Windows-PC: Wake on LAN einstellen – so geht's

Robert Schanze 2

Mit der Funktion „Wake on Lan (WOL)“ schaltet ihr euren PC über das Internet ein – egal, wo ihr euch gerade aufhaltet. Beispielsweise müsst ihr unter Windows 10 einiges beachten, damit das Betriebssystem per Magic Packet aufgeweckt wird. Wie das geht, zeigen wir euch hier auf GIGA.

„Wake on LAN“: Die wichtigsten Fakten

„Wake on LAN“ (WOL) bedeutet, dass ein Computer über seine Netzwerkkarte aus der Ferne eingeschaltet werden kann – auch über das Internet.

  • Windows muss richtig eingestellt sein, damit WOL funktioniert (siehe unten).
  • Eure Netzwerkkarte muss „Wake on LAN“ unterstützen.
  • Außerdem muss man in der Regel auch bestimmte Zugriffe einrichten – etwa per FTP oder VNC (Virtual Network Computing).
  • Auch benötigt ihr eine dynamische IP-Adresse (siehe: DynDNS).
  • Damit der Netzwerk-Weckdienst funktioniert, muss er manchmal erst im BIOS aktiviert werden.

 

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Windows-Jokes, die dich zum Lachen und dann zum Weinen bringen werden.

„Wake on LAN“ in Windows einstellen

„Wake on LAN“ wird im Geräte-Manager von Windows in den Netzwerkadapter-Eigenschaften aktiviert/deaktiviert. Unter Windows 10 funktioniert „Wake on LAN“ mitunter nicht richtig. Das liegt meistens an falschen Treibern und falschen Windows-Einstellungen. So geht es trotzdem:

  1. Installiert den richtigen Treiber für euren Netzwerk-Adapter: Intel findet ihr hier, den Realtek Ethernet Controller Treiber hier. Eine detaillierte Anleitung haben wir hier geschrieben: Ethernet Controller-Treiber: finden und installieren.
  2. Drückt die Tastenkombination [Windows] + [R], um den Ausführen-Dialog zu öffnen. Tippt devmgmt.msc ein, um den Gerätemanager zu öffnen.
  3. Klickt in der Kategorie „Netzwerkadapter“ doppelt auf euren Adapter.
  4. Wechselt in den Tab „Energieverwaltung“ und setzt ein Häkchen bei „Gerät kann den Computer aus dem Ruhezustand aktivieren“.
  5. Wenn ihr nur Magic Packets verwendet, könnt ihr auch das Häkchen setzen bei „Nur Magic Packet kann Computer aus dem Ruhezustand aktivieren.

  6. Schaut zudem (bei Realtek-Adaptern) in den Tab „Erweitert“ und sucht in der Liste den Eintrag „Bei Magic Packet aufwecken“.
  7. Rechts sollte das Dropdown-Menü den Wert „Aktiviert“ anzeigen. Falls nicht, ändert dies auf diesen Wert. Klickt auf „OK“.

  8. Deaktiviert den Schnellstart in Windows 10. Dieser sorgt in dem Zusammenhang oft für Probleme. Seit Windows 8 versetzt der Schnellstart den PC beim Herunterfahren in einen besonderen Stromsparmodus. Intel-Chips reagieren dann allerdings nicht mehr auf WOL.

  9. Falls „Wake on LAN“ bei euch immer noch nicht funktioniert, startet das BIOS. Abhängig vom Rechner gibt es auch hier Einstellungen für WOL, die erst aktiviert werden müssen.

Fritzbox: „Wake on LAN“ einrichten

In der Fritzbox-Benutzeroberfläche könnt ihr euren PC über das Netzwerk per WOL starten, sofern sich dieser im Standby-Betrieb befindet:

  1. Öffnet die Benutzeroberfläche der Fritzbox im Browser.
  2. Wechselt in das Menü „Heimnetz“ > „Netzwerk“.
  3. Klickt auf den Computer, der per WOL aufgeweckt werden soll.
  4. Setzt unten ein Häkchen bei „Diesen Computer automatisch starten, sobald aus dem Internet darauf zugegriffen wird.“, sofern noch nicht geschehen und bestätigt mit „OK“.
  5. Im gleichen Fenster könnt ihr über den angezeigten Button euren „Computer starten“.

„Wake on LAN“ per Tool nutzen

Habt ihr alles richtig konfiguriert, könnt ihr euren schlafenden Rechner über das Netzwerk aufzuwecken. Dazu genügt bereits ein „Magic Packet“ oder Ping, den ihr an die IP-Adresse des PCs sendet. Das erledigt beispielsweise das Tool „WakeOnLAN Tool 2:

Außerdem lassen sich Timer setzen, um den Rechner nach einer bestimmten Zeit herunterzufahren oder neuzustarten. Ihr gebt im Programm die entsprechende IP-Adresse des Rechners ein und könnt diesen dann aufwecken. Alternativ könnt ihr auch TeamViewer nutzen. Die Software hat mittlerweile auch eine integrierte „Wake on LAN“-Funktion.

Was haltet ihr von der Namensänderung von Windows 9 auf Windows 10?

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