iCloud: Mehr als nur ein Online-Speicher

Sebastian Trepesch 2

iCloud von Apple ist eine kleine eierlegende Wollmilchsau – und nicht nur ein Online-Speicher. Wir erklären, warum iPhone-, iPad- und Mac-Besitzer iCloud benötigen und verweisen auf Tipps.

Mit OS X Yosemite und iOS 8 steigt im Herbst 2014 die Bedeutung von iCloud noch ein bisschen mehr. Denn fast immer, wenn sich etwas um mehrere Apple-Geräte oder Online-Funktionalitäten dreht, ist iCloud im Spiel. iCloud ist ein Online-Dienst und Cloud-Speicher von Apple (für Einsteiger: Was ist iCloud?).

iCloud, ein Datenspeicher

Fotos sind auf allen Geräten verfügbar, Dokumente immer griffbereit – mit iCloud haben wir den Speicher auf einen Apple Server ausgelagert. Das spart lokalen Speicherplatz, andererseits benötigen wir natürlich eine Internetverbindung.

5 Gigabyte Speicher sowie alle Funktionen bietet uns Apple kostenlos, optional können wir mehr dazubuchen. Dann wird es zunächst einmal teuer. Zum Glück hat Apple angekündigt, im Herbst ordentlich die Preise zu senken.

icloud_drive

Nicht nur Apple-Apps können den Speicherplatz nutzen, sondern auch die von anderen Entwicklern. Mit iCloud Drive (Bild oben) wird in OS X Yosemite das Dokumentenmanagement einfacher. Dank Finder-Anbindung müssen wir nicht zwangsläufig über die jeweilige App gehen, um an die jeweiligen Daten zu kommen.

iCloud, ein Synchronisations- und Backup-Dienst

Doch iCloud ist nicht nur ein plumper Speicher, sondern synchronisiert die Daten zwischen den einzelnen Geräten – ob Termine für den Kalender, die Fotos inklusive ihrer Bearbeitung (ab Herbst) oder den iCloud-Schlüsselbund mit Passwörtern. Sogar das gesamte iPhone-Backup kann über iCloud laufen. Die Einkäufe aus dem iTunes Store und App Store werden übrigens nicht zu dem Freikontingent von 5 Gigabyte gerechnet – sie gibt es obendrauf, solange sie im Download-Store vorhanden sind.

iTunes-in-der-Cloud-iPhone
Dank dieser Funktion können wir auch einzelne Artikel, die wir bei Apple kauften, erneut herunterladen. Weitere Infos:

Eine kostenpflichtige Erweiterung von iCloud ist iTunes Match: Für einen Aufpreis von 24,99 Euro pro Jahr können wir unsere gesamte Musikbibliothek synchronisieren.

Online-Software dank iCloud

Auch über den Web-Browser können wir uns in iCloud einloggen. Hier finden wir Anwendungen zur direkten Verwendung im Web-Browser. Hierzu gehören Mail, Kontakte, Kalender, Notizen, Erinnerungen, Mein iPhone suchen und die Office-Programme Pages, Numbers und Keynote (iWork). Der Funktionsumfang entspricht nicht unbedingt den Desktop-Anwendungen, er reicht aber für das Wichtigste. Alle paar Monate verbessert Apple einzelne Bestandteile. Seit Ende Juni 2014 zu Beispiel merkt sich iWork für iCloud, welche Dokumente und Einstellungen zuletzt genutzt wurden.

icloud-web-browser-apps

Fazit zu iCloud von Apple

Erst vor gut zwei Jahren startete iCloud durch, doch mittlerweile ist der Cloud-Dienst für die meisten iPhone- und iPad-Nutzer nicht mehr wegzudenken. Er vereinfacht viele Prozesse mit den Apple-Geräten. Unter anderem durch die ausgefeilte Synchronisation Handoff wird dies ab Herbst noch stärker gelten.

Nicht ganz einfach oder zumindest eingeschränkter wird es für den, der ein Gerät eines anderen Herstellers in seine Apple-Welt einbinden will (Tipps siehe iCloud & Windows im Zusammenspiel).

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