Anfang der Woche schlug die Nachricht ein wie eine Bombe. Aus heiterem Himmel erfuhren wir von den gescheiterten Gesprächen zu Apples E-Auto. So schnell begräbt Apple das engagierte Projekt jetzt aber doch nicht, denn eine Liste an möglichen Rettungshelfern ist aufgetaucht.

 

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Eigentlich schien alles schon in trockenen Tüchern und Hyundai beziehungsweise die Schwestermarke Kia sollte in wenigen Jahren Apples erstes E-Auto produzieren. Doch der Deal platzte wohl offensichtlich, Gespräche gibt's nicht mehr, die Koreaner sind erst mal raus.

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Apples E-Auto: Diese Partner stehen zur Rettung bereit

Ein herber Rückschlag für Apple, doch an eine Aufgabe des ambitionierten Projektes denkt man nicht. So listet die Nachrichtenseite Bloomberg gegenwärtig eine Reihe von potenziellen Partnern auf, die in Zukunft als Rettungshelfer fürs Apple E-Auto bereitstehen würden. Noch kann Apple wählen, denn eine Entscheidung wurde den Experten nach bis jetzt nicht getroffen.

  • Foxconn: Der langjährige Auftragsfertiger von Apple möchte ins E-Auto-Geschäft, stellte im letzten Jahr schon seine eigene Fahrgestell- und Softwareplattform für Elektrofahrzeuge vor. Bis 2024 möchte man auch eine eigene Festkörperbatterie im Portfolio haben.
  • Magna: Der bekannte kanadisch-österreichischer Automobilzulieferer wird seit Jahren immer wieder im Zusammenhang mit Apples E-Auto gebracht. Erfahrung ist reichlich vorhanden, nicht nur als reiner Zulieferer, auch komplette Automobile wurden und werden für Partner wie BMW und Co. gefertigt.

Der aktuelle Nissan Leaf – das erste Modell war ein richtiger Pionier:

Nissan Leaf – Elektroauto im offiziellen Vorstellungsvideo
  • Nissan: Eine Möglichkeit der Zusammenarbeit mit Apple ist nicht ausgeschlossen, denn zuletzt äußerte sich CEO Makoto Uchida recht positiv zu diesem Gedanken. Der japanische Hersteller gehört zu den Pionieren der Branche und verkaufte mit dem Nissan Leaf bereits seit 2010 das erste Großserien-Elektroauto der Welt.
  • Stellantis: Wer oder was ist Stellantis? Seit dem 16. Januar 2021 firmieren darunter die Automobilkonzerne Fiat Chrysler Automobiles aus Italien und Groupe PSA aus Frankreich, auch Opel gehört als Marke dazu – seit der Fusion der viertgrößte Automobilhersteller der Welt. Bloomberg schreibt bezüglich dieses Big-Players: „Der Vorstandsvorsitzende Carlos Tavares sagte während einer Pressekonferenz am 19. Januar, dass Stellantis offen für eine Zusammenarbeit mit Apple oder anderen Technologieunternehmen im Bereich der Elektrofahrzeuge sei, solange dadurch keine technologische Abhängigkeit entsteht, die die Zukunft des Automobilherstellers gefährden würde.“

Interessant: Hyundai/Kia sind wohl noch immer nicht ganz vom Tisch, auch wenn die Nachricht von gescheiterten Gesprächen noch immer im Raum steht. Am Ende wird's laut Bloomberg aber vielleicht auch gleich auf mehrere Partner hinauslaufen – mindestens einer für die Montage des Apple Car und andere für die Lieferung wichtiger Komponenten. Ergo: Ganz klassisch, so wie die Automobilbranche schon seit Jahren arbeitet.

So oder so ähnlich stellt man sich ein E-Auto von Apple vor – ziemlich stylish:

Produktionsstart höchstspekulativ

Und wann kommt das Apple E-Auto? In früheren Meldungen sprach man bereits von einem Produktionsstart im Jahr 2024. Angesichts der Tatsache, dass Apple aber noch nicht mal einen oder mehrere definitive Partner hat und noch immer in der Anbahnungsphase sich befindet, dürfte dieser Zeitplan ein wenig zu optimistisch sein. Wir würden jedenfalls nicht mehr darauf wetten.