Mehr Leistung, nur noch SSD-Speicher und ein Rundum-Upgrade für Kamera, Mikrofon und Lautsprecher: Apples iMac mit 27-Zoll-Display erhält sein letztes Update in der Intel-Ära. Wir erklären, was außerdem neu ist und welche iMacs diesmal leer ausgehen.

 

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Apple aktualisiert den 27-Zoll-iMac – kleines Modell geht (fast) leer aus

Eine „umfassende Aktualisierung“ für den iMac mit 27-Zoll-Bildschirm hat Apple in dieser Woche per Pressemitteilung bekanntgegeben. Der All-in-One-Mac erhält dabei nicht nur Neuerungen unter der Haube: Denn neben neueren Intel-Chips der 10. Generation, die auch im neuen MacBook Pro verfügbar sind, und SSD-Speicher standardmäßig spendiert Apple dem Rechner eine 1080p-FaceTime-Kamera, bessere Lautsprecher, Mikrofone in „Studioqualität“ wie beim 16-Zoll-MacBook-Pro und eine Matt-Option für das Display.

Für das vom Pro Display XDR bekannte Nanotexturglas bezahlt man einen Aufpreis von 609 Euro. Drei neue Standardkonfigurationen bietet Apple weiterhin für den 27-Zoll-iMac an. Im günstigsten Basismodell kommt nun – endlich – eine SSD zum Einsatz. Das gilt übrigens auch für den kleineren iMac mit 21,5-Zoll-Display, der ansonsten jedoch keine weiteren Updates bekommt.

Je nach Basismodell sind weitere Upgrades möglich: Beim teuersten Modell kann man bis zu 8 TB SSD- und 128 GB Arbeitsspeicher konfigurieren, dazu erstmals bis zu 16 GB Videospeicher mit der AMD Radeon Pro 5700 XT.

Mit dem T2-Chip rüstet Apple den letzten iMac mit Intel-Prozessoren für die Zukunft. Der auch für die Systemsicherheit zustände Co-Prozessor hat auch praktischen Nutzen: „Der Bildsignalprozessor im T2 Security Chip bietet Tone Mapping, Belichtungsregelung und Gesichtserkennung für eine wesentlich hochwertigere Kameraaufnahme. Neben der verbesserten Kamera arbeitet der T2 Security Chip auch mit den Lautsprechern zusammen, um einen variablen EQ für bessere Ausgewogenheit, höhere Klangtreue und tiefere Bässe zu ermöglichen“, erklärt Apple in der Pressemitteilung.

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Einen iMac in diesem Format haben wir 2017 ausgiebig getestet:

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Für professionelle Nutzer sind die erweiterten Built-to-Order-Optionen ein erfreuliches Upgrade. Bemerkenswert ist dazu, dass die matte Displayoption beim iMac rund ein drittel günstiger ist als beim Pro Display XDR – allerdings misst dieses in der Diagonale 32 Zoll und hat damit mehr Fläche. Dennoch: Für etwas mehr als 2.650 Euro bekommt man nun einen Apple-Rechner mit Nanotexturglas auf dem Display – weit unter dem Preis des Profi-Displays.

Apples 21,5-Zoll-iMac lässt sich dank standardmäßigem SSD-Speicher (256 GB) ohne große Bedenken empfehlen – das galt für das langsamere Fusion Drive mit traditionellem Festplattenspeicher nur bedingt.

Sollte man vor Apples Wechsel auf eigene Prozessoren noch beim letzten Intel-iMac zuschlagen? Wer schon seit Längerem mit der Anschaffung des All-in-One-PCs liebäugelt und nicht warten kann, dürfte mit den neuen Modellen nichts verkehrt machen. Alle anderen können sich womöglich auf ein runderneuertes Modell mit 24-Zoll-Bildschirm freuen.

(K)ein neuer iMac Pro

Apple nimmt den vormals günstigsten iMac Pro aus dem Programm – ihn überholt ein gut ausgestatteter 27-Zoll-iMac inzwischen. Das Basismodell des dunklen Profi-iMacs hat nun einen Intel-Xeon-Prozesser mit 10 (statt 8) Kernen. Es ist die einzige Neuerung für den iMac Pro, dessen Zukunft kurz vor dem Switch auf Apple-Prozessoren ungewiss erscheint. Apple hat ihn seit seiner Einführung im Jahr 2017 nicht aktualisiert, auch beim neuen Nanotexturglas bleibt der Rechner außen vor.