Lasst uns keinen Schauspieler für diese Rolle casten, lasst uns einen erschaffen: Das zumindest mögen die Produzenten hinter dem kommenden Science-Fiction-Streifen „b“ gedacht haben, als sie die Hauptrolle mit Erica besetzten. Der KI-Roboter wurde von japanischen Wissenschaftlern im Schauspielern trainiert.

 

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Wir alle kennen jene Bilder von japanischen, zumeist weiblich aussehenden Robotern, welche hin und wieder in den Nachrichten auftauchen: Menschenähnliche Androiden, mit denen geredet, gespielt und diskutiert werden kann; die sich wie wir auf zwei Beinen fortbewegen und einen Zweig der KI-Forschung darstellen. Über den Roboter Erica wurde schon vor fünf Jahren berichtet, aber mittlerweile scheint dessen künstliche Intelligenz derart fortgeschritten zu sein, dass er in einem Film mitspielen kann. Und wird, wenn alles gut geht,

Wie Hollywood-Reporter berichtet, schlüpft Erica in die Hauptrolle des kommenden Science-Fiction-Films „b“. Auffällig daran ist nicht nur der kurze Name, sondern auch das Budget: In b stecken bereits 70 Millionen Dollar, unter anderem finanziert durch die Produzenten von To The Bone (2017) und dem Oscar-nominierten Drama Loving Vincent (2017).

Erica wäre damit der erste komplett künstliche Schauspieler, allerdings wird er in b auch die Rolle eines Androiden übernehmen: In der Geschichte entwickelt ein Wissenschaftler ein Programm, mit dem die menschliche DNA perfektioniert werden kann. Als ihm jedoch dessen immanente Gefahren bewusst werden, verhilft er dem von ihm entwickelten Androiden b zur Flucht.

Bis jetzt wurde einzig Erica für die Hauptrolle auserwählt; selbst ein Regisseur steht noch nicht fest. Erica wird indessen in mehreren Sitzungen auf die Rolle vorbereitet – er soll die Schauspielerei Schritt für Schritt gelernt haben, wie Produzent Sam Khoze verrät:

„Bei anderen Schauspieltechniken beziehen sich Schauspieler auf ihre eigene Lebenserfahrung. Aber Erica hat keine Lebenserfahrung. Sie wurde dafür erschaffen, diese Rolle zu spielen. Wir mussten ihre Bewegungen und Emotionen in Einzelgesprächen üben, etwa wie sie die Geschwindigkeit ihrer Bewegungen kontrolliert, wie sie ihre Emotionen im Gespräch darstellt und wir haben ihr beigebracht, ihren Charakter zu entwickeln und Körpersprache einzusetzen.“

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Wer ist der bessere Schauspieler: Ein Mensch, der einen Androiden verkörpert – wie in Ex Machina – oder ein Roboter, der einen Androiden spielt? Bis jetzt gab es schlicht keine weit genug entwickelten KI-Roboter, die solcherlei Rollen übernehmen konnten. Sollte b also tatsächlich produziert und veröffentlicht werden, haben wir vielleicht eine Antwort auf diese Frage.