Ab sofort mutiert das iPhone zum Meisterdetektiv, kann es doch nun viele verloren geglaubte Dinge „erschnüffeln“. Wie das geht? Apple hat es uns jetzt verraten.

 

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Früher hieß der Dienst schlichtweg „Mein iPhone suchen“, heute nur noch „Wo ist?“. Finden können Nutzer damit ihre Apple-Produkte überall in der Welt, egal ob iPhone, MacBook oder iPad. Vermisst man ein Teil, startet man die App auf iPhone, iPad oder aber auf dem Mac und schon „klingelt“ man an und erhält den Standort auf einer Karte präsentiert – praktisch. Leider bisher aber nur für Apple-Geräte gedacht.

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Apples Meisterdetektiv: iPhone „erschnüffelt“ jetzt E-Bikes und mehr

Ab sofort ändert sich dies, denn Apple öffnet jetzt das „Wo ist?“ Netzwerk auch für Zubehöranbieter. Bedeutet: Über den neuen Tab „Gegenstände“ lassen sich fortan auch Produkte von Drittanbietern auf bekannte Weise suchen und finden. Mitmachen kann jeder, sofern er Teil des „Made for iPhone“ (MFi)-Programms ist. Als Voraussetzung dafür öffnet Apple zudem den Zugriff auf den U1-Chip, wie er unter anderem in aktuellen iPhones zu finden ist. So wird eine noch präzisere Standortbestimmung ermöglicht und Drittanbieter können darauf zurückgreifen.

Bild: Apple

Zum Start der neuen Funktion präsentiert Apple schon mal drei Partner und ihre Produkte. Zu nennen wären hier:

  • Die E-Bikes S3 und X3 von VanMoof. Gilt leider aber nicht schon für ausgelieferte Fahrräder, sondern laut Webseite des Herstellers erst für Bikes, die ab dem 7. April bestellt wurden.
  • Ebenfalls schon kompatibel ist der SOUNDFORM Freedom True Wireless In-Ear-Kopfhörer von Belkin (bei Amazon schon gelistet).
  • Und die ONE Spot Artikelfinder von Chipolo (Herstellerseite).
Neue E-Bikes von VanMoof sind mit dem „Wo ist?“ Netzwerk kompatibel, erkennbar am Badge (Bild: Apple)

Mit letzterem lassen sich allerlei Gegenstände ausrüsten ... Rucksäcke, Koffer, Schlüssel und vieles mehr. Praktisch, allerdings verwirrt uns dies auch, warum?

Was und wo sind Apples AirTags?

Ein solcher „Schlüsselfinder“ wird nämlich seit Monaten direkt von Apple erwartet. Nun aber bewirbt man ausgerechnet eine Alternative. Immer wieder gab es Hinweise und glaubwürdige Berichte zu den sogenannten AirTags. Nur die wurden heute explizit weder erwähnt noch angekündigt. Sehr verwunderlich, hätte Apple doch die Erweiterung des „Wo ist?“ Netzwerk doch sicherlich genutzt, um eben die eigenen „AirTags“ zu bewerben. Dies kann eigentlich nur bedeuten, dass es wohl Probleme gibt und das Produkt noch immer nicht marktreif ist. Schon vorher stand man laut Gerüchteküche immer wieder vor einer unmittelbaren Ankündigung, passiert ist bisher aber nichts.

So kennen wir es bisher, jetzt lassen sich mit dem Feature auch andere Dinge suchen und finden:

Mein iPhone suchen: Apple erklärt die Funktion

Spannend: Software-Updates sind für die neue Netzwerkerweiterung wohl nicht direkt nötig, denn laut Apple genügen als Mindest-Systemvoraussetzungen iOS 14.3, macOS Big Sur 11.1 und iPadOS 14.3. Alles Systemversionen, die es schon gibt und noch nicht mal den aktuellsten Softwarestand repräsentieren.