Interesse an einer Smartwatch? Deshalb solltet ihr mit dem Kauf jetzt noch warten

Kaan Gürayer

Ihr liebäugelt mit dem Kauf einer neuen Smartwatch mit Wear OS? Dann übt euch besser in Geduld: Vor kurzem hat Chiphersteller Qualcomm eine neue Prozessor-Generation eingeläutet, die insbesondere Verbesserungen beim aktuell größten Manko der Uhren bringen soll. 

Interesse an einer Smartwatch? Deshalb solltet ihr mit dem Kauf jetzt noch warten
Bildquelle: Huawei Watch 2 Sport.
Update, 15.09.2018, 13:10 Uhr: Wie erwartet hat Qualcomm in dieser Woche den Snapdragon 3100 (MSM8909) vorgestellt. Der speziell für Wearables wie Smartwatches konzipierte Prozessor kombiniert vier Kerne (maximal 1,2 GHz), die sich um Alltagsaufgaben kümmern, sowie einen Co-Prozessor zur Verbesserung der Akkulaufzeit. Neben GPS, WLAN, Bluetooth sowie 4G/LTE unterstützt der im 28-nm-Verfahren gefertigte Chip außerdem Auflösungen von 640 x 480 bei 60 Hz und bringt die Adreno 304 als GPU mit. Laut Qualcomm hat die Massenfertig des Snapdragon 3100 bereits begonnen. Die ersten Unternehmen, die Smartwatches auf Basis des neuen Chips anbieten, werden die Fossil Group, Louis Vuitton und Montblanc sein, berichtet AnandTech.

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Subtil hat Qualcomm damit begonnen, die Werbetrommel für seinen Wearable-Prozessor zu trommeln: „Es ist Zeit“, heißt es in großen Buchstaben auf einer Einladung, die Technik-Blogger Michael Fischer vom kalifornischen Unternehmen erhalten hat. Darauf zu sehen: Eine Uhr mit Qualcomm-Schriftzug sowie der vermeintliche Vorstellungstermin (im englischen Datumsformat): 10. September.

Smartwatch-Hersteller hatten unter veraltetem Prozessor zu leiden

In rund einem Monat wird Qualcomm also seine neue Prozessor-Generation vorstellen, die das Erbe des mittlerweile angestaubten Snapdragon Wear 2100 antreten soll. Der Chiphersteller hat sich für einen Nachfolger ungewöhnlich lange Zeit genommen – immerhin hat der Wear 2100 bald 2,5 Jahre alt auf dem Buckel und ist damit alles andere als zeitgemäß.

Daran hatten vor allem die Hersteller von Wear-OS-Smartwatches zu leiden, die im Vergleich zur Konkurrenz von Samsung und vor allem Apple smarte Uhren mit veralteten Chipsätzen auf den Markt bringen mussten. Die beiden Technikkonzerne besitzen eigene Prozessor-Fabriken und sind nicht auf Drittanbieter wie Qualcomm angewiesen.

Snapdragon 3100: Neuer Smartwatch-Prozessor bringt höhere Akkulaufzeit

Qualcomms neuer Smartwatch-Prozessor, der angeblich auf die Bezeichnung „Wear 3100“ hört, soll durch eine neue Power-Management-Lösung vor allem stromsparender sein. Damit würde der US-Konzern eine der größten Schwachstellen aktueller Wear-OS-Smartwatches angehen: die Akkulaufzeit. Darüber hinaus soll der Chip auch Sprachkommandos ermöglichen, ohne die Uhr vorher aus dem Standby zu holen. Die üblichen Verbesserungen an der Performance dürften ebenfalls einziehen.

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Im Herbst steht eine neue Smartwatch-Generation vor der Tür

Wer mit dem Kauf einer Smartwatch liebäugelt, ist gut beraten, noch einige Wochen zu warten. Angesichts der in Kürze stattfindenden Vorstellung des neuen Qualcomm-Chips lohnt es sich nicht, jetzt noch Geld in bald veraltete Hardware zu investieren. Im Herbst sollten bereits die ersten Wear-OS-Smartwatches auf Basis des neuen Wear 3100 auf den Markt kommen – womöglich sogar eine Pixel-Smartwatch von Google.

Quelle: Android Central 

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