eSIM – was ist das? Unterschiede & Vorteile zur alten SIM-Karte?

Robert Schanze 20

Es gibt die SIM-Kartenformate Nano, Micro und Mini. Mittlerweile hört man aber auch von der sogenannten eSIM. Wir erklären, was das ist und wo die Unterschiede, Vor- und Nachteile zu den alten SIM-Kartenformaten liegen.

eSIM – was ist das? Unterschiede & Vorteile zur alten SIM-Karte?
Bildquelle: hologram.io.

Was ist eine eSIM?

Die Abkürzung „eSIM“ bedeutet im Englischen „embedded SIM“, übersetzt: „eingebettete SIM“:

  • Anders als bislang genutzte SIM-Karten ist eine eSIM also fest in einem Gerät verbaut und kann nicht gewechselt werden.
  • Wenn man zu einem anderen Telefonanbieter wechseln möchte, wird die eSIM umprogrammiert.
  • Dafür scannt man beispielsweise bei Apple iPhones einfach einen vom Anbieter übermittelten QR-Code ein. Alternativ kann man auch die Anbieter-App nutzen oder die eSIM-Informationen manuell eingeben.
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SIM-Karten-Größen im Vergleich: Micro, Mini, Nano, alle Formate.

Unterschiede zwischen SIM und eSIM

SIM eSIM
Einbau Muss eingesteckt werden. Ist bereits im Gerät fest integriert.
Wechsel Kann herausgenommen und durch andere SIM ersetzt werden. Kann nicht herausgenommen werden und wird beim Anbieterwechsel umprogrammiert.
Dual-SIM Je nach Gerät möglich, um etwa eine SIM-Karte als günstigen Daten-Tarif zu nutzen und die andere SIM-Karte zum Telefonieren. Ist noch zu klären, ob es zwei eSIM-Karten pro Gerät geben, oder ob die eSIM mehrere Mobilfunktarife gleichzeitig unterstützen wird.

eSIM: Vorteile und Nachteile

Vorteile Nachteile
Einfacher und schnellerer Provider-Wechsel, da man nicht mehr auf die neue SIM-Karte warten muss. Die eSIM kann ab Vertragsabschluss sofort umprogrammiert werden. Mobilfunkanbieter sind gegenüber der eSIM skeptisch und bieten sie daher (noch?) kaum an.
Keine Probleme mit falschen SIM-Kartengrößen mehr. SIM-Karten müssen nicht mehr umgestanzt werden. Eventuell weniger Datenschutz und Privatsphäre, da SIM-Karte, Gerät und eure Kontaktdaten enger miteinander verbunden sind. Ist auch abhängig davon, ob nutzerbezogene Daten beim Anbieter vollständig gelöscht werden, wenn die eSIM umprogrammiert wird.
Die Fehlerquelle „Einbau der SIM-Karte“ wird ausgeschlossen. Unter Umständen erhält jedes Gerät (Haushaltsgeräte, Auto, Fahrrad) eine eSIM, um sich mit Smartphone oder Internet zu verbinden. Ob die eSIMs tatsächlich komplett deaktivierbar sein werden, ist unklar. Damit wären wir wieder beim Thema Datenschutz.
Bei eSIM-Karten fällt endlich das lästige Zuschneiden weg.
Bei eSIM-Karten fällt endlich das lästige Zuschneiden weg.

Wo bekomme ich Smartphones und Co. mit eSIM?

  • Apples iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR haben – neben der Option einer herkömmlichen SIM-Karte – eine eSIM integriert. Die Apple Watch Series 3 und 4 haben hingegen nur eine eSIM.
  • Außerdem bekommt ihr eSIM-Geräte bei der Telekom und Vodafone.

Wie verbreitet sind eSIM-Karten?

Das wohl bekannteste Unternehmen, das die eSIM-Integration unterstützt, ist Apple mit dem iPhone XS, XS Max und XR. Vermutlich dauert es nicht mehr lange, bis auch die meisten Android-Geräte mit eSIM-Karten ausgestattet sind. Wahrscheinlich gibt es anfangs vermehrt Dual-SIM-Geräte mit herkömmlicher SIM und eSIM. Je nachdem, was sich durchsetzen wird, könnte eine der SIM-Kartenformate danach abgeschafft werden.

Im Jahr 2016 bis 2018 liefen die eSIMs eher langsam an. Anbieter O2 und Vodafone boten ab 11.03.2016 zwar schon die ersten Geräte mit eSIM an – wie die Smartwatch „Samsung Galaxy Gear S2 classic 3G“ – allerdings wurden eSIM-Karten beziehungsweise Smartphones mit eSIM-Karten erst im Jahr 2018 so richtig durch Apple bekannt.

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