Mit einem auf den ersten Blick womöglich ungewöhnlichen Partner will Telefónica Deutschland ein Glasfasernetz für ultraschnelles Internet ausbauen. Beide Unternehmen haben dabei eine ganz besondere Zielgruppe im Blick.

Telefónica bringt Glasfaser aufs Land

In „unterversorgte Gebiete“ will die Telefónica-Gruppe, die in Deutschland vor allem durch die Kernmarke o2 auftritt, Glasfasernetze für schnelles Internet bringen. Es soll sich dabei um sogenannte Fibre-to-the-home-Zugänge (FTTH) handeln – dabei werden die Glasfaserkabel bis in die Wohnung des jeweiligen Endkunden verlegt.

Das Projekt stemmt Telefónica nicht alleine: Zusammen mit der Allianz entsteht ein neues Joint-Venture-Unternehmen, an dem Telefónica-Gruppe und Allianz-Gruppe je 50 Prozent halten werden. Die Gesellschaft unter dem Namen „Unsere Grüne Glasfaser GmbH & Co. KG“ werde voraussichtlich in der ersten Hälfte 2021 entstehen, heißt es in einer Pressemitteilung der Telefónica.

Die Telefónica Deutschland wird für eine zehnprozentige Beteiligung „bis zu 100 Millionen Euro über einen Zeitraum von sechs Jahren“ in das neue Joint Venture investieren. Zusammen mit den Investments anderer Teile der Telefónica-Gruppe und einem Darlehen der Allianz von bis zu 500 Millionen Euro ergebe sich ein Gesamtinvestment von bis zu einer Milliarde Euro.

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50.000 Kilometer Glasfaser für 2,2 Millionen Deutsche

Über den Zeitraum der nächsten sechs Jahre wolle die neue Gesellschaft „2,2 Millionen Haushalte in vorwiegend ländlichen und bisher unterversorgten Gebieten mit Glasfaser versorgen“, heißt es in einer Mitteilung der Telefónica Deutschland. Ein 50.000 Kilometer langes Glasfasernetz soll bis 2026 entstehen. Die Gesamtinvestitionen in den Ausbau sollen sich bis zum Ende des Zeitraums auf bis zu 5 Milliarden Euro belaufen. Reuters hatte über die Pläne der Telefónica bereits Anfang Oktober berichtet.

Als erster Wettbewerber hatte sich die Telefónica-Tochter o2 erst vor Kurzem den Zugang zum Glasfasernetz der Telekom erkauft, und zwar für zehn Jahre. Seit rund 7 Jahren vertreibt das Unternehmen auch die VDSL-Anschlüsse der Telekom.