Wer sich ein neues Notebook kaufen will, denkt zuerst an Hersteller wie Acer, Asus, Lenovo und einige andere bekannte Marken. Doch es stoßen immer mehr Hersteller auf den Markt vor und wollen mitmischen. Honor dürfte den wenigsten als Notebook-Hersteller bekannt sein. Dabei bietet das MagicBook 15 mit Intel-Prozessor der 11. Generation ein gutes Gesamtpaket und einige besondere Eigenschaften, wie wir im Test herausgefunden haben.

 

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Facts 

Honor MagicBook 15 im Test: Fazit

GIGA-Wertung: 8.0 / 10

Honor hat mit dem MagicBook 15 ein solides Notebook gebaut, dass optisch etwas aus der Masse hervorsticht, ohne gleich übertrieben zu wirken. Besonders das matte Display hat in Sachen Darstellungsqualität und Helligkeit überzeugt. Positiv ist auch die gute Grundausstattung mit schnellem Intel-Prozessor der 11. Generation, 16 GB RAM und 512 GB internem Speicher aufgefallen. Anschlüsse gibt es genug und die Laufzeit geht für ein 15,6-Zoll-Notebok mit der Leistung in Ordnung.

Die fehlende Tastaturbeleuchtung ist im Grunde der größte Nachteil am MagicBook 15. Honor hat hier ein Premium-Feature weggelassen, das bei einem Preis von 949 Euro einfach nicht fehlen darf. Es hätte zudem ein USB-C-Port mehr verbaut sein können und ein Kartenleser wäre zum produktiven Arbeiten auch von Vorteil. Ansonsten gibt es eigentlich nichts zu meckern.

Vorteile:

  • Mattes Display
  • Versenkbare Kamera
  • Tastatur
  • WiFi 6
  • 3,5-mm-Klinkenanschluss
  • Leistung
  • Fingerabdrucksensor
  • Kleines Schnellladenetzteil
  • Windows 10 ohne viel Bloatware

Nachteile:

  • Keine Tastaturbeleuchtung
  • Zu wenige Anschlüsse

Honor MagicBook 15 im Test: Optisch aufgehübscht

Im ersten Moment wirkt das Honor MagicBook 15 wie das typische Notebook. Doch die kleinen Farbelemente im glänzenden Blau lockert die Optik deutlich auf. Honor möchte damit natürlich ein wenig auf Lifestyle-Notebook machen, übertreibt es aber nicht. Allein der Honor-Schriftzug und und ein schmaler Streifen um den Bildschirmdeckel werden mit einem kleinen Farbklecks abgesetzt. Der Rest ist im klassischen Grau gehalten.

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Alle äußeren Flächen bestehen aus Metall und fühlen sich sehr hochwertig an. Im Inneren kommt Kunststoff zum Einsatz. Fühlt sich aber auch nicht billig an. Es handelt sich um einen guten Mix von Materialien, die aufeinander abgestimmt sind. Besonders gut gefällt mir der schmale matte Rahmen um das matte Display. Man merkt schnell, dass es sich um ein Arbeitsgerät handelt. Kein unnötiger Schnickschnack, sondern Fokus das Wesentliche.

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Was mich wirklich stört, sind die nicht akkurat aufgebrachten Aufkleber von Intel und Honor. Man hat hier ein 950-Euro-Notebook und schafft es bei der Produktion nicht, drei Aufkleber korrekt anzubringen? Dann sollte man sie einfach weglassen. Würde sowieso viel besser aussehen.

Honor MagicBook 15 im Test: Anschlüsse nicht optimal

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Grundsätzlich bin ich mit der Auswahl an Anschlüssen, die Honor beim MagicBook 15 bereitstellt, zufrieden. Man hat einen vollwertigen HDMI-Anschluss und zwei vollwertige USB-Anschlüsse zur Verfügung. Doch es gibt nur einen USB-C-Port. Belegt man diesen mit dem Netzteil, ist man aufgeschmissen, wenn man ein zweites USB-C-Gerät anschließen will. Ist mir tatsächlich auch passiert. Ich hab eine externe USB-C-Festplatte, auf der ich einige Test-Tools gespeichert habe. Zur Übertragung musste ich das Notebook vom Strom nehmen. Schade eigentlich, hier wäre ein zweiter USB-C-Anschluss sinnvoll gewesen. Genug Platz dafür ist vorhanden.

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Mir fehlt zudem ein Speicherkartenslot. Nicht um den Speicher zu erweitern, sondern um eine Speicherkarte vom Handy oder der Kamera in das Notebook stecken zu können. Der SD-Slot gehört für mich bei einem Arbeitsgerät einfach dazu.

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Auch die Lautsprecher sind an der Unterseite nicht optimal positioniert. Auf einem Tisch mag der Klang in Ordnung sein, sobald man das Notebook aber auf eine weiche Oberfläche stellt, wird der Klang abgeschirmt. Hier hätte Honor einfach die Lautsprecher neben der Tastatur integrieren sollen. Genug Platz ist vorhanden.

