Was Apples „Schlüsselfinder“ so alles können soll: Details zum Geheimprojekt

Holger Eilhard

Seit der Präsentation von iOS 13 und macOS Mojave im Rahmen der Entwicklerkonferenz WWDC im vergangenen Juni mehren sich Hinweise auf neues Hardwarezubehör. In aktuellen Beta-Versionen der kommenden Betriebssysteme zeigen sich nun weitere Details zum „Apple Tag“.

Was Apples „Schlüsselfinder“ so alles können soll: Details zum Geheimprojekt
Bildquelle: Tile (Bearbeitung GIGA).

iOS 13: Apples Schlüsselfinder könnte an die Leine kommen

iOS-Entwickler Steve Moser hat für MacRumors einige Details zu Apples neuer Offline-Suche von Mac, iPhone und iPad in der Suchen-App sowie dem erwarteten Schlüsselfinder zusammengefasst. Die bisherigen Details lassen darauf schließen, dass dieser den bereits bekannten Tile-Trackern ähnelt.

In der ersten Beta-Version von iOS 13 zeigte sich dieser „Apple Tag“ („Anhänger“) mit der internen Produktbezeichnung „Tag1,1“. Die neuen Details weisen nun beispielsweise darauf hin, dass der kleine Schlüsselfinder auch Apples Augmented-Reality-Umgebung ARKit benutzt. Die Lösung könnte demnach dem Pixie-Tracker ähneln. Dies könnte es etwa ermöglichen, dass man eine AR-App auf dem iPhone startet, die sich daraufhin auf die Suche nach dem Schlüsselanhänger macht und diesen dann auf dem Smartphone-Display in der Realität anzeigt, um so bei der Suche zu helfen.

Der Schlüsselanhänger von Pixie setzte bereits im Jahr 2017 auf Augmented Reality:

Des Weiteren deuten Zeichenketten in der iOS-13-Beta darauf hin, dass man diese Anhänger auch an die virtuelle Leine nehmen kann. Dies bedeutet, dass der Anwender beispielsweise eine Push-Benachrichtigung auf dem iPhone oder Apple Watch erhält, wenn er sich zu weit von dem Tag entfernt hat. Tile bietet bereits ein ähnliches Feature, welches der Hersteller als „Smart Alert“ bezeichnet.

Was iOS 13.1 sonst noch zu bieten hat, seht ihr hier:

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iOS 13.1 Beta 2 veröffentlicht: Apple lässt iOS 13 einfach links liegen.

macOS Catalina: Suchen und Finden, auch dann wenn der Mac offline ist

Der Schlüsselfinder soll dabei auf dieselbe Technik zurückgreifen können, wie die neue Offline-Suche für iOS 13 und macOS Catalina. Diese ermöglicht es, Besitzern von verloren gegangenen Geräten ihre Hardware auch dann wieder zu finden, wenn diese selbst nicht direkt mit dem Internet verbunden ist.

Besitzer von anderen Macs oder iOS-Geräten, die sich in der Nähe der verlorenen Hardware befinden, können so ohne aktives Zutun bei der Suche helfen. Um die Privatsphäre aller an einer derartigen Suche behilflichen Nutzer zu schützen, läuft dieser Prozess komplett anonym und verschlüsselt ab. Auch diese Funktion kennen wir bereits von Tile.

Ein Hintergrundprozess in macOS Catalina mit dem Namen „Search Party“ („Suchmannschaft“) sendet und empfängt hierzu regelmäßig Bluetooth-Signale, sodass jedes in der Nähe befindliche Gerät mit iOS 13 oder macOS Catalina seinen Standort weitergeben kann. Dies funktioniert auch dann, wenn das Gerät im Schlafmodus ist und über keine Wi-Fi-Verbindung verfügt. Apples interner Codename dieser Offline-Suche lautet laut MacRumors „Blue Avengers“.

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