Meltdown und Spectre: So möchte Intel das Prozessor-Problem lösen

Florian Matthey 1

Die Prozessor-Sicherheitslücken „Spectre“ und „Meltdown“ bereiten vielen Benutzern Sorgen: Müssen wir mit verlangsamten Systemen, die außerdem unsicher bleiben, leben? Intel verspricht mit baldigen Updates eine „Immunität“ vor Angriffen.

Meltdown und Spectre: So möchte Intel das Prozessor-Problem lösen
Bildquelle: Intel.

Intel: Updates für 90 Prozent aller Rechner bis nächste Woche

Intel steht bei „Meltdown“ und „Spectre“ im Zentrum der Aufmerksamkeit: Die Sicherheitslücken in Intel-Prozessoren der letzten beiden Jahrzehnte wurden zuerst bekannt. Dabei sind auch Prozessoren anderer Hersteller betroffen, sodass die Konzentration auf den amerikanischen Chip-Produzenten nicht ganz gerechtfertigt ist. Dennoch: In den allermeisten PCs und allen Macs befinden sich nun mal Intel-Chips, sodass Betriebssystem- und Firmware-Updates für Rechner mit diesen Prozessoren besonders wichtig sind.

Im gestrigen TECH.täglich haben wir uns ebenfalls mit den Prozessor-Problemen befasst:

TECHtäglich vom 4. Januar 2018.

In einer weiteren Stellungnahme gibt Intel jetzt Entwarnung: Man habe bereits für mehr als die Hälfte aller Prozessoren, die PC-Hersteller in den letzten fünf Jahren in Rechnern verbaut haben, Sicherheitsupdates fertiggestellt. Bis Ende nächster Woche werde es für mehr als 90 Prozent aller Rechner entsprechende Updates geben. Die mit den Updates verbundenen Geschwindigkeitseinbußen würden vom Einsatzgebiet abhängen; in den meisten Fällen seien sie jedoch gering. Auch würden spätere Updates, die die Maßnahmen der „Immunisierung“ optimieren, dafür sorgen, die vorhandenen Einbußen zu verringern.

Intel-Fix offenbar auch für „Spectre“

Tatsächlich scheinen die Maßnahmen zur Schließung der Sicherheitslücken die Systeme nicht so sehr zu verlangsamen wie zunächst befürchtet: Von Apples Verbesserungen im Update macOS 10.13.2 haben Benutzer beispielsweise gar nichts mitbekommen. Für viele dürfte das Problem also eher theoretischer Natur sein.

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Interessant ist aber, dass Intel bezüglich der „Immunisierung“ nicht zwischen den Exploits „Meltdown“ und „Spectre“ differenziert: Gestern hieß es noch, dass „Spectre“ ein so tief greifender Fehler im Chip-Design sei, dass er sich durch Softwareupdates gar nicht beheben ließe. Wenn man Intels Ankündigung Glauben schenken kann, ist das wohl glücklicherweise nicht der Fall. Traut ihr den Intel-Aussagen?

Quelle: The Verge

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