E-Autos sollen Verbrenner ersetzen. Dabei spielt der Preis eine wichtige Rolle: Wer sich ein neues E-Auto nicht leisten kann, kommt vom Benziner oder Diesel nicht weg. Doch der große Preisrutsch bei Elektroautos ist nicht in Sicht.

Preise für E-Autos: Für Kunden ist keine Entlastung in Sicht

E-Autos muss man sich leisten können. Das trifft bisher zu, denn die Stromer sind in der Herstellung teurer als vergleichbare Benziner oder Diesel. Käufer merken das am Preis. In den vergangenen Monaten warnte unter anderem der Stellantis-Chef, dass sich viele Menschen kein Auto mehr werden leisten können.

Eigentlich sollte mit fortschreitender Entwicklung das Preisproblem bei E-Autos in den Griff zu kriegen sein. Experten haben errechnet, dass bereits 2024 die Preise für Verbrenner und E-Autos gleich auf sein könnten. Dass es bald dazu kommt, dass Stromer schon beim Kauf deutlich günstiger werden, hält Yann Vincent, Chef des Autobatterie-Herstellers Automotive Cells Company (ACC), aber für unwahrscheinlich.

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Ganz im Gegenteil erwartet er, dass die Preise steigen werden – was man derzeit zum Beispiel bei Tesla und anderen Herstellern wie Audi bereits sieht. Das Problem seien die Rohstoffe für Akkus: „Es liegt auf der Hand, dass es eine Bedrohung für den Hochlauf der Elektromobilität darstellt, wenn die Preise für Rohstoffe wie Lithium oder Nickel auf dem aktuellen Niveau bleiben. Denn sie treiben die Kosten für Elektroautos in die Höhe“, so Vincent (Quelle: Handelsblatt).

Die Metalle werden für die Herstellung der Akkus beim Elektroauto benötigt und sollen rund 80 Prozent der Gesamtkosten eines Akkus ausmachen. Innerhalb eines Jahres haben sich die Rohstoffpreise teilweise mehr als verdoppelt. Beim Kaufpreis haben Elektroautos daher gegen Benziner und Diesel überhaupt nur durch den Umweltbonus annähernd eine Chance, der inzwischen aber wackelt. „Diese Lücke könnte sich vergrößern. Das wäre nicht gut“, so der CEO weiter.

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Umweltbonus hilft gegen Preisexplosion bei Elektroautos

Ändern wird sich nach seiner Ansicht – und der anderer Branchenkenner – nichts, bevor nicht neue Quellen für die Metalle erschlossen werden und die weltweite Förderung anzieht. Damit sei frühestens 2024 bis 2025 zu rechnen. Es könnte noch länger dauern, bis sich das auch beim Kaufpreis zeigt. Helfen kann bis dahin wohl weiter nur der Umweltbonus.