Wegen Noise-Cancelling: Bose verklagt Apple-Tocher Beats

Thomas Konrad 8

Wie CNBC berichtet hat Kopfhörer-Hersteller Bose die Apple-Tocher Beats verklagt, weil diese angeblich die eigenen Patente zur Geräuschunterdrückung in Kopfhörern verletzte. Zusätzlich fordert Bose für manche Beats-Produkte einen Verkaufsstop. 

Wegen Noise-Cancelling: Bose verklagt Apple-Tocher Beats

Am Freitag hat Bose bei der International Trade Comission Beschwerde eingereicht. Der Hersteller fordert für mehrere Produkte einen Verkaufsstop, berichtet Re/code. Darunter auch die mit der Bezeichnung Beats Studio und Beats Studio Wireless. In beiden ist eine aktive Geräuschunterdrückung integriert. Damit verletzte Beats die eigenen Patente.

In einem weiteren Gerichtsverfahren in Delaware verlangt Bose eine finanzielle Entschädigung, klagt auf Unterlassung.

Für drei Milliarden US-Dollar hat Apple Beats Ende Mai übernommen. Bis die Übernahme komplett abeschossen ist, wird es jedoch noch bis September dauern.

Mit Beats Music ging damals auch ein Musik-Streaming-Dienst auf den Hersteller über. Mit dem Kauf gewann Apple für seine eigenen Teams ranghohe Mitarbeiter: Jimmy Iovine und Dr. Dre arbeiten fortan für den Hersteller aus Cupertino.

Der Musikproduzent und der US-amerikanische Rapper könnten Apples lahmendes iTunes-Geschäft wieder ankurbeln. Beats‘ Streaming Service dürfte für Apple also deutlich interessanter sein als das profitable Kopfhörer-Geschäft. Eine große Rolle spielt dabei auch die Musikredaktion von Beats Music – sie versorgt Abonnenten regelmäßig mit neuer Musik und stellt Empfehlungen zusammen.

Beats soll als Marke zumindest auf absehbare Zeit eigenständig bleiben. Ob Apple den Streaming-Dienst in eigene Systeme einbettet oder die Applikation separat im App Store belässt, ist derzeit unklar.

Dr. Dre hatte Beats 2006 zusammen mit Jimmy Iovine im kalifornischen Santa Monica gegründet. In Kooperation mit Monster Cable Products brachte Beats 2008 die ersten Kopfhörer auf den Markt; seit 2012 fertigt Beats seine Audio-Produkte in Eigenregie. Bis 2012 hielt HTC 50,1 Prozent der Beats-Aktien, gab Ende letzten Jahres sämtliche Geschäftsbeziehungen auf.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

Weitere Themen

* Werbung