Keine Angst vor Rücksendungen: Amazon löst ein riesiges Problem der Kunden

Marco Kratzenberg

Amazon vollzieht den nächsten Schritt zum Online-Modehändler: Nun könnt ihr „Prime Wardrobe“ nutzen. Das bedeutet, bestellen, anprobieren, eventuell zurückschicken und erst nach 7 Tagen bezahlen. Bei GIGA erfahrt ihr, wie das Prinzip funktioniert und wer es nutzen darf.

Bei Amazons neuer Art des Mode-Einkaufs dürften endlich mal die strengen Regeln außer Kraft gesetzt werden, die man dort für Retouren anlegt. In der Vergangenheit hat Amazon Konten gelöscht, weil zuviel zurückgeschickt wurde. In einigen Fällen gab es vorher auch eine Warnung von Amazon. Das geht natürlich nicht, wenn man sich Sachen liefern lässt, bei denen zwangsläufig etwas zurückgeschickt werden soll.

Wie der Name „Prime Wardrobe“ schon sagt, ist die virtuelle Umkleidekabine Amazon-Prime-Mitgliedern vorbehalten. Ein bisschen erinnert das Ganze an Zalando und Co: Mehrere Varianten eines Artikels bestellen, kostenlos zurücksenden und nur bezahlen, was man behält. Leider geht das nicht immer.

Das Einführungsvideo erklärt euch, wie Prime Wardrobe funktioniert und wer es nutzen darf:

So funktioniert Amazon Prime Wardrobe.

So funktioniert Amazons „Prime Wardrobe“

Zuerst einmal ist wichtig, dass Prime Wardrobe nicht für das gesamte Bekleidungsangebot zur Verfügung steht. Nur ausgesuchte Artikel haben rechts oben, beim Bestell-Button, die Option „7 Tage anprobieren, dann zahlen“. Wenn ihr sie aktiviert, ändert sich der Bestellvorgang und statt „In den Einkaufswagen“ steht dort nun „Zu Prime Wardrobe hinzufügen“. Und hier wird’s interessant, denn bei dieser Einkaufsweise könnt ihr nicht einen Artikel bestellen und ausprobieren – zwei müssen es mindestens sein. Für Prime Wardrobe gibt es einige Regeln, die wir unten aufzählen.

So läuft die Bestellung mit Amazon Prime Wardrobe ab:

  1. Zuerst müsst ihr Artikel in finden. Es gibt sie für , sowie für . Ihr könnt auch gezielt nach einem Artikel suchen und dann im Suchfeld „Prime Wardrobe“ anwählen.
  2. Sobald ihr den ersten Artikel gefunden habt, den ihr bestellen wollt, markiert die Option „Prime Wardrobe“ und klickt dann auf den Button „Zu Prime Wardrobe hinzufügen“.
  3. Jetzt wird euch euer Prime-Wardrobe-Einkaufskorb angezeigt, der einen Artikel enthält und noch Platz für 5 weitere hat.
Wichtig: Ihr müsst mindestens 2 verschiedene Artikel in euren virtuellen Einkaufswagen packen, bevor ihr die Bestellung abschicken könnt. Maximal sind pro Bestellung 6 Artikel erlaubt. Es dürfen nicht 2 identische Artikel eingefügt werden. Sie müssen sich hinsichtlich der Größe oder Ausführung/Farbe unterscheiden.
  1. Wenn ihr genügend Artikel ausgewählt habt, könnt ihr auf den Button „Zum Prime Wardrobe Einkaufswagen“ klicken, wo euch dann eine Übersicht angezeigt wird.
  2. Dort könnt ihr den Button „Zum Versand“ anklicken, damit die Bestellung an euch verschickt wird.
  3. Nun habt ihr 7 Tage Zeit, die Kleidungsstücke anzuprobieren, um danach jene zurückzuschicken, die euch nicht gefallen oder passen.
  4. Innerhalb dieser Zeit sollt ihr unter markieren, was ihr behalten wollt. Aus diesen Artikeln wird dann die endgültige Rechnung erstellt und abgebucht.

Wenn ihr nichts markiert, wird die gesamte Lieferung in Rechnung gestellt. Allerdings bekommt ihr vorher noch eine Erinnerungs-E-Mail.

Das Zurücksenden ist kostenlos und jede Sendung enthält zu diesem Zweck ein vorbereitetes Rücksende-Etikett. Den Status der Retoure seht ihr jederzeit im .

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So holt man alles aus Amazon Prime heraus

Mit Prime Wardrobe bestellen und anprobieren – das sind die Regeln

Die wichtigsten Regeln für Prime Wardrobe zuerst:

  1. Nur für Prime-Mitglieder nutzbar. ().
  2. Die Empfängeradresse muss in Deutschland oder Österreich sein.

Außerdem müsst ihr diese Regeln beachten:

  • Es ist immer nur eine Prime-Wardrobe-Bestellung möglich und bis der Kauf abgeschlossen ist, könnt ihr den Dienst nicht gleichzeitig noch einmal nutzen.
  • Es müssen mindestens 2 Artikel bestellt werden und es werden höchstens 6 Artikel in einer Bestellung verschickt.
  • Die Artikel müssen sich alle voneinander unterscheiden. Also nicht zweimal die gleiche Mütze in derselben Farbe und Größe. Das wäre in einer Umkleidekabine ja auch Quatsch.
  • Die Anprobezeit beträgt 7 Kalendertage, zählend vom Tag der Lieferung.
  • Im Laufe dieser 7 Tage müsst ihr unter „“ angeben, welche der Artikel ihr behalten wollt. Dann werden nur diese in Rechnung gestellt und nicht versehentlich andere abgebucht.
  • Die Artikel müssen mit allen Etiketten, Taschen, Kartons, Kleiderbügeln etc. zurückgeschickt werden und dürfen nicht getragen, gewaschen oder beschädigt sein.
  • Die Zahlung ist nur per Lastschrift oder Kreditkarte möglich. Gutscheine können nicht verwendet werden.
  • Mehrere Teil-Lieferungen könnt ihr auch zusammen in einen Karton packen und dafür eines der Rücksendeetiketten verwenden.

Generell gelten für die Artikel aber keine anderen Regeln wie für jede Online-Bestellung. Euer Recht auf Reklamation oder Widerruf bleibt unberührt. Wenn also etwas innerhalb der Gewährleistungszeit kaputt geht, könnt ihr nach wie vor normal umtauschen. Aber ansonsten solltet ihr die Teile von Prime Wardrobe so behandeln, wie Kleidungsstücke in einer beliebigen Umkleidekabine: Vorsichtig anziehen, den Sitz und das Aussehen prüfen und bei Nichtgefallen wieder ordentlich zurückgeben.

Umfrage: Amazon-Pakete in den eigenen Kofferraum liefern lassen: nützlich oder Quatsch?

Amazon plant, dass Pakete, die man über den Online-Händler bestellt, künftig in den eigenen Kofferraum geliefert werden können. Was haltet ihr von dieser Maßnahme? Verratet es uns in der Abstimmung zum Thema!

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