Huawei-Notebooks und -Tablets mit Windows 10: Was passiert jetzt damit?

Peter Hryciuk

Huawei verkauft nicht nur Smartphones und Tablets mit Android-Betriebssystem, sondern auch Notebooks und Tablets mit Windows 10. Microsoft hat die Zusammenarbeit zwar offiziell noch nicht eingestellt, im Hintergrund wird aber schon reagiert.

Huawei-Notebooks und -Tablets mit Windows 10: Was passiert jetzt damit?
Bildquelle: GIGA.

Microsoft entfernt Windows-10-Laptops von Huawei aus dem Store

Für Huawei kommt es immer dicker. Fast täglich trudeln neue Hiobsbotschaften für das chinesische Unternehmen ein. Dieses Mal geht es nicht um Android und Google, sondern um Microsoft und Windows. Laut des US-Embargos dürften Unternehmen in den Vereinigten Staaten nicht mit dem chinesischen Konzern zusammenarbeiten. Microsoft hat sich im Gegensatz zu Google, Intel, ARM und Weiteren zwar noch nicht offiziell zu dem Thema geäußert, jedoch die Huawei-Notebooks aus dem eigenen Store entfernt.

Huawei hat erst vor Kurzem angefangen Windows-Produkte zu bauen, um sich so neben Android-Geräten ein zweites Standbein aufzubauen. Genau wie bei den Smartphones wurden die Notebooks und Tablets von Jahr zu Jahr immer besser. Das MateBook Pro X gehört zu den interessantesten Windows-Notebooks auf dem Markt – durch die US-Sanktionen wird auch die Zukunft solcher Produkte auf die Kippe gestellt.

Huawei orientiert sich optisch beim MateBook am MacBook von Apple:

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12 Zoll MacBook und Huawei MateBook X im Vergleich .

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Beendet Microsoft die Zusammenarbeit mit Huawei?

Bisher hat sich Microsoft noch nicht von Huawei distanziert. Will man die US-Sanktionen gegen Huawei umsetzen, müsste man dem chinesischen Konzern die Windows-Lizenz entziehen. Dann würden zukünftige Notebooks und Tablets nicht mehr mit Windows 10 laufen dürfen. Updates von Microsoft auf Huawei-Geräten könnten auch auslaufen. Zunächst sind die neuen Versionen durch die 90-Tage-Schonfrist gesichert. Sollte der US-Bann aber nicht innerhalb dieser Zeit aufgelöst werden, müssten die Nutzer mit einer alten Windows-10-Version arbeiten, die vielleicht keine Sicherheitsupdates mehr erhält und somit Lücken aufweist.

Außerdem: Intel hat die Zusammenarbeit mit Huawei schon beendet und da AMD ebenfalls ein US-Unternehmen ist, kann der chinesische Konzern faktisch keine neuen Windows-Produkte mehr auf den Markt bringen. Huawei hätte gar keine Prozessoren dazu. Das Geschäft mit Windows-Hardware ist zwar nicht so groß wie mit Android-Geräten, sie sind aber trotzdem relevant, da viele Kunden durch das gute Preis-Leistungs-Verhältnis zugegriffen haben.

Bis sich Microsoft nicht offiziell zu Huawei äußert, sollte man als Besitzer eines Huawei-Notebooks oder -Tablet mit Windows 10 nicht in Panik geraten. Was sagt ihr zu der Situation?

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