Apples mögliche Pläne: Was kommt nach Lightning und USB-C?

Holger Eilhard 1

Auf der Suche nach einem Nachfolger für die kleine Öffnung an der Unterseite jedes aktuellen iPhones oder iPad, hat Apple nun eine mögliche Alternative gefunden. Diese Verbindung muss dabei nicht zwangsläufig komplett kabellos sein.

Wellenleiter könnten klassische Lightning- oder USB-C-Ports ablösen

In einem aktuellen Patent (via Cult of Mac), welches erst am 27. Juni veröffentlicht wurde, beschreiben Apples Ingenieure den Einsatz sogenannter Wellenleiter als Möglichkeit zur Kommunikation eines Smartphones mit externer Peripherie; also zum Beispiel die Verbindung zwischen iPhone und Mac. Einer der Nachteile aktueller Lösungen, wie dem Lightning- oder USB-C-Port, ist laut dem Patent die notwendige Öffnung im Gerät, durch die Schmutz oder Flüssigkeiten eindringen kann.

Apple beschreibt in dem Patent außerdem die Nachteile, welche normale Kabel haben. So besitzen klassische elektrische Verbindungen eine nur eingeschränkte Bandbreite, welche die Geschwindigkeit eingrenzen. Diese kann durch den Einsatz mehrerer Kabel erhöht werden, was aber wiederum für Störungen bei der Übertragung sorgen kann.

Als Alternative haben Apples Entwickler im aktuellen Patent die Wellenleiter auserkoren. In diesen können etwa Funkwellen zur Übertragung genutzt werden, die in der normalen Atmosphäre nicht effizient sind, da sie nicht weit genug reichen.

Durch den Einsatz eines Wellenleiters könnte es laut Apple genügen, wenn zwei kleine „Fenster“ am iPhone und etwa einer Dockingstation überlappen. Die Funkwellen, welche dank Millimeterwellen extrem schnelle Datenübertragungen erlauben, könnten so vom Computer ins Smartphone übertragen werden. Die Frequenzen könnten dabei zwischen 40 und 90 GHz liegen.

So könnte eine zukünftige Version des iPhone aussehen:

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iPhone ohne Öffnungen: Die Zukunft von Apples Smartphone

Apple ist bekannt dafür, externe Anschlüsse an seinen Geräten zu minimieren. Das prominenteste Beispiel ist dabei der klassische Kopfhöreranschluss, der dem iPhone und iPad Pro beispielsweise fehlt. Der HomePod ist ebenfalls ein Beispiel dieses Minimalismus. Die Kommunikation mit der Außenwelt findet primär über Wi-Fi statt, außer der Stromversorgung gibt es keine Möglichkeit physische Verbindungen herzustellen.

Einige Beobachter erwarten daher statt einem Schritt von Lightning zu USB-C gar den vollständigen Wegfall eines derartigen Anschlusses. Stattdessen könnten Wi-Fi oder die oben beschriebene Lösung eine Verbindung mit der Außenwelt erlauben. Seit dem iPhone 8 und iPhone X ermöglicht Apple außerdem ein kabelloses Laden seiner Smartphones. Die traditionellen Kabelverbindungen zum Laden oder Datenaustausch werden damit immer seltener nötig. Wie bei derartigen Patenten üblich, bedeutet diese Forschung aber nicht, dass die Technik auch wirklich irgendwann in einem Produkt zum Einsatz kommt.

Wann habt ihr euer Smartphone das letzte Mal mit euren Mac oder PC verbunden? Wie häufig benutzt ihr die Möglichkeit zum kabellosen Laden?

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