Enttäuschende Akkulaufzeit am Smartphone? Das könnte der kuriose Grund sein

Johann Philipp

Wenn das Android-Smartphone heiß wird, langsam läuft und ständig der Akku leer ist, kann das einen alarmierenden Hintergrund haben. Worauf ihr achten müsst und was dahinter steckt.

Enttäuschende Akkulaufzeit am Smartphone? Das könnte der kuriose Grund sein
Bildquelle: juststock/ Getty Images.

Hacker nutzen Smartphones zum Kryptomining

Eine neue Masche bereitet Sorgen: Hacker infiltrieren in großem Stil Smartphones, um mit deren Rechenleistung Kryptowährungen zu generieren. Davor warnen aktuell Sicherheitsexperten der Firma ESET.

Krypto-Währungen wie Bitcoin lassen sich mit komplexen Rechenaufgaben erstellen. Dieser Prozess wird Schürfen oder auch mining genannt. Dafür beanspruchen die Hacker die Smartphone-Prozessoren unwissenden Telefonbesitzer. Ein einzelnes Smartphone hat aber nicht genügend Power. Die Hacker versuchen daher ihre Schadsoftware in beliebte Spiele zu integrieren.

Laut einem Bericht der Sicherheitsfirma ESET nutzten die Hacker das Spiel „Bug Smasher“. Es wurde mehrere Millionen Mal heruntergeladen und enthielt eine Schadsoftware. Ohne das Wissen der Nutzer generierte das Smartphone Kryptowährungen und spielte das Geld in die Hände der Hacker. Im Januar 2018 wurde es aus dem Play Store entfernt.

Dieses Beispiel ist nur eines von vielen. Welche Apps sonst noch eine versteckte Mining-Software beinhalten, lässt sich nur schwer herausfinden. Daher sollten Nutzer auf folgende Tipps achten.

Wie man den Play Store mit einem Update aktuell hält, erfahrt ihr in unserer Bilderstrecke:

Bilderstrecke starten
3 Bilder
Play Store Update in Einstellungen anstoßen (bebilderte Anleitung).

Schädliche App auf dem Smartphone erkennen

Wer gehackt wurde, hat im besten Fall nur ein etwas langsameres Smartphone. Im schlimmsten Fall kann es jedoch auch passieren, dass der Akkus durch die Überlastung dauerhaft beschädigt wird. Vor allem wenn das Handy plötzlich warm wird und der Akku deutlich schneller als üblich leer ist, könnte man betroffen sein.

Haben Nutzer eine verdächtige App ausfindig gemacht, können sie das Programm einfach deinstallieren und damit auch die Malware vom Telefon löschen.

Um sich zu schützen, sollten Nutzer darauf achten, dass sie die neueste Android-Version und einen Anti-Virus-Scanner auf ihrem Gerät installiert haben und niemals Apps aus inoffiziellen Quellen, sondern nur aus dem Google Play Store herunterladen. Das Risiko eine befallene App zu bekommen ist zwar auch damit nicht ausgeschlossen, aber wesentlich unwahrscheinlicher.

Google arbeitet an einer Lösung des Problems. Im Juli gab der Konzern bekannt, dass alle Krypto-Mining-Anwendungen aus dem Play Store verbannt seien. Aber nicht einmal Google selbst weiß genau, welche Apps von den Hackern als Einfallstor benutzt werden. Daher soll die Prüfung der Anwendungen aus dem Play Store verstärkt werden.

iPhones sind von der Malware bisher nicht betroffen, weil Apple jede App, die es im App Store gibt, genau überprüft.

Quelle: ESET, via phonearena

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

Weitere Themen

* Werbung