Während die Verbreitung von 5G noch in den Kinderschuhen steckt, nennen Forscher aus dem Fernen Osten erste Details zur möglichen Geschwindigkeit von 6G.

 

5G: Wo gibt es den LTE-Nachfolger? Und wie schnell ist er?

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6G: Downloads mit 1 Terabyte pro Sekunde

Während die großen Mobilfunkanbieter auch in Deutschland seit einigen Monaten Kunden für ihre 5G-Netze suchen, ist die weite Verbreitung noch Zukunftsmusik. Die Verfügbarkeit beschränkt sich bislang weitestgehend auf einige ausgewählte Ballungsgebiete. Die breite Masse wird hierzulande noch einige Zeit auf ihren Zugang zum schnellen 5G-Netz warten müssen.

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Diese ersten Schritte halten die Forscher aber selbstverständlich nicht davon ab, schon jetzt an 6G zu arbeiten und die Grundlagen für den 5G-Nachfolger zu schaffen. Wie die Hindustan Times (via PhoneArena.com) berichtet, hat das chinesische Ministerium für Wissenschaft und Technik erste Zahlen veröffentlicht. Theoretisch erwartet man Geschwindigkeiten von bis zu 1 Terabyte pro Sekunde oder 8.000 Terabit pro Sekunde; 8.000-Mal schneller als 5G.

Um diese Zahl verständlicher zu machen, nennt man als Beispiel einen Netflix-Stream in der aktuell höchsten Qualität. Dieser benötigt 56 Gigabit pro Stunde. Mit 6G könnte man also mehr als 142 Stunden derartiger Inhalte in einer Sekunde herunterladen. Als mögliche Einsatzzwecke nannten Forscher beispielsweise eine direkte Schnittstelle zwischen dem menschlichen Gehirn und einem 6G-Gerät.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu 5G im folgenden Video:

5G Fragen & Antworten: Handy JETZT schon kaufen?

6G-Speeds: Aktuell noch Zukunftsmusik

Selbstverständlich handelt es sich bei den aktuellen Angaben nur um theoretische Werte, die sich bis zur Verfügbarkeit noch verändern können. Die Entwicklung der neuen Standards dauert rund 10 Jahre. So hoffen die Entwickler auf erste 6G-Netze im Jahr 2030.

China ist mit zwei Arbeitsgruppen, bestehend aus mehr als 30 Experten von Universitäten, Forschungsinstituten und Technologieunternehmen aber nicht alleine. Auch in Japan arbeitet man an den Grundsteinen für den 5G-Nachfolger.