Im vergangenen August wurde bekannt, dass die Europäische Kommission von Apple eine Steuernachzahlung in Höhe von 13 Milliarden Euro verlangt. Nun will sich die US-Regierung in den Steuerstreit einschalten.

Wie Reuters berichtet, wurde nun bekannt, dass sich die US-Regierung in den Steuerstreit, der seit einiger Zeit zwischen Apple und der Europäischen Kommission brodelt, einschalten will. Eine nicht genauer genannte Quelle von Reuters hat der Nachrichtenagentur mitgeilt, dass die US-Regierung beim Gericht der Europäischen Union die notwendigen Anträge hierfür gestellt hat.

Es ist nicht bekannt, wann diese Anträge gestellt wurden. Während die Regierung unter Barack Obama im vergangenen Jahr Kritik geübt hat, gab es von der aktuellen Administration bislang keine öffentlichen Äußerungen. Es wird erwartet, dass sich das Gericht erst Ende 2018 mit dem Fall beschäftigen wird.

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Europäische Kommission verlangt Nachzahlung von 13 Milliarden Euro

Ende August 2016 hatte die Europäische Kommission ihre Entscheidung offiziell mitgeteilt: Irland muss von Apple „bis zu 13 Milliarden Euro zuzüglich Zinsen“ zurückfordern. Tim Cook reagierte wenig später in einem offenen Brief auf die Vorwürfe.

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Im vergangenen November hatte daraufhin die Regierung Irlands ihrerseits Klage gegen EU-Kommissions-Entscheidung erhoben. Apple sieht im Steuerstreit eine Grundrechtsverletzung durch die EU.

Doch nicht nur Apple steht im Fadenkreuz der Europäischen Kommission. So gab es bereits im Jahr 2015 Fälle in denen beispielsweise auch Starbucks und Fiat Chrysler in den Niederlanden und Luxemburg mit den Ergebnissen der Europäischen Kommission konfrontiert wurden. Im Vergleich zu den bis zu 13 Milliarden Euro ging es hier allerdings „nur“ um bis zu 30 Millionen Euro.

Quelle: Reuters