Wie funktioniert Skype und wie kann ich es nutzen?

Marco Kratzenberg 1

Skype ist eine tolle Mischung aus Chatprogramm, Internet- und Video-Telefonie. Es läuft auf jedem Computersystem und steht als App für alle Smartphones zur Verfügung. Doch wie funktioniert Skype eigentlich?

Wie funktioniert Skype und wie kann ich es nutzen?

Auf jeden Fall müssen beide Teilnehmer einer Skype-Session das Programm installiert haben. Doch es ist völlig egal, welches Programm auf welchem System die Skype-Anwender nutzen. Dank eines einheitlichen Kommunikationsprotokolls werden sie sich über das Internet erreichen. Denn darin liegt der Kern des Systems.

So funktioniert Skype: Ein Protokoll, viele Systeme

Skype gilt als Instant Messenger. Damit werden Programme bezeichnet, die eine sofortige Nachrichtenübermittlung über das Internet gewährleisten. Also z.B. Chats oder Telefonie. Das Gegenteil sind Anwendungen, die zwar auch Nachrichten übermitteln, bei denen aber nicht beide Teilnehmer gleichzeitig aktiv sind – wie etwa E-Mail . All solche Nachrichtenübermittlungen haben gemeinsam, dass sie nur klappen, wenn sich alle Seiten auf einen übergreifenden Standard einigen. Man kann das damit vergleichen, dass beide Teilnehmer die gleiche Sprache sprechen müssen, um sich zu verstehen.

Aus diesem Grund wurde ein Protokoll, ein „Nachrichtenformat“, geschaffen, mit dem sich Datenpakete von A nach B transportieren lassen. Als Transportweg wird das Internet genutzt und diese Daten können Texte, Sprache und Videos umfassen.

Die Frage „Wie funktioniert Skype“ kann man zuerst einmal mit einem Wort beantworten: „Einfach“. Skype funktioniert ganz einfach und deshalb ist es so verbreitet. Keiner der Anwender muss sich über die Funktionsweise oder komplizierte Einstellungen Gedanken machen. Was man mit Skype alles machen kann, hängt in erster Linie von der Hardwareausstattung ab – nicht von den persönlichen Fähigkeiten. In jedem Fall funktioniert die Chatfunktion. Für die Internettelefonie benötigt man ein Headset – wenn man nicht sowieso sein Smartphone dazu nutzt. Und für Videotelefonie braucht man zusätzlich eine Kamera. Das war’s auch schon. Skype erkennt während seiner Installation die angeschlossenen Geräte und hilft dem Anwender, alles richtig einzurichten. Das Ergebnis ist ein systemübergreifendes Chat- und Telefoniesystem, bei dem jeder mitmachen kann, wenn er nur das Programm und einen Internetzugang hat.

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So sahen diese 12 populären PC-Programme früher einmal aus.

Wie Skype funktioniert: Alles über fremde Server

Im Gegensatz zu ähnlichen Systemen läuft der Datenverkehr leider nicht direkt zwischen den beiden (oder mehreren) Teilnehmern. Alles läuft zuerst einmal zu den Servern der Betreiberfirma Microsoft und dann weiter zum Empfänger. Zwar behauptet Skype, dass alle Daten von Anfang bis Ende verschlüsselt sind, aber dass diese Verschlüsselung angreifbar ist und Skype-Gespräche von Ermittlungsbehörden bereits mitgehört wurden, ist ein alter Hut. Das hat also alles Vor- und Nachteile. Einer der Vorteile ist, dass Skype in gewissen Maße auch wie ein Mailprogramm arbeiten kann. Das bedeutet, auch wenn der Freund gerade nicht online ist, kann man eine Nachricht an ihn absetzen. Sobald er online geht, wird ihm Skype die Nachricht anzeigen. Selbst dann, wenn der Absender mittlerweile nicht mehr online ist.

Skype verwaltet dadurch auch die Liste der Kontakte zentral. Das ist nicht unpraktisch. Wenn man sich also seinen Skype-Account am PC angelegt hat und später die Skype-App im iPhone installiert, braucht man sich nur noch mit seinen Zugangsdaten anzumelden. Sofort hat der Anwender Zugriff auf all seine Kontakte. Dahingehend funktioniert Skype sehr gut und wieder einmal sehr einfach. Aus demselben Grund verfügt das Programm auch über keine eingebaute Aufzeichnung der Chats. Sie werden vom Server geladen, egal wo und womit wir online gehen. Was die Qualität angeht, können sich so manche Konkurrenten eine Scheibe abschneiden. Die Telefonie funktioniert bei Skype exzellent und auf jeden Fall besser als etwa bei Viber.

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