Im Gegensatz zu vielen anderen Autobauern begegnet man dem Wechsel auf Elektroantrieb bei BMW mit Zurückhaltung. Doch auch bei den Bayern zeigt sich, dass die Zeit der E-Autos gekommen ist. Die Elektromodelle werden für BMW zum Erfolg. Und das hat seine Gründe.

Elektroautos als Erfolgsmodell: BMW verdoppelt Stromer-Absatz

Bisher hat BMW das Thema Elektroautos eher stiefmütterlich behandelt, zumindest im Vergleich mit anderen Herstellern. Das Gros der Branche hat bereits Pläne verkündet, aus der Produktion von Verbrennern auszusteigen. Nicht so bei den Bayern, die viele Antriebstechniken länger anbieten wollen. Doch dass E-Autos beliebt sind, zeigt sich auch bei BMW.

Zum September 2022 hat die BMW Group nach eigenen Angaben weltweit mehr als doppelt so viele E-Autos verkauft wie im Vorjahreszeitraum. Das Plus beläuft sich auf knapp 115 Prozent, was 128.196 Elektroautos entspricht. Inbegriffen sind dabei die Modelle der Marken BMW und Mini. Besonders bemerkenswert an dem Erfolg ist, dass BMW explizit nur vollelektrische Fahrzeuge zählt. Plug-In-Hybride sind demnach nicht eingerechnet.

Während dass Plus bei E-Autos kräftig ausfällt, drehen die Zahlen der Branche insgesamt ins Negative. Bei BMW ist man sich sicher, das geplante Jahresziel zu erreichen: ein Absatzniveau „leicht unter Vorjahr“, heißt es dazu in der Mitteilung.

An neuen Ideen mangelt es bei BMW nicht. Im Video seht ihr den Farbwechsel beim E-Auto iX Flow:

BMW zeigt den Farbwechsel am iX Flow

Videospiele im E-Auto: BMW bedient sich beim Vorbild Tesla

Die E-Autos der Bayern sowie die der britischen Marke Mini kommen also bereits bei vielen Kunden gut an. Doch dabei soll es nicht bleiben. Eine neue Kooperation soll das E-Auto-Erlebnis auf ein neues Level heben. Gemeinsam mit AirConsole wird BMW bei neuen Fahrzeugen Gaming ins Auto bringen:

Im BMW könnt ihr bald auch Videospiele spielen. (Bildquelle: BMW Group)

Über das BMW Display und integriert im System des Fahrzeugs sollen Spiele per Cloud abrufbar sein. Als Controller dient dabei das Smartphone, das beispielsweise per QR-Code-Scan einfach und schnell mit dem Auto verbunden werden soll (Quelle: BMW). Neu ist die Idee, im Auto zu zocken, jedoch nicht: Tesla ist dabei schon weiter.

Wer nun auf AAA-Games hofft, die ihr zocken könnt, während der BMW an der Ladesäule hängt, wird aber enttäuscht. BMW und AirConsole setzen auf „Casual Gaming“, also schnelle, kurze Spiele mit einfachem Schwierigkeitsgrad. Die lassen sich zugegebenermaßen auch besser während des Ladestopps unterbringen. In Zukunft will nDream, das Unternehmen hinter AirConsole, zudem gezielt Spiele zum Zocken im Auto entwickeln.