Drohnen-Versicherung: Ist das Pflicht? Und was kostet das?

Martin Maciej 1

Drohnen sind derzeit die Trend-Gadgets überhaupt. Ihr habt euch eine Drohne gekauft und wollt zum ersten Mal abheben? Oder spielt ihr noch mit dem Gedanken, euch eine Drohne zu besorgen? Was viele nicht wissen: In jedem Fall benötigt ihr eine Versicherung, wenn ihr eure Drohne fliegen lassen wollt. Warum das so ist, und was ihr dabei beachten müsst, erklären wir im folgenden Ratgeber.

Wer in Deutschland eine Drohne fliegen will, ist verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung für die Drohne abzuschließen. Seit 2005 ist eine solche Versicherung für die Operation unbemannter Flugobjekte Pflicht.

Wann braucht man eine spezielle Drohnen-Versicherung?

Im Grunde sind alle unbemannten Flugobjekte versicherungspflichtig. Bevor ihr aber extra eine Versicherung für eure Drohne abschließt, solltet ihr euch bei eurer aktuellen Haftpflichtversicherung melden und nachfragen, inwieweit ihr bereits mit dieser versichert seid. Gerade Flugobjekte, die als Spielzeug gelten, sind mit der privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt. Die Definition von Spielzeug ist in diesem Fall nicht einfach, weswegen ihr euch in jedem Fall an einen Fachmann wenden müsst. Sollte eure Versicherung eure Drohne nicht versichern können, benötigt ihr eine Zusatzversicherung – oftmals liegen die Kosten hierfür bei rund 50 Euro. Informiert euch bei der Gelegenheit auch, ob eine Versicherung zahlt, wenn ihr in einer Flugverbotszone fliegt. Das könnt ihr mit der Drohnen-App der Deutschen Flugsicherung prüfen.

Private Haftpflicht für Drohnen*

International Parrot AR Drone 2.0.

Drohnen-Versicherungen im Überblick

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Damit ihr versichert seid und einen möglichen Schaden abdecken könnt, der durch einen Absturz einer Drohne entstehen kann, solltet ihr eine Zusatzversicherung abschließen. Private Haftpflichtversicherungen decken solche Schäden in der Regel nicht ab. Viele Modellflug-Clubs und -Verbände bieten solche Versicherungen an und decken Schäden bei einer Mitgliedschaft mit bis zu mehreren Millionen Euro ab. Bei einigen Vereinen könnt ihr die Deckungssumme gegen einen Aufpreis des jährlichen Beitrags zudem erhöhen. Die Versicherungen gelten in der Regel weltweit, oftmals allerdings mit der Ausnahme der USA. Eine Übersicht mit Beispielen von Vereinen, die diese Art von Versicherung anbieten, findet ihr im Folgenden:

Bei einer Versicherung über einen Verein oder Verband ist oft nur die Nutzung auf einem dafür vorgesehenen Gelände versichert. Ein Schaden bei einer privaten Nutzung, etwa im eigenen Garten, wäre dementsprechend nicht mit versichert. Hier müsste entsprechend eine Privathaftpflichtversicherung greifen. Wer zudem Schäden an der Drohne absichern lassen will, kann zudem eine entsprechende Kasko-Versicherung abschließen. In der Regel sind hier Schäden, Abstürze und auch Bedienfehler an der Drohne verischert.

Versicherer  Beitrag (privat/jährlich)  Deckungssumme
39,96 Euro 2 Mio. Euro
42 Euro 5 Mio. Euro
44 Euro 1,5 Mio. Euro
ab 69.99 €  1 Mio. Euro

Zum Thema:

Nach dem Luftverkehrsgesetz haften Halter einer Drohne im Falle eines Personen- oder Sachschadens, wenn die Drohne für den Schaden verantwortlich ist. An einer Versicherung sollte man dementsprechend nicht sparen.

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