MP3-Tag-Editor: ID3-Tags mit Freeware organisieren

Marco Kratzenberg

Die sogenannten MP3-Tags sind eine gute Eigenschaft dieses Musikformats: Sie sind verborgen in der Datei, aber enthalten jede Menge Informationen und auf Wunsch sogar Coverbilder zum Musikstück. Mit einem guten MP3-Tag-Editor könnt ihr eure Sammlung deutlich besser organisieren. Wir stellen euch so ein Tool vor.

Die in einer MP3-Datei enthaltenen Daten werden in erster Linie von MP3-Playern genutzt. Während oft genug grundlegende Informationen in Verzeichnis- und Dateinamen enthalten sind, könnt ihr die Angaben aus den MP3-Tags für clevere Filter nutzen. Mit dem richtigen Abspielprogramm könnt ihr beispielsweise nur Stücke aus dem Jahr 2015 hören, Musik aus dem Genre „Glam Rock“ abspielen oder nur Songs eines bestimmten Interpreten. Leider enthalten MP3-Dateien oft nur wenige Infos. Darum empfehlen wir euch einen MP3-Tag-Editor, der sich notfalls fehlende Angaben aus dem Internet besorgt.

Bilderstrecke starten
12 Bilder
Die besten Multimediatools für Windows.

MP3-Tags mit einem Editor ändern

Wenn ihr mit einem MP3-Ripper eure CD-Sammlung auf der Festplatte speichert oder ein Musikvideo online zum MP3 konvertiert, dann werden zwar manchmal MP3-Tags in die Datei geschrieben, aber sie sind meist entweder unvollständig oder fehlerhaft. Dann kann ein MP3-Player zwar vielleicht noch den Interpreten oder das Album erkennen, aber das wars dann auch schon. In dem Fall solltet ihr eure Sammlung mit einem MP3-Tag-Editor untersuchen und gegebenenfalls auch bearbeiten.

Das deutsche Programm Mp3tag ist ein einfach zu bedienender MP3-Tag-Editor, der sich die nötigen Informationen aus verschiedenen Internetquellen besorgen kann, sodass ihr euch in den meisten Fällen das Tippen ersparen könnt.

Im einfachsten Fall ladet ihr ein Album-Verzeichnis und holt euch dann unter „Tag-Quellen“ bei einer der möglichen Informationsdatenbanken die gesuchten Daten. Im gleichen Menü findet ihr auch die Möglichkeit, im Netz nach dem richtigen Cover zu suchen. Das könnt ihr dann in der MP3-Datei ebenfalls als „Tag“ speichern.

Mit dem Programm habt ihr aber noch zahlreiche andere Bearbeitungsmöglichkeiten, um beispielsweise fehlerhafte Tags gleichzeitig bei mehreren Dateien zu überschreiben, vertauschte Tags umzuordnen, oder Coverdateien aus Bildern auf der Platte zu importieren. Es kann sogar Playlisten erstellen und exportieren.

Auch wenn sich der MP3-Tag-Editor „Mp3tag“ nennt, unterstützt das Tool doch viele andere Formate, wie etwa AAC, FLAC, OGG und die üblichen iTunes-Dateien.

Falls ihr noch gute Quellen für legale MP3-Downloads sucht – unser Video zeigt euch einige:

Top 5 Websites für legale Mp3-Downloads.

Den MP3-Tag-Editor installieren und nutzen

Bereits bei der Installation des Programms könnt ihr entscheiden, ob es „normal“ installiert werden und all seine Infos in die Windows-Registry schreiben soll, oder ob ihr es portabel auf einem USB-Stick nutzen möchtet.

Im Idealfall verwendet ihr den MP3-Tag-Editor mit einer Internetverbindung und holt euch alle benötigten Angaben sowie die Cover von dort.

So ergänzt ihr mit dem MP3-Tag-Editor eure Dateien:

  1. Startet das Programm Mp3tag.
  2. Unter „Datei > Verzeichnis hinzufügen“ oder mit der Tastenkombination Strg + H ladet ihr ein Album-Verzeichnis.
  3. Üblicherweise sind zumindest rudimentäre MP3-Tags vorhanden, aber das Programm orientiert sich auch am Datei- und Ordnernamen, wenn ihr euch die Daten aus dem Internet holt.
  4. Markiert alle Dateien (Strg + A) und klickt dann zum Beispiel rechts oben auf das Globus-Icon oder im Menü auf „Tag-Quellen > freedb“, um die MP3-Tags von dort zu laden.
  5. Das Programm fragt euch nach der Methode der Suche und ihr solltet zuerst die Voreinstellung „auf Basis der ausgewählten Dateien ermitteln“ ausprobieren.
  6. Danach werden euch zumeist verschiedene Möglichkeiten und Funde präsentiert, aus denen ihr nun die passendste aussucht.

Jetzt bekommt ihr noch angezeigt, welche Tags gefunden wurden und ihr könnt diese mit „OK“ übernehmen oder mit „Zurück“ ein anderes Ergebnis laden.

Wie hörst du Musik?

Dank Streamingdiensten hat man heutzutage jederzeit Zugriff auf seine Lieblingsmusik. Doch im hektischen Internetzeitalter nehmen sich gefühlt die Wenigsten wirklich Zeit, um Musik auch zu genießen und lassen ihre Playlist als Dauerbeschallung im Hintergrund laufen. Wir fragen an dieser Stelle die GIGA-Community: Wie hört ihr Musik?

Weitere Themen

Neue Artikel von GIGA SOFTWARE

  • Lustige Computer-Viren, die man gerne auf dem PC hätte

    Lustige Computer-Viren, die man gerne auf dem PC hätte

    Der Alptraum jedes PC-Nutzers ist der Computer-Virus. Einmal infiziert macht sich die Schadsoftware an die Arbeit und euch das Leben zur Hölle. Doch das ist nicht immer so. Es gibt auch mehr oder weniger harmlose Computer-Viren, die euch lediglich etwas auf die Palme bringen wollen.
    Robert Kohlick
  • VAVOO.tv

    VAVOO.tv

    Bei VAVOO.tv handelt es sich um ein Media-Center ähnlich wie KODI, mit dem man mediale Inhalte aller Art aus verschiedenen Quellen abspielen kann. Genauso wie bei KODI ist es mit VAVOO.tv möglich, den Funktionsumfang durch verschiedene Addons zu erweitern. Bei VAVOO werden die Addons als „Bundles“ bezeichnet.
    Martin Maciej
* gesponsorter Link