Während Android weiterhin das weltweit meistgenutzte mobile Betriebssystem ist, hat Apple in einem Bereich so sehr die Nase vorn, dass es für Google einfach nur noch peinlich ist. Neue Zahlen belegen, wie sehr iPhone-Nutzer bevorteilt werden. Google muss endlich handeln.

 

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iOS 14: Fast alle iPhones haben es schon

Im September 2020 haben sowohl Google als auch Apple neue Versionen von Android und iOS vorgelegt. Nun hat Apple neue Zahlen dazu präsentiert, wie es um die Verbreitung von iOS 14 bestellt ist. Demnach haben bereits 81 Prozent aller iPhones, die in den letzten vier Jahren veröffentlicht wurden, iOS 14 installiert. Bei iPads sind es immerhin 75 Prozent.

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Werden alle iPhones betrachtet, die auf den App Store zugreifen, dann liegt die Verbreitung von iOS 14 bei ebenfalls respektablen 72 Prozent, bei iPads sind es 61 Prozent. Von solchen Zahlen kann Google nur träumen. Wie viele Handys bereits mit Android 11 ausgestattet sind, weiß derzeit auch nur der Konzern selbst. Vor einiger Zeit hat man sich nämlich von der Idee verabschiedet, Zahlen zur Verbreitung von Android öffentlich einsehbar zu machen. Nur die Entwickler von Apps können einsehen, auf welchen Android-Versionen ihre Apps genutzt werden.

Fest steht, dass auch mehrere Monate nach der Veröffentlichung von Android 11 noch die allermeisten Smartphones mit älteren Versionen unterwegs sind. Zahlen von StatCounter zufolge, die zuletzt im November 2020 aktualisiert wurden, liegt der Anteil von Android 10 bei rund 40 Prozent. Das vor zwei Jahren veröffentlichte Android 9 Pie kann immer noch einen Anteil von etwa einem Viertel vorweisen. Selbst mit Android 8.0 und 8.1 Oreo sind zusammengerechnet noch mehr als 15 Prozent alle Handys unterwegs.

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Apples Glanzleistung ist Googles Versagen

Apple darf sich nach Veröffentlichung der neuen Zahlen zu iOS auf die Schulter klopfen. Nach nur zwei Monaten hat man es geschafft, so gut wie alle relevanten Handys und Tablets mit der neuesten Version von iOS auszustatten.

Bei Google wiederum hat sich keine Änderung ergeben. Es bleibt weiterhin den Herstellern der Handys überlassen, ob und wann sie die Verteilung von Android-Upgrades vornehmen. Auch das Project Treble hat bislang nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Immerhin gibt es mittlerweile Zusagen mancher Hersteller, ihre Handys drei Jahre lang mit neuen Android-Versionen auszustatten. Zudem will Google selbst mit gutem Beispiel vorausgehen und vier Jahre Updates liefern.