LG G3 Screen: Erstes Smartphone mit eigenem NUCLUN Octa Core-Prozessor enthüllt

Tuan Le 7

LG beschreitet neue Wege und hat mit seinem LG G3 Screen sein erstes Smartphone vorgestellt, das mit dem hauseigenen NUCLUN-Prozessor ausgestattet ist. Hierbei handelt es sich um ein Octa Core-SoC, das mit einer Taktung von maximal 1,5 GHz sowie Cat6-LTE-Konnektivität aufwarten kann. Das Smartphone selbst ist mit einem 5,9-Zoll-Display schon eher in die Riege der Phablets einzuordnen und positioniert sich mit ordentlichen Spezifikationen im oberen Mittelklasse-Segment.

LG G3 Screen: Erstes Smartphone mit eigenem NUCLUN Octa Core-Prozessor enthüllt

Schon seit Anfang des vergangenen Jahres kursierten Gerüchte, dass LG an eigenen Mobil-Prozessoren arbeitet. Lange hat es gedauert, doch nun ist zusammen mit dem neuen LG G3 Screen tatsächlich der hauseigene NUCLUN-Prozessor vorgestellt worden. Bei dem SoC handelt es sich hierbei um einen Chipsatz bestehend aus vier ARM Cortex A15-Kernen mit einer Taktung von 1,5 GHz sowie vier weiteren ARM Cortex A7-Kernen, die eine Taktung von 1,2 GHz besitzen. Laut LG soll der aktive Wechsel zwischen den Kernen mit unterschiedlichem Leistungspotenzial für eine erheblich bessere Stromeffizienz sorgen, wobei die von ARM entwickelte big.LITTLE-Technologie im Hinblick auf Octa Core-Prozessoren von Samsung oder Huawei im Prinzip nichts Neues ist.

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Interessant ist hingegen, dass der NUCLUN-Chip LTE nach Cat6 unterstützt, wodurch Download-Geschwindigkeiten von bis zu 225 Mbps im mobilen Netz erreicht werden können. Davon profitiert auch das LG G3 Screen, indem der LG Octa Core-SoC erstmals verbaut sein wird und bei dem es sich im Prinzip um eine größere Variante des LG G3 handelt - zumindest der Optik nach zu urteilen. Das Gerät verfügt über ein 5,9 Zoll in der Diagonalen messendes Full HD-Display mit IPS-Technologie, darüber hinaus gibt es 32 GB internen Speicher, der sich via microSD erweitern lässt sowie 2 GB RAM.

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Auf der Rückseite befindet sich eine 13 MP-Kamera mit OIS wohingegen man sich an der Frontseite mit 2,1 MP zufrieden geben muss. Trotz des größeren Displays im Vergleich zum aktuellen Flaggschiff kommt lediglich ein 3.000 mAh starker Akku zum Einsatz, inwiefern sich dies im Zusammenspiel mit dem neuen SoC auswirken wird, bleibt abzuwarten. Das LG G3 Screen ist allerdings ohnehin vorerst nur in Südkorea verfügbar, Kunden haben dort die Wahl zwischen einer schwarzen und weißen Version. Man darf aber davon ausgehen, dass LG auch bald in europäischen Modellen den eigenen Prozessor verbauen wird.

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Leistungstechnisch positioniert sich der neue SoC wohl eher im Mittelfeld, denn in einem ersten AnTuTu-Benchmark erreichte das LG G3 Screen lediglich 25.460 Punkte. Dies ist kein schlechter Wert, doch im Vergleich zu Geräten mit Snapdragon 801-SoC oder gar dem NVIDIA Tegra K1 mit 40.000 Punkten, befindet sich das SOC nicht auf dem Niveau aktueller Flaggschiffe. Zu Bedenken ist aber, dass Benchmarks allein kein hieb- und stichfestes Indiz für die Leistungsfähigkeit sind und dass LG vielleicht gerade aufgrund der Neuentwicklung den Prozessor anders als andere Hersteller noch gar nicht für Benchmarks optimiert hat.

Was sagt ihr zu LGs neuestem Produkt? Ergibt die Entwicklung eigener Prozessoren überhaupt Sinn? Eure Meinung dazu wie immer unten in die Kommentare.

Quelle: LG (Pressemitteilung), kenhcongnghe [via tabtech]

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