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Kann man die Warteschlange bei Ticketmaster, Eventim & Co. umgehen oder austricksen?

Dieses Fenster macht Ticket-Interessenten bei Eventim nervös. Kann man den Warteraum umgehen oder beschleunigen? (© IMAGO / MiS)

Startet ein Ticket-Vorverkauf für Konzerte beliebter Bands, muss man sich vor allem zu Beginn der Verkaufsphase in der Regel in eine virtuelle Warteschlange einreihen. Kann man diesen Warteraum bei Ticketmaster, Eventim und Co. irgendwie austricksen, um den Bestellvorgang zu beschleunigen?

 
Eventim
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Bei vielen Vorverkaufsphasen ist der Frust groß. Da öffnet man den Ticket-Shop pünktlich zum Vorverkaufsstart und sieht dann, dass man hinter Tausenden bis Zehntausenden anderen Interessierten warten muss, bis man sich Karten auswählen kann. Oft ist die Wartezeit quälend lang und nicht selten sieht man nur noch ein „Nicht verfügbar“-Banner, wenn man tatsächlich an der Reihe ist. Wie kann man das vermeiden?

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Wie funktioniert die Warteschlange bei Ticketmaster, Eventim & Co.?

Einen pauschalen Trick, um Warteschlangen bei Ticketmaster, Eventim und Co. auszutricksen, gibt es nicht. Dennoch können folgende Tipps die Chancen auf begehrte Tickets erhöhen:

  • Erstellt euch bereits rechtzeitig einen Account und sorgt dafür, dass alle Daten mindestens am Vorabend des Verkaufsstarts aktuell sind. Die Ticket-Shops sind bei großen Nutzeranstürmen anfällig und jede notwendige Änderung an euren Daten könnte wertvolle Zeit kosten oder dazu führen, dass die Ticketseite bei euch abstürzt.
  • Bei vielen großen Events gibt es vor dem offiziellen, allgemeinen Vorverkaufsstart bereits exklusive Pre-Sale-Aktionen, bei denen man bis zu 2 Tage vor allen anderen auf Tickets zugreifen kann. Dabei muss man bestimmte Bedingungen erfüllen und zum Beispiel ein Streaming-Abonnement bei RTL+ (beim Anbieter ansehen) oder einen Vertrag bei Telekom oder o2 haben.
  • Erfüllt ihr die Bedingungen, könnt ihr bereits vor allen anderen Tickets kaufen. Bei euren Lieblings-Bands könnt ihr überlegen, ein Abonnement bei RTL+ abzuschließen. Für die Prio-Tickets benötigt ihr mindestens das „Max“-Abonnement für 9,99 Euro (bei RTL ansehen). Die Mindestlaufzeit beträgt 1 Monat. Für den früheren Zugriff könnte es sich lohnen, diese 9,99 Euro gedanklich auf den Ticketpreis zu rechnen. Bei Telekom oder o2 könnt ihr gegebenenfalls Freunde mit einem entsprechenden Tarif fragen, ob sie für euch Karten bestellen können. Beachtet aber, dass es bei diesen Prio-Presales nur ein begrenztes Kontingent an Karten gibt und ihr auch hier möglicherweise leer ausgehen könntet.
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  • Bei einem Vorverkauf über Ticketmaster, Eventim und Co. lohnt es sich nicht, die Ticketseite bereits Stunden vorher zu öffnen. Normalerweise muss man die Seite kurz vor oder genau zu Beginn des Vorverkaufs aktualisieren, um sich einzureihen. Eine halbe Stunde bis ein paar Minuten vor dem eigentlichen Start könnt ihr die Seite aber schon öffnen.
  • Ruft den Ticket-Shop nicht in mehreren Browser-Fenstern und -Tabs auf, da ihr dadurch nicht mehrere Positionen in der Warteschlange erhalten könnt.
  • Vermeidet es auch, das Browserfenster unnötigerweise zu aktualisieren. Schmettert vor allem nicht regelmäßig auf die F5-Taste (beziehungsweise Strg + F5), da das System euch dadurch fälschlicherweise für einen Bot halten könnte. Werdet ihr aufgefordert, ein Captcha zu lösen, geht wertvolle Zeit verloren.
  • Ihr könnt aber parallel zum Beispiel über das WLAN am PC und das mobile Datennetz mit dem Smartphone auf die Ticketseite gehen. Es gibt Gerüchte, bei denen Ticket-Interessenten in der Ticketmaster-App priorisiert behandelt werden. Begründet wird das damit, dass „Scalper“ und Bots über die App schwieriger Tickets kaufen können. Bestätigt ist das nicht, euer Glück könnt ihr so aber versuchen.

