Was tun, wenn der DSL-Anschluss nicht funktioniert? Oder noch gar nicht eingerichtet wurde? Mobilfunk lautet die Lösung. Hierfür kann man eine Prepaid-Karte in einem ausrangierten iPhone oder Cellular-iPad einsetzen. Doch nicht jedes alte iPhone eignet sich gleich gut für diesen Einsatz.

 

iPhone

Facts 

Vor drei Jahren hatte O2 mich im Stich gelassen. DSL-Auftrag verschlampt und erst nach unzähligen Nachfragen über den nur sehr selten erreichbaren Kundendienst kam endliche eine Bestätigung für die Neueinrichtung. In solchen Fällen benötigt man zwischenzeitlich eine Alternative.

Mobilfunktarif als DSL-Ersatz

Wer einen sehr guten Mobilfunktarif gebucht hat, der kann einfach die Hotspot-Funktion seines iPhones  nutzen. Besonders gut eignen sich hierfür unlimitierte Tarife. Ein Kompromiss sind die Free-Tarife von O2, die nicht ganz so drastisch wie andere Tarife nach dem Verbrauch des Datenvolumens gedrosselt werden.

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Doch der normale Mobilfunktarif kann nicht immer den DSL-Anschluss ersetzen. Ein zweiter Mobilfunkvertrag und ein zweites Endgerät können in einem Haushalt notwendig werden. Für kurzfristige Einsätze muss man deswegen nicht neue Hardware anschaffen.

Wer schnelles und/oder günstiges Datenvolumen möchte – und vor allem sofort! – der gehe zu einem lokalen Händler und hole sich eine Prepaid-Karte. Im Handyshop nichts aufschwatzen lassen! Der Weg in den Supermarkt kann sich lohnen, einige Minuten später der mobile Internetanschluss freigeschaltet sein. Zum Beispiel bietet Aldi aktuell 7 GB für 15 Euro, für 4 Wochen. Mehr Datenvolumen ist nachbuchbar.

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Altes iPhone als Modem nutzen

Die Sim-Karte des iPhones wird man nicht wechseln wollen, schließlich ist man dann unter der normalen Nummer nicht erreichbar. Wer ein altes iPhone oder ein iPad Cellular besitzt, kann es als Modem einsetzen. Allerdings: Je älter des Gerät, desto weniger Spaß macht es. Das allererste iPhone bot weder 3G und (haha) LTE, noch die Funktion Persönlicher Hotspot über WLAN. Erst ab iPhone 4 kann man iPhone und Mac direkt funklos verbinden. Aufgrund der langsamen Surfgeschwindigkeit wird der Einsatz des Apple-Smartphones als Modem aber erst ab iPhone 4s und iOS 8.1, besser ab LTE-Geräten.

 

Maximal unterstützte Download-Geschwindigkeiten:

  • iPhone 3G: 3,6 Mbit/s (UMTS mit HSDPA)
  • iPhone 3GS: 7,2 Mbit/s (UMTS mit HSDPA)
  • iPhone 4: 7,2 Mbit/s (UMTS mit HSDPA)
  • iPhone 4s: 14,4 Mbit/s (UMTS mit HSUPA)
  • iPhone 5: bis 100 Mbit/s im Telekom-Netz (LTE)
  • iPhone 5s: bis 100 Mbit/s auch in anderen Netzen (LTE)

Die folgenden Generationen brachten weitere Geschwindigkeitsverbesserungen (z.B. iPhone 6 mit LTE Cat. 4). Bei einem Discounter-Tarif oder in der Nähe der „falschen“ Mobilfunkmasten kann man davon aber nicht immer profitieren. Das iPad unterstützt ab 2013 mit dem iPad Air (1. Generation) das deutsche LTE-Netz.

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iPhone-Internet auf Mac, PC, iPad und Apple TV

Das iPhone kann nun zackig als Modem eingesetzt werden, dank dem Hotspot: Auf dem „Modem“ in den iOS-Einstellungen unter Mobiles Netz -> Persönlicher Hotspot den Hotspot einschalten. Sind die eigenen Apple-Geräte über die selbe Apple ID angemeldet, reicht es, auf dem Surf-Device als WLAN das iPhone mit dem eingeschalteten Hotspot anzuklicken (siehe das WLAN-Symbol in der Menüleiste des Mac; auf dem iPhone in den Einstellungen -> WLAN).

Andere oder ältere Geräte können an das Modem-iPhone wie in einem normalen WLAN angemeldet werden. Hierfür muss auf dem iPhone mit der Sim-Karte ebenfalls der Hotspot aktiviert sein. Darunter wird ein (änderbares) Passwort genannt, das auf PC & Co als WLAN-Passwort eingegeben wird. Vor dem iPhone 4 ist die Hotspot-Verbindung nur über Bluetooth oder Kabel (am Mac) möglich.

Achtung, noch eine Warnung: Das angebundene Gerät agiert nun wie bei einer normalen WLAN-Verbindung und lädt App-Daten, Updates etc, die für direkte Mobilfunkverbindungen ausgeschaltet sind. Eventuell ist es also sinnvoll, manch automatische Aktualisierungen zu deaktivieren.

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