Google Family Link: So überwachen Eltern das Smartphone ihrer Kinder

Johann Philipp

Google stellt einen neuen Dienst vor, mit dem Eltern den Smartphone-Konsum ihrer Kinder ein wenig eingrenzen können. Hält die Funktion, was sie verspricht, oder können Kids die Sperre umgehen?

Google Family Link: So überwachen Eltern das Smartphone ihrer Kinder
Bildquelle: Pixabay CC0.

Ähnlich wie bereits Amazon oder Apple stellt auch Google für das Betriebssystem seiner Geräte eine Funktion vor, mit denen Eltern den Überblick über das Smartphone ihrer Kinder behalten. Voraussetzung zur Nutzung ist ein Smartphone mit Android ab Version 7 für das Kind und ein iOS- oder Android-Smartphone der Eltern. Das Familienoberhaupt legt daraufhin ein Google-Konto für sein Kind auf dem Smartphone an und bestimmt, welche Restriktionen eingeschaltet werden sollen.

Eltern müssen Apps erst freigeben

Das Smartphone der Eltern gilt als Administrator und kann App-Installationen freigeben und Benutzerzeiten für bestimmte Apps festlegen. Möchte das Kind ein neues Spiel installieren, bekommen die Eltern eine Benachrichtigung. Erst wenn die Eltern damit einverstanden sind, kann das Kind die App herunterladen. Ist die eingestellte Spielzeit überschritten, sperrt sich das Gerät von selbst. Als zusätzliche Funktion bietet Google auch eine Übersicht, welche Apps das Kind am häufigsten und für wie lange benutzt. Am 13. Geburtstag des Kindes stellt sich das Konto automatisch in ein normales Google Konto ohne Beschränkungen um. Zu den Smartphones, die dank verfügbarem Android-7-Update Google Family Link bereits unterstützen, gehört unter anderem das Galaxy S7.

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Vorerst nur mit Einladung in den USA

Google möchte den Dienst erst einmal nur in kleinem Kreis testen und bietet die Einrichtung des Kontos daher nur in den USA und nur auf Einladung an. Positiv ist allerdings, dass Google schon eine Aktualisierung angeboten hat und den Family Link auch mit bestehenden Konten kompatibel macht.

Der Nutzwert der Funktionen hängt allerdings vom technischen Verständnis des Kindes ab. Nähere Infos zur Sperrung des Geräts gibt Google bislang nicht preis. Wenn sich nur eine App nicht mehr öffnen lässt, sollte es für heutige Digital Natives ein leichtes sein, sich einfach mit einem neuen Google-Konto auf dem Handy anzumelden und die Sperre somit zu umgehen. Für jüngere Kinder stellt sich die Frage, ob es für einen kontrollierten Umgang mit dem Smartphone wirklich diese Funktion braucht oder ob Eltern nicht von selbst darauf kommen können, wann das Smartphone besser ausgeschaltet bleibt.

Quelle: Google, via: Stadt-Bremerhaven

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