Im Video gibt es weitere Tipps. worauf ihr beim Ticketkauf achten solltet:

Vorsicht beim Ticketkauf: Das solltet ihr vorher wissen
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Konzert-Tickets schneller bekommen: Das könnte funktionieren

Idealerweise fragt ihr auch Freunde, die euch beim Ticketkauf unterstützen können. Möglicherweise haben andere mehr Glück und bekommen eine bessere Position im Warteraum zugewiesen. Problematisch dabei ist allerdings, dass der Vorverkauf so noch mehr ins Stocken gerät, da der Nutzerandrang auf die Server höher wird.

Generell solltet ihr sicherstellen, dass eure Internetverbindung stabil ist. Unterwegs, zum Beispiel in der Bahn, ist die Gefahr hoch, dass ihr in ein Funkloch geratet und eure Position in der Warteschlange bei einem erneuten Aufruf der Seite zurückgesetzt wird.

Tickets ausverkauft? So gibt es noch eine Chance

Oft tritt der Fall auf, dass man das Ende der Warteschlange erreicht hat, nur um festzustellen, dass es keine Tickets mehr gibt. Tauchen doch keine Karten mehr auf, müsst ihr das Event noch nicht komplett abschreiben:

  • Lasst den Kopf dann nicht hängen. Gerade in Phasen kurz nach dem Verkaufsstart kommt es regelmäßig vor, dass Tickets wieder in das System gelangen. Das passiert zum Beispiel, wenn andere Nutzer zunächst Plätze im Warenkorb haben, die Karten aber doch nicht kaufen. Bleibt also geduldig und ruft die Ticketseite weiterhin auf, vor allem, wenn ihr nur einzelne Plätze sucht.
  • Auch in den folgenden Tagen solltet ihr immer wieder einen Blick auf den Ticket-Shop werfen. Dann können ebenfalls wieder Tickets freigeschaltet werden, weil Nutzer ihre Karten zum Beispiel nach dem Kauf nicht rechtzeitig bezahlt haben.
  • Ticket-Shops wie Ticketmaster und Eventim bekommen meist bestimmte Kontingente zugewiesen. Es lohnt sich oft, verschiedene Anbieter abzuklappern und dort zu schauen, ob möglicherweise noch Tickets vorhanden sind. Dabei solltet ihr vor allem einen Blick auf kleinere und unbekanntere Plattformen wie Dodotickets werfen. Gerade bei unbekannten Anbietern solltet ihr aber sicherstellen, dass es sich um seriöse Händler und nicht etwa um Wiederverkäufer handelt.
  • Einige Wochen bis einige Tage vor dem Veranstaltungsbeginn werden vor allem in größeren Hallen oft neue Tickets freigeschaltet. Das passiert vor allem, wenn die Veranstalter die Planungen für den Bühnenaufbau finalisieren. Vorher geblockte Plätze, die für mögliche Bühnenelemente oder Ähnliches vorgesehen waren, werden dann freigegeben.
  • Manchmal kommen auch Tickets wieder in das System, die von Fans zurückgegeben wurden.
  • Besonders bei Konzerten großer Acts werden zudem immer wieder Zusatzkonzerte nachgeschoben. Diese Events werden in der Regel kurz vor oder nach der Start für den Vorverkauf der bereits angekündigten Termine angekündigt.
  • Ticketmaster und Eventim haben in ihrem Ticket-Shop eine Wiederverkaufsplattform eingebunden. Oft findet man auch hier Tickets von Fans, die ihre Karten doch noch loswerden wollen. Achtet aber darauf, keine überhöhten Preise zu bezahlen, um den Anreize für den „Schwarzmarkt“ klein zu halten. So funktioniert der Ticketmaster-Resale | So geht es bei Eventim über Fansale.
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Im Netz gibt es auch oft Angebote für den Weiterverkauf von Tickets. Das ist aber mit hohen Risiken verbunden. Große Acts gehen gegen Anbieter wie Viagogo vor, die Karten oft zu überteuerten Preisen verkaufen. Zudem gibt es immer wieder Berichte von Fans, die mit solchen weiterverkauften Karten keinen Einlass zur Veranstaltung bekommen haben. Bei privaten Angeboten über Kleinanzeigen, Facebook, eBay und Co. gibt es eine hohe Gefahr an Betrüger zu geraten. Lasst euch nicht auf einen Handel über Facebook-Veranstaltungsseiten ein, vor allem, wenn Tickets nur als PDF verschickt werden sollen. Bei eBay und Co. solltet ihr sicherstellen, dass der Verkäufer vertrauenswürdig ist.

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