt dann die Größe und klickt anschließend auf den Button „Gratis anprobieren“.
  3. Jetzt wird euch euer Prime-Wardrobe-Einkaufskorb angezeigt, der einen Artikel enthält und noch Platz für insgesamt 6 Teile hat.
  • Maximal sind pro Bestellung 6 Artikel erlaubt.
  • Es dürfen nicht 2 identische Artikel eingefügt werden.
  • Sie müssen sich hinsichtlich der Größe oder Ausführung/Farbe unterscheiden.
  1. Wenn ihr genügend Artikel ausgewählt habt, könnt ihr auf den Button Prime Erst probieren, dann zahlen-Einkaufswagen ansehen klicken, wo euch dann eine Übersicht angezeigt wird.
  2. Dort könnt ihr den Button „Jetzt kaufen“ anklicken, damit die Bestellung an euch verschickt wird.
  3. Nun habt ihr 7 Tage Zeit, die Kleidungsstücke anzuprobieren, um danach jene zurückzuschicken, die euch nicht gefallen oder passen.
  4. Innerhalb dieser Zeit sollt ihr unter Meine Bestellungen markieren, was ihr behalten wollt. Aus diesen Artikeln wird dann die endgültige Rechnung erstellt und abgebucht.

Wenn ihr nichts markiert, wird die gesamte Lieferung in Rechnung gestellt. Allerdings bekommt ihr vorher noch eine Erinnerungs-E-Mail.

Das Zurücksenden ist kostenlos und jede Sendung enthält zu diesem Zweck ein vorbereitetes Rücksende-Etikett. Den Status der Retoure seht ihr jederzeit im Rücksendezentrum.

Bestellen und anprobieren – das sind die Regeln

Die wichtigsten Regeln für „Prime: Erst probieren, dann zahlen“ zuerst:

  1. Nur für Prime-Mitglieder nutzbar. (Hier die 30 Tage Prime-Gratiszeitraum starten).
  2. Die Empfängeradresse muss in Deutschland oder Österreich sein.
  3. Für die Zahlung akzeptiert Amazon nur Kreditkarten oder das Lastschriftverfahren.

Außerdem müsst ihr diese Regeln beachten:

  • Es ist immer nur eine Bestellung möglich und bis der Kauf abgeschlossen ist, könnt ihr den Dienst nicht gleichzeitig noch einmal nutzen.
  • Es werden höchstens 6 Artikel in einer Bestellung verschickt.
  • Die Artikel müssen sich alle voneinander unterscheiden. Also nicht zweimal die gleiche Mütze in derselben Farbe und Größe. Das wäre in einer Umkleidekabine ja auch Quatsch.
  • Die Anprobezeit beträgt 7 Kalendertage, zählend vom Tag der Lieferung.
  • Im Laufe dieser 7 Tage müsst ihr unter „Meine Bestellungen“ angeben, welche der Artikel ihr behalten wollt. Dann werden nur diese in Rechnung gestellt und nicht versehentlich andere abgebucht.
  • Die Artikel müssen mit allen Etiketten, Taschen, Kartons, Kleiderbügeln etc. zurückgeschickt werden und dürfen nicht getragen, gewaschen oder beschädigt sein.
  • Die Zahlung ist nur per Lastschrift oder Kreditkarte möglich. Gutscheine können nicht verwendet werden.
  • Mehrere Teil-Lieferungen könnt ihr auch zusammen in einen Karton packen und dafür eines der Rücksendeetiketten verwenden.

Generell gelten für die Artikel aber keine anderen Regeln wie für jede Online-Bestellung. Euer Recht auf Reklamation oder Widerruf bleibt unberührt. Wenn also etwas innerhalb der Gewährleistungszeit kaputt geht, könnt ihr nach wie vor normal umtauschen. Aber ansonsten solltet ihr die Teile von Prime Wardrobe so behandeln, wie Kleidungsstücke in einer beliebigen Umkleidekabine: Vorsichtig anziehen, den Sitz und das Aussehen prüfen und bei Nichtgefallen wieder ordentlich zurückgeben.

Was haltet ihr von Online-Shopping?

Du willst keine News rund um Technik, Games und Popkultur mehr verpassen? Keine aktuellen Tests und Guides? Dann folge uns auf Facebook oder Twitter.