Der Sommer ist vorbei, es wird früher dunkel und zunehmend kälter. Die Folge ist Nebel. Im Herbst und Winter sind die Sichtverhältnisse also alles andere als optimal. Tipps zu den verschiedenen Lichtoptionen in eurem Fahrzeug findet ihr in diesem Ratgeber.

 
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Tagfahrlicht, Fernlicht, Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchten: Passt sich das Licht nicht automatisch an Witterung und Tageszeit an, sind sich nicht alle Fahrer sicher, welches je nach Situation richtig ist. Der ADAC hat zusammengefasst, wann man welches Licht verwenden darf und sollte.

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Tagfahrlicht & Abblendlicht: Wann ihr sie verwenden solltet

Das Tagfahrlicht schaltet sich bei den meisten Pkws automatisch ein, wenn ihr die Zündung betätigt. Genau festgelegt ist es nicht, wann ihr das Tagfahrlicht verwenden müsst. Es empfiehlt sich jedoch, sich damit sichtbarer zu machen – egal bei welchem Wetter. Sollte sich die Sicht jedoch weiter verschlechtern, reicht das Tagfahrlicht nicht mehr aus und ihr solltet das Abblendlicht einschalten. Das ist das „normale“ Licht bei Dämmerung.

In den meisten Fällen aktiviert es sich bei modernen Fahrzeugen von alleine. Das Symbol dafür erinnert an eine Leuchte, deren Strahlen nach unten zeigen. Bei Nebel müsst ihr auch bei diesen wahrscheinlich nachhelfen und das Abblendlicht manuell aktivieren. Sind die Sichtverhältnisse auch am frühen Nachmittag schlecht, so ist die Verwendung des Abblendlichts sogar gesetzlich diktiert.

Hinweis: Das Fernlicht bringt euch bei dichtem Nebel oder Schneefall nichts, viel eher blendet es zusätzlich. Mit dem normalen Abblendlicht seid ihr besser beraten.

Nebelscheinwerfer & Nebelschlussleuchten richtig nutzen: Strafen drohen

Manche Informationen, die man in der Fahrschule gelernt hat, sind nicht immer präsent – besonders da es vor allem in der Stadt selten richtig neblig wird. Wie der Name schon andeutet, solltet ihr die Nebelscheinwerfer nur verwenden, wenn die Sicht schlecht ist. Dabei ist es egal, warum. Schwerer Regenfall, ein Schneesturm oder dichter Nebel behindern gleichermaßen. Nebelscheinwerfer helfen weiter, da sie die Lichtstrahlen flacher über die Fahrbahn strahlen. Allerdings dürft ihr sie nicht durchgehend verwenden. Ihr könnt die Scheinwerfer zusammen mit dem Abblendlicht verwenden. Sobald ihr wieder besser sehen könnt, müsst ihr auf das Abblendlicht wechseln. Das Symbol hierfür ähnelt an das des Abblendlichts, jedoch zieht sich eine senkrechte Schlangenlinie durch die nach unten zeigenden Strahlen.

Nebelschlussleuchten dürft ihr nur dann verwenden, wenn ihr im Nebel weniger als 50 Meter weit sehen könnt, um den Gegenverkehr nicht zu blenden. Das ist genau der Abstand zwischen zwei Pfosten am Straßenrand. Zudem dürft ihr dann nicht schneller als 50 Kilometer pro Stunde fahren. Zur Erinnerung: Das Symbol dafür ist gelb, mit drei waagerechten Strichen nach rechts und einer senkrechten Schlangenlinie. Die Nebelschlussleuchte dürft ihr auch innerorts verwenden, allerdings solltet ihr vorsichtig sein: Bei falscher Verwendung droht ein Bußgeld von 20 Euro, schließlich sind die Scheinwerfer sehr hell. Blendet ihr einen entgegenkommenden Fahrer und kommt es dabei sogar zum Unfall, so wird ein Verwarnungsgeld von 25 bis 35 Euro fällig. Daher solltet ihr die Scheinwerfer baldmöglichst wieder ausschalten. Teurer kann es werden, wenn ihr über eine gelbe Ampel fahrt.