Honor MagicBook 15 im Test: Wo ist die Tastaturbeleuchtung?

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Mir fehlen nicht nur einige Anschlüsse, sondern auch die Tastaturbeleuchtung. Ich kann verstehen, wenn auf so ein Feature bei einem 500-Euro-Notebook verzichtet wird, doch bei einem Preis von 950 Euro geht das nicht. Das ist ein klarer Nachteil, der nicht hätte sein muss. Die Tastatur ist wirklich gelungen und ich habe während des Testzeitraums viele Texte und den Test darauf geschrieben, doch im Dunkel ist die Bedienung nicht so einfach. Mir gefällt zudem die leicht angeraute Oberfläche der Tasten. Dadurch hat man etwas mehr Grip beim Schreiben.

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Im Powerbutton an der rechten Seite ist ein Fingerabdrucksensor integriert. Den kann man direkt während der Einrichtung von Windows 10 anlernen und das Notebook so schnell entsperren.

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Eine Webcam über dem Bildschirm sucht man vergebens. Honor hat diese in der Tastatur integriert. Zwischen der F6- und F7-Taste kann die Kamera aufgeklappt werden. Das sorgt für Privatsphäre. Der Winkel beim Videotelefonat ist aber eher unglücklich. Ansonsten überzeugt die Kamera mit einer guten Bildqualität.

Honor MagicBook 15 im Test: Mattes Display gefällt

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Beim Display des Honor MagicBook 15 habe ich nichts zu meckern. Ich bevorzuge generell matte Bildschirme, da man mit ihnen überall besser arbeiten kann. Die Farben sind im Vergleich zu einem spiegelnden Display zwar nicht so knallig, für mich überwiegen die Vorteile im Alltag. Ich konnte mit dem Honor MagicBook 15 auch bei direkter Sonneneinstrahlung auf voller Helligkeit noch sehr gut arbeiten. Die Farben, der Weißwert und die Geschwindigkeit haben mich überzeugt.

Honor MagicBook 15: Leistung und Software

Im MagicBook 15 arbeitet der neueste Intel Core i5 1135G7 der 11. Generation, dem eine schnelle PCIe-NVMe-SSD mit 512 GB und 16 GB RAM zur Verfügung stehen. Diese Kombination sorgt dafür, dass das Honor-Notebook immer schnell läuft. Mir hat zudem besonders gut gefallen, dass der Lüfter fast nie läuft. Man kann ohne störende Geräusche arbeiten. Erst wenn man das Notebook stärker belastet, springt der Lüfter an. Doch auch dann ist das Geräusch sehr angenehm. Ich persönlich bin sehr empfindlich, wenn es um hochfrequente Töne geht und diese gibt es hier nicht. Selbst das kleine Netzteil macht beim Laden keine Geräusche.

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Zur Software muss man im Grunde nicht viel sagen. Honor hat Windows 10 vorinstalliert und nur den „PC Manager“ als zusätzliches Programm integriert. Dort bekommt man die neusten Treiber für das Notebook, kann die Energiemodi verändern und die Verbindung zum Handy aufbauen, um die Zusammenarbeit zu verbessern. Ansonsten bekommt man pures Windows 10 und kann sich bei der Software austoben.

Honor MagicBook 15 im Test: Akkulaufzeit

Honor verbaut im MagicBook 15 einen 42-Wh-Akku, der laut dem Hersteller eine Laufzeit von 7,6 Stunden bei Videowiedergabe und 7,4 Stunden bei Office-Arbeiten ermöglichen soll. Wenn man nur im Internet surft, sollen es 6,8 Stunden sein. Das sind keine komplett absurden Werte. Auch wenn wir bei einem Mischbetrieb nie an die 7 Stunden herangekommen sind, sind 5,5 Stunden absolut realistisch. Unter Mischbetrieb verstehen wir das Arbeiten im Browser, hören von Musik und ab und zu ein YouTube-Video schauen. Dreht man die Helligkeit herunter, ist sicher mehr drin. Belastet man das Notebook stärker, sinkt die Laufzeit entsprechend. Für ein 15,6-Zoll-Notebook sind das solide Werte.

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Positiv zu erwähnen ist noch das kleine 65-Watt-Schnellladenetzteil. Andere 15-Zoll-Notebooks werden mit riesigen Netzteilen ausgeliefert, die dann umständlich zu transportieren sind. Das Netzteil von Honor ist etwas größer als ein Handynetzteil und lädt das komplette Notebook in etwa zwei Stunden wieder auf. Auf etwa 50 Prozent kommt man in einer halben Stunde. Das sind tolle Werte, da man so direkt wieder loslegen kann, wenn sich die Akkulaufzeit dem Ende neigt.

GIGA-Testwertung im Detail: Honor MagicBook 15

Kategorie Wertung (max. 10)
Verarbeitung, Haptik und Design 8
Display 9
Video und Audio 8
Konnektivität und Speicher 8
Akku und Alltag 7
Gesamt 8.0